<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820</id><updated>2011-12-02T03:58:40.022-08:00</updated><category term='07.04'/><category term='Konzert am'/><category term='Artist-Portrait'/><category term='Kyuss'/><category term='Nachruf'/><category term='Konzert Review'/><category term='Do.'/><category term='17.03.'/><category term='Waltari'/><category term='in Braunschweig'/><category term='Braunschweig'/><category term='Hamburg'/><category term='Kongress'/><category term='Buch'/><category term='Konzertepmpfehlung'/><category term='Vortrag'/><category term='Konzert-Review'/><category term='Doxologie'/><category term='Nightlife'/><category term='Meier Music Hall'/><category term='Buchbesprechung'/><category term='14.03.2010'/><category term='Ankündigung'/><category term='Charts'/><category term='Live-Review'/><category term='Ovrkill und Destruction'/><category term='Reportage'/><category term='Band-News'/><category term='Imaginäres Gespräch'/><category term='Bosse am 14.04. in der Meier Music Hall'/><category term='Portrait'/><category term='Live Review'/><category term='CD-Review'/><category term='Bandbio'/><category term='Live/Record-Review'/><category term='News'/><category term='25.4.'/><category term='Location-Check'/><category term='Docks'/><title type='text'>The Big Rock Blog</title><subtitle type='html'>Der Blog, der rockt: Tonträger, Konzerte, Bands, Bücher und andere Abenteuer.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>60</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-759566539195143084</id><published>2011-11-05T07:01:00.000-07:00</published><updated>2011-11-05T07:03:35.568-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>Erlebnis-Gastronomie mit Apfelschorle -  US-Soul-Star Rihanna dröhnt mit ihrer „Loud“-Tour in Hannover</title><content type='html'>„Loud“ ist das passende Motto für Rihannas Konzertreise. Über die schiere Lautstärke ihrer Produktion hinaus, präsentiert sich die Sängerin von der Urlaubsinsel Barbados am Freitag in der voll besetzten Tui-Arena in Hannover auf einer Bühne, die einem gigantischen Speaker-Kabinett nachempfunden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die Show beginnt mit einem grellen wie markerschütterndem Video- und Soundgewitter. Vier enorme, wie Lautsprecher-Chassis gestaltete, bewegliche Leinwände senken sich an Drahtseilen hängend auf die Bühne herab. Deren Rückpartie wird beherrscht von vier weiteren gewaltigen, übereinander angeordneten Bildschirmen. Auf sie wird Rihannas Einzug in die Arena übertragen. Der unterste Monitor öffnet sich. Durch den klaffenden Durchlass fährt Rihanna gewandet in ein glitzergrünes Mini-Trenchcoat und rosa Hochfront-Pumps in einer Art Leuchtkugel stehend ein. Dabei schmettert sie lauthals ihren Welthit “Only Girl (In the World)”.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Der Zweitschlag folgt unmittelbar: “Disturbia” einen weiteren Nummer-1-Hit vom 2007er Output „Good Girl Gone Bad“ bietet sie im leuchtfarbenen Zweiteiler dar, flankiert von einem halben Dutzend ebenfalls leuchtfarbener Tänzer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Damit ist schon das komplette dramaturgische Inventar des Rihanna-Spektakels beschrieben. Begleitet von einer für eine Showlänge von zwei Stunden erstaunlichen Zahl instrumental-solistischer, tänzerischer und filmischer Einlagen ihres Ensembles wird Rihanna auf verschiedensten Bühnenelementen (Autowracks, pinke Geschütztürme, Throne, Käfige) in unterschiedlichen Stadien des unbekleidet Seins vor den Augen der staunenden Gäste immer und immer wieder auf ihren Arbeitsplatz gehievt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Dazu reicht sie solide Hit-Kost, mal mit Dancefloor-, Reggae- oder R´n´B-Geschmack. Nun ist derlei konsumorientierte Chart-Pop-Event-Gastronomie musikalisch zwar weitgehend spannungsfrei, aber beileibe nicht verdammenswert. Doch kann man sich nur schwer des Eindrucks erwehren, der Star gebe sich mit dem eigenen fehlenden Anspruch musikalischer Innovation selbst nicht zufrieden und suche ihn durch allerlei Image-Kapriolen zu kompensieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am augenfälligsten wird das während des Lackleder-angehauchten Kurzauftritts, während dem sich die selbsternannte "Rebelle" im schwarzen Frack zunächst zu Prince’s “Darling Nikki” mit einigen halbnackten Tänzern in den Stellungskrieg begibt und dann während “S&amp;M” auf einem männlichen Fan Reiterspiele vollführend im Bühnenboden versinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sehr sie es versucht, dieser Frau gelingt es zu keinem Zeitpunkt den unzüchtigen Charme ähnlich erfolgreicher Pop-Karrieristinnen vom Schlage einer Christina Aguillera oder gar Pink zu entfalten. Wenn Rihanna singt, “Sex in the air, I don't care, I love the smell of it. Sticks and stones may break my bones. But chains and whips excite me", klingt das nicht wollüstig, sondern als wolle sie einem eine Apfelschorle anbieten. Wer hier scharf wird statt durstig wird, sollte einen Sexualtherapeuten aufsuchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-759566539195143084?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/759566539195143084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/11/erlebnis-gastronomie-mit-apfelschorle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/759566539195143084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/759566539195143084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/11/erlebnis-gastronomie-mit-apfelschorle.html' title='Erlebnis-Gastronomie mit Apfelschorle -  US-Soul-Star Rihanna dröhnt mit ihrer „Loud“-Tour in Hannover'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-5941795847534047579</id><published>2011-11-04T01:49:00.000-07:00</published><updated>2011-11-04T01:59:40.687-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachruf'/><title type='text'>Goodbye Gaddafi - ein Nachruf auf den letzten Rock´n Roller unter den Despoten</title><content type='html'>Muammar Abu Minyar al-Gaddafi hat den Krieg gegen sein Volk verloren und ist nach 42-jähriger Herrschaft in die ewigen Diktatoren-Jagdgründe eingegangen. Der exzentrische Wüstensohn war der letzte Rock´n Roller unter den Despoten: Sgt.-Pepper-Fantasie-Uniformen, überdimensionierte Sonnenbrillen, weibliche Leibgarde, goldene Pistolen und alles. Als geläuterter Terrorismus-Pate und Öl-Lieferant lange Zeit vom Westen hofiert, zeigte er zuletzt als skrupelloser Schlächter seiner Landsleute wieder sein wahres Gesicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit seiner Herrschaft endet eine Ära – jene der postkolonialen Despoten, die exotisch wirkten, aber ganze Länder mit der Nilpferd-Peitsche regierten. Nach der Demission des Leoparden-bemützten Kongolesen Mobutu Sese Seko und des chilenischen Generals Augusto Pinochet war der libysche Revolutionsführer der letzte unter den Machthabern von Nordkorea bis Südamerika, der bananen-republikanischen Diktatoren-Esprit versprühte. Um es in Abwandlung eines geflügelten Diplomatenwortes zu sagen: „Er war ein Hurensohn, aber ein unterhaltsamer Hurensohn.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 1. September 1969 putschte sich der junge Oberst gegen König Idris I. in Lybien an die Macht. Sein „Bund Freier Offiziere“ war von den arabisch-sozialistischen und nationalistischen Ideologien des ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser begeistert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von 1911-1942 war das nordafrikanische Libyen italienische Kolonie gewesen. 1951 wurde es als konstitutionelle Monarchie aus UN-Verwaltung in die Unabhängigkeit entlassen. Die Entdeckung reicher Erdölvorkommen 1959 machte den Maghreb-Staat zu einem der wichtigsten erdölexportierenden Länder der Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1975 veröffentlichte der am 7. Juni 1942 geborene Revolutionsführer das Grüne Buch, in dem er seine politischen Ziele darlegte. Ab 1976 firmierte Gaddafis Junta-Regime als Islamistisch-sozialistische Volksrepublik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaddafi setzte sich für die arabische Einheit ein und initiierte verschiedene Libysch-Arabisch-Afrikanische Vereinigungsprojekte, die aber allesamt scheiterten. Als Revolutionsführer verzichtete der in Großbritannien ausgebildete Offizier darauf, sich vom gewöhnlichen Oberst zum „Reichsmarschall“ oder ähnlichen Rängen zu befördern. 1979 trat er offiziell von der Staatsführung zurück. Was seinen beherrschenden Einfluss als „Bruder-Führer“ in keiner Weise schmälerte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der 80er Jahre machte Gaddafi als Terrorismus-Pate – er unterstützte die IRA genauso wie radikale Palistinesergruppen – und wegen einer Dauerfehde mit den USA von sich reden. Nach dem Bombenanschlag auf die Berliner Diskothek La Belle 1986 beschuldigte der amerikanische Präsident Reagan den Libyer, das Attentat aus Rache für die Versenkung zweier libyscher Kriegsschiffe durch US-Truppen angeordnet zu haben. Reagan ließ Tripolis und Bengasi bombardieren. Als 1988 über der Schottischen Ortschaft Lockerbie Unbekannte ein Flugzeug sprengen, wobei 270 Menschen sterben, fällt der Verdacht schnell auf Gaddafis Geheimdienst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den vergangen Jahren konnte Gaddafi die internationale Isolation durchbrechen, seinen Hang für exotische Auftritte abzulegen. Auf Auslandsreisen hielt er Hof im prächtigen Beduinenzelt. Als modebewusster Dritte-Welt-Führer wechselte er wie ein Rockstar mehrmals pro Auftritt das Kostüm. Mal erschien er in farbenfroher afrikanischer Tracht, mal als zeitgenössischer Kaiser Nero, mal als männliches Model für bizarre Diktatoren-Uniformen. Stets in seiner Nähe war die 40-köpfige ausschließlich aus hübschen jungen Frauen bestehende Leibgarde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bundestagsabgeordnete Günter Gloser (SPD) erinnert sich im Gespräch mit unserer Zeitung lebhaft an eine Begegnung mit dem eigenwilligen Machthaber. Als Staatsminister im Auswärtigen Amt nahm Gloser während der großen Koalition an einem Gipfeltreffen zwischen EU und Afrikanischer Union teil. Migrationsfragen standen auf der Tagesordnung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Irgendwann wurde die Sitzung unterbrochen. Wir mussten ein gebäude besichtigen, das die USA 1986 bombardiert hatten.“ Danach mussten sich die Gipfelteilnehmer in einem Zelt versammeln. „Irgendwann kam dann Gaddafi und hielt eine völlig wirre Rede. Sie gipfelte in dem Vorwurf, die Europäer seien selbst Schuld, wenn sie diese ganzen unausgebildeten Flüchtlinge aufnähmen. Dabei hatte er sich doch immer als Fürsprecher seiner afrikanischen Brüder und Schwestern geriert. Das ganze Schauspiel hat ungefähr zwei Stunden gedauert.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Legendär sind Gaddafis cholerischen Ausbrüche bei den sich dahin schleppenden Sitzungen der Arabischen Liga – sehr zum Leidwesen der anwesenden Potentaten-Kollegen. Wutentbrannt fiel er 2009 dem Emir von Katar ins Wort, als dieser bekannt gab, der saudische König Abdullah werde die Liga beim G-20-Gipfel in London vertreten. Gaddafi hielt sich offenbar selbst für den geeignetsten Emissär und bedachte Abdullah mit einer Flut von Verwünschungen. Der König hänge am Gängelband der USA und habe nur Lügen hinter und das Grab vor sich. Als der Emir schließlich Gaddafis Mikrophon abschaltete, stürmte dieser als Protest aus dem Saal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im Umgang mit europäischen Spitzenpolitikern gab sich Gaddafi ungezwungen. Mit seinen unachahmlichen Auftritten ließ er selbst den lebenslustigen italienischen Renaissance-Fürsten Silvio Berlusconi blass wirken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Staatsbesuch 2006 in Rom stieg er in bunter Uniform aus dem Flieger. Wie einen überdimensionierten Orden an die Brust geheftet hatte er ein großes Schwarzweißfoto. Darauf abgebildet war ein kleiner von Soldaten bewachter weißhaariger Mann. Omar al-Mukhtar war ein Held des libyschen Widerstands gegen die faschistischen Kolonialherren und wurde von den Besatzern hingerichtet. In der Folge behandelte der Gastgeber den Besucher äußerst zuvorkommend. Der verzichtete im Gegenzug großmütig darauf, die italienischen Verbrechen während der Kolonialzeit zu thematisieren. &lt;br /&gt;Ansonsten verstanden sich die in ihrer Eitelkeit ähnlichen „Kater“ prächtig. Berlusconi lud eine seiner zahlreichen Ministerinnen, das ehemalige Nacktmodel Mara Carfagna, zum gemeinsamen Diner ein. Und setzte auch den Programmpunkt „Gaddafi allein unter Frauen“ ins Werk. Einen Nachmittag lang traf sich der Oberst mit 700 Frauen aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft zum Meinungsaustausch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Liste denkwürdiger Auftritte und Aktionen des Despoten ließe sich unendlich fortsetzen: 2006 ordnet er nach Bekanntwerden der Hinrichtung des irakischen Machthabers Saddam Hussein eine dreitägige Staatstrauer an. 2008 nimmt die Genfer Polizei Gaddafis Sohn Hannibal wegen Körperverletzung vorübergehend fest. Die Folge ist eine ernste Krise zwischen Papas diplomatischem Corps und der Alpenrepublik. Mit seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung sorgt Gaddafi für einen Eklat, als er aus der UN-Charta zitiert und aus Protest mehrere Seiten zerreißt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Ende seiner Herrschaft behauptet Gaddafi, die Demonstranten gegen ihn seien „stoned“. Die Drahtzieher der Proteste hätten die jugendlichen Protestierer unter Drogen gesetzt. Zuvor hatte er dem Topterroristen Osama Bin Laden unterstellt, die Menschen in Libyen manipuliert zu haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch hatte der Tyrann offenbar auch eine sensible Seite. 1995 veröffentlichte er sein belletristisches Debüt: „Das Dorf, das Dorf, die Erde, die Erde und der Selbstmord des Astronauten.“ Enthalten sind zwölf Essays, die das sozial entwurzelte Leben in der Großstadt, die Größe der göttlichen Schöpfung und die Tyrannei der Massen thematisieren. Diese neigten dazu, ihre Führer in die Wüste zu schicken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-5941795847534047579?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/5941795847534047579/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/11/goodbye-gaddafi-ein-nachruf-auf-den.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5941795847534047579'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5941795847534047579'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/11/goodbye-gaddafi-ein-nachruf-auf-den.html' title='Goodbye Gaddafi - ein Nachruf auf den letzten Rock´n Roller unter den Despoten'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-4376066143391474650</id><published>2011-09-18T13:57:00.000-07:00</published><updated>2011-09-18T13:58:29.199-07:00</updated><title type='text'>Vom einstigen Glanz bleibt nur ein Badetuch - Ein Rundgang über die Popkomm  in Berlin</title><content type='html'>Musik ist in unserem Alltag präsenter als je zuvor. Durch handliche digitale Abspielgeräte ist der Lieblingssound ständig verfügbar. Bei den Tonträgerproduzenten selbst spielt die Musik aber schon lange nicht mehr – zumindest nicht in der Melodie klingender Münze. Die Plattenfirmen gemahnen an das römische Reich am Vorabend seines Untergangs: Der Glanz der Erinnerung blendet höchstens noch das innere Auge des Betrachters, die äußere Pracht ist vergangen. Das war auch auf der Musikmesse Popkomm zu beobachten, deren 22. Ausgabe von Mittwoch bis Freitag in Berlin stattfand. Der Stand der einzigen bekannten beim Branchentreff  vertretenen Plattenfirma hatte die Größe eines Badetuchs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor dem Hintergrund der technischen Umwälzungen seit der Jahrtausendwende und die von ihnen ausgelösten veränderten Konsumgewohnheiten hat sich auch die Messe aufs digitale Musik-Geschäft fokussiert und nach dem Neustart auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof zur reinen Fachbesucher-Veranstaltung entwickelt. Einen Publikumstag gab es im Gegensatz zu früher nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das neue Konzept ging offensichtlich nicht auf. Nur 5200 Besucher verliefen sich laut Veranstalter in den ehemaligen Flughallen, in denen sich 400 Aussteller präsentierten. An vielen Ständen herrschte dauerhaft Besucherflaute. Einen Kontrast bildete lediglich der gemeinsame Standplatz von Österreich und der Schweiz. Hier herrschte dichtes Gedränge, obwohl beide Länder im Pop bisher nicht als stilprägend aufgefallen sind. Weiswein gratis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im vergangenen Jahr kamen noch allein an den beiden brancheninternen Tagen 7500 Besucher zur Popkomm. Am dritten, offenen Tag waren noch mal mehrere tausend Gäste erschienen. „Eines hat die diesjährige Popkomm verdeutlicht: Die Musikwirtschaft ist im Umbruch“, hieß es in der Bilanz der Veranstalter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, hätte es der Veranstaltung nicht erst bedurft: Seit dem Aufkommen von Musik-Tauschbörsen und der massenhaften Verbreitung von CD-Brennern seien die Umsätze der deutschen Musikindustrie bis 2009 trotz ständig steigender Musiknutzung um 40 Prozent zurückgegangen, gibt der Bundesverband der Musikindustrie bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin, nach zehn harten Jahren geht es der Branche in Deutschland inzwischen wieder etwas besser. Der Bundesverband ist optimistisch, dass der Markt im Download- und Mobiltelefonbereich bis 2013 auf das Doppelte wachsen wird. Geschäftsfelder wie Konzerte  – der Live-Musik-Sektor boomt ohnehin –, Merchandising oder Videomitschnitte könnten dreimal so groß werden. Tonträger wie CDs nähmen dann lediglich noch ein Drittel des Gesamtmusikmarkts ein, heute stammen noch  80 Prozent der Musikumsätze aus deren Verkauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im vergangenen Jahr ist der Umsatz aus Musikverkäufen noch mal um mehr als drei Prozent zurückgegangen – Schaut man auf  England (minus 23 Prozent) oder Frankreich (minus 9 Prozent) hätte es die hiesigen Plattenproduzenten noch weit schlimmer treffen können. Ob die Musikindustrie die verlorenen Umsatzhöhen jemals wieder erklimmen wird, scheint also mehr als fraglich. Musikpiraten machen der Branche noch immer zuschaffen: Den Trend der letzten Jahre fortschreibend ist die Anzahl der illegal herunter geladenen Alben erneut drastisch gestiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Vitalität der Musikszene dennoch ungebrochen ist, zeigte sich bei der Berlin Music Week, unter deren Dach die Popkomm ausgerichtet wurde. Über hundert Künstler und Bands aus Rock und Pop stellten sich in verschiedenen Clubs der Hauptstadt vor. Die Konzerte waren durchweg gut besucht. Für 2012 ist eine weitere Auflage der Popkomm geplant.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-4376066143391474650?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/4376066143391474650/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/09/vom-einstigen-glanz-bleibt-nur-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4376066143391474650'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4376066143391474650'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/09/vom-einstigen-glanz-bleibt-nur-ein.html' title='Vom einstigen Glanz bleibt nur ein Badetuch - Ein Rundgang über die Popkomm  in Berlin'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-8688134720871438658</id><published>2011-08-22T13:51:00.000-07:00</published><updated>2011-11-05T08:02:16.643-07:00</updated><title type='text'>Wacken II: Die Schlacht ist geschlagen!</title><content type='html'>Abgekämpft, wie ein von den Hunnen geschlagenes Germanen-Heer der Völkerwanderungszeit, treten die 95000 Heavy Metal-Fans den Rückzug aus der schleswig-holsteinischen Provinz an. Drei Tage lang haben sie „lauter als die Hölle“ Party gemacht. Nun räumen sie erschöpft ihr Feldlager nahe dem 1800-Seelen Weiler Wacken und zerstreuen sich in alle Winde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;120 Bands sind unter dem Banner „louder than hell“ bis Sonntagmorgen auf dem Wacken Open Air (WOA) aufgetreten. Die letzten „Waackäääään“-Schlachtrufe verhallten um sechs Uhr früh als im „Headbangers Ballroom“ die Verstärker ausgeschaltet wurden. Höhepunkten des vielleicht größten aber sicher berühmtesten Heavy-Metal-Festivals der Welt waren die Auftritte von Ozzy Osbourne (wir berichteten), Motörhead und Judas Priest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Shows deutscher Bands wie Kreator, Sodom oder den wiedervereinigten Knorkator wurden gefeiert. Zu den einheimischen Festival-Siegern gehörten auch Heaven Shall Burn. Dabei gaben die Thüringer nicht nur mittels ihrer hochoktanigen Mischung aus Hardcore und extremem Death/Thrash Metal mächtig Gas, sondern legten auch mit originellen Animationseinlagen den Turboschalter beim Publikum um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob Sänger Marcus Bischoff wusste was er tat, als er mit den Worten, „es ist Zeit eure Frauen loszulassen und auf die Schultern zu nehmen“, die weiblichen Zuschauer zum Crowdsurfing – einer auf Rockkonzerten beliebten Sportart, bei der Fans von der Menge getragen werden – kann bezweifelt werden. Dafür sorgte er mit einer Flut von Frauen, die sich in den Bühnengraben ergoss, für einen der schönsten und ergreiffendsten Festival-Momente diesen Sommers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Metal-Herz höher Schlagen ließen Judas Priest auf ihrer Abschiedstour. Sie gelten als eine der einflussreichsten Bands des Genres. : Lederklamotten, Motorräder auf der Bühne, donnernde Riffs, alle erdenklichen Attribute im Metal-Universum gehen auf Priest zurück. Die verwitterten Recken begannen ihre Zeitreise durch Jahre Bandgeschichte am Freitagabend mit dem programmatisch betitelten Doppelschlag „Rapid Fire“ und „Metal Gods“. Im Schnellfeuer-Rhythmus ließ Oberpriester Rob Halford metal-göttliches Ambrosia auf seine von allen guten Geistern verlassene Gemeinde herabregnen. „Never Satisfied“ vom ersten Album Rockarolla, selten gehörte Meisterwerke wie „Starbreaker“, eine Halbakustik-Version des frühen Hit „Diamonds and Rust“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum einmal blieb Zeit Atem zu holen. Halford selbst griff in den Pausen zur routiniert zur Sauerstoffflasche. Doch was soll´s, wenn der fast 60-Jährige auf diese Weise selbst die höchsten stimmlichen Höhen eines gesanglichen Mont-Blanc wie „Painkiller“ meistert. Während der meisten Momente an diesem Abend sind Priest mitreißend, in den besten magisch, wie etwa bei der großartigen Ballade „Beyond The Realms Of Death“ oder der komplett vom Publikum gesungenen „Breaking The Law“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einziger Wehrmutstropfen ist die Abwesenheit des kürzlich ausgestiegenen K. K. Downing dessen lichtschnelle Riposten die Gitarrenduelle mit Opponent Glenn Tipton erst so richtig beflügelten. Eine Flanke, die der neue Rekrut Richie Faulkner trotz aller Fingerfertigkeit nicht ganz zu schließen vermag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nun, wie der Engländer sagt, zu etwas völlig anderem: Lemmy. 24 warzige Karat Rock ´n´ Roll, mit seinem Whiskey gegerbten Organ quasi Halfords stimmliches Alter Ego, bellt der Motörhead-Sänger dem Publikum wie eh und je seine lasterhaften Hymnen entgegnen. Er ist die verflüssigte Essenz des Rock´n`Roll, gegossen in ein Paar hautenger schwarzer Jeans und weiße Cowboy-Stiefel. Verfestigt zum wandelnden Mittelfinger, der sich mit einem Patronengurt beringt jedweden Autoritäten und aller Gleichmacherei entgegengestreckt. Dafür lieben ihn alle Rockfans dieser Welt. Welche Songs Motörhead zocken und dass sie sogar ihr altes Spielzeug, eine Lichtanlage in Gestalt eines B-17-Bombers, der waghalsige Flugmanöver vollführt, mitgebracht haben, wird zur Nebensache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende haben Lemmy und Co am Samstag eine weitere Schlacht gewonnen, aber der Krieg scheint noch lange nicht vorbei: Wenige Stunden nach Festival-Ende hat der Kartenvorverkauf für die Folgeveranstaltung begonnen. Am Montagmorgen um 00.45 Uhr - eine dreiviertel Stunde nach Vorverkaufsstart - waren die ersten 10 000 Tickets bereits weg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-8688134720871438658?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/8688134720871438658/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/08/wxken-ii-die-schlacht-ist-geschlagen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8688134720871438658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8688134720871438658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/08/wxken-ii-die-schlacht-ist-geschlagen.html' title='Wacken II: Die Schlacht ist geschlagen!'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-4250469802849974268</id><published>2011-08-21T11:55:00.001-07:00</published><updated>2011-11-05T08:04:26.459-07:00</updated><title type='text'>Mach´s wie ein Psycho:  Die Cross-Over-Vorreiter Suicidal Tendencies wirbeln auf dem Wacken Festival – Auch Ozzy Osbourne ist ganz der alte</title><content type='html'>Mächtige Stichflammen stoßen fauchend aus den Nüstern des riesigen weißen Stierschädels, der in schwindelnder Höhe zwischen den beiden riesigen Bühnen des Wacken-Open-Air hängt, dem größten Metal-Festival der Welt. Das Feuer wirft tanzende schatten auf das Meer schweißnasser Gesichter. Zehntausende flackernder Augenpaare sind auf die „Black-Stage“ gerichtet. Der Wind treibt die letzten verwehten Fetzen von Carl Orffs „O Fortuna“ bis in die hintersten Reihen. &lt;br /&gt;„YEEEEEAAAAAAHHHH, YOU FUCKERS“, schreit die weinerliche und doch durchdringende Stimme.  Jeder hier kennt sie. Tausendfaches tosendes Johlen ist die Antwort. Ozzy Osbourne, verschmiertes Make-up im Gesicht, den Mund im  stummen Schrei verzerrt – oder einem stummen Lachen, wer kann das schon sagen – die auffallend großen Hände mit den schwarz lackierten Nägeln zur Seite abgespreizt. stolpert im charakteristischen Watschelgang auf die Bühne. „I can´t here you“, schreit Ozzy. Das Johlen schwillt zum Heulen. Ist der Mann gänzlich taub? Nein, aber nach vierzig Jahren im Rock-Geschäft weiß der „Madman“ wie man eine Festival-Menge nehmen muss: im Sturm.&lt;br /&gt;“Crazy Train”, “Mr. Crowly”, “Suicide Solution”, Ozzy ballert aus allen Rohren. Seine runderneuerte Flakhelfer-Truppe um den griechischen Gitarristen Gus G funktioniert wie eine gut gedrillte Einheit funktionieren muss. Da kann sich der Chef die eine oder andere Feuerpause gönnen. Während „War Pigs“ einem der Hits seiner alten Band Black-Sabbath - mit der er in den 70ern kalte koksverschneite Klangipfel erklomm, bevor er in den 80ern eine  nicht minder berauschende und berauschte Solo-Karriere begann – verschwindet der Chef mal für eine gute viertel Stunde aufs Klo oder ein Nickerchen machen. Die Helfer überbrücken die Zeit mit mehr oder minder inspiriertem Solo-Gegniedel.&lt;br /&gt;Es stört die wenigsten. Für die Masse der Fans ist der Alkohol-getriebene Stimmungszug um diese Zeit (halb elf) ohnehin schon lange abgefahren und die meisten freuen sich, dass ihr Ozzy überhaupt noch lebt. Das der – sofern auf der Bühne – sich keine Mühe gäbe, lässt sich auch gar nicht behaupten. Ozzy vergießt Herzblut, Schweiß und vor allem Spritzwasser gleich kübelweise über die Menge. Und kann darüber hinaus aus einem Fundus an Songs schöpfen, der seinesgleichen sucht. Ja, Ozzy gehört zum alten Eisen, aber auch leicht rostiges Metall ist an diesem Donnerstag noch hart genug zum Schädelspalten.&lt;br /&gt;Der von Mike Muir allerdings wird von einem tief über die Augen gezogenen Stirnband zusammengehalten. Es muss so sein, denn ohne den blauen Lappen um den Kopf hat den Sänger der Suicidal Tentencies, die freitagnachmittags auf der gleichen Bühne spielen, noch niemand gesehen. Anfang der 90er Jahre gehörten Muir, genannt Psycho Miko, und seine Band aus dem kalifornischen Venice Beach zur Avantgarde der Cross-Over-Bewegung. Damals wurde es unter Skateboard-Fahrern schick, harte Musik zu hören und plötzlich waren auch Metal-Heads auf vier Rollen unterwegs. Mit Platen wie „Lights, Camera, Revolution“ brachten Suicidal die potente Kreuzung aus Punk, Funk und politischer Agitation ans Licht der breiten musikinteressierten Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;„Do it the psyho-way“, fordert Miko von der Bühne herab, doch heute scheinen selbst Panzerglas durchschlagende Perlen wie „War Inside My Head“, „Join The Army“ oder “Pledge Your Alegiance” aber weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein. Der verrückte Miko vollführt seine verwirbelten Tanz-Kapriolen vor lichten Reihen. Zumindest die lassen sich zu erratischen  „Su-I-Ci-Dal“ Sprechchören hinreißen. Zu Recht: In der Kombination von Po-Wackler und Nackenbrecher macht den „Suicidal“ so leicht keiner was vor. Und das obwohl Muir auch schon nachgelassen hat. Das Stirnband trägt er heute höher als früher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-4250469802849974268?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/4250469802849974268/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/08/machs-wie-ein-psycho.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4250469802849974268'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4250469802849974268'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/08/machs-wie-ein-psycho.html' title='Mach´s wie ein Psycho:  Die Cross-Over-Vorreiter Suicidal Tendencies wirbeln auf dem Wacken Festival – Auch Ozzy Osbourne ist ganz der alte'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-8881011713442745205</id><published>2011-07-04T13:18:00.000-07:00</published><updated>2011-07-04T13:23:37.524-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live Review'/><title type='text'>Der Bruce Springsten 2.0 heißt Brian Fellon</title><content type='html'>Die Leute stehen dicht gedrängt im Saal. Viele Zuschauer sind weiblich, die Gesichter jung und schweißnass. Für einen passionierten U-Bahngrabscher wäre das Konzert der amerikanischen Band Gaslight Anthem am Mittwoch, 29.6., im Hannoveraner Capitol ein Paradies.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinten im Zuschauerbereich stehen mit von der Hitze geröteten Köpfen die Eltern. Das Kind soll ja seine eigenen Erfahrungen machen – vom wochenlangen Gequengel am Abendbrottisch, weil Papa erst dagegen war, mal ganz abgesehen –, aber den Nachwuchs gänzlich schutzlos dem Einfluss dieses Brian Fellon ausliefern? Muss nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 31-Jährige Sänger und Gitarrist des Quartetts aus New Brunswick, New Jersey, erinnert in seinem ganzen Habitus an den jungen, hungrigen Bruce Springsteen zu „Born to Run“-Zeiten. Beginnend beim weißen T-Shirt mit V-Kragen, aus dem kräftige, bis zu den Handgelenken mit Tattoos zugehackten Arme ragen, über die Leoparden-fleckige Gesichtsbehaarung, bis hin zur schwarzen Motorrad-Lederjacke auf den Promo-Fotos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch musikalisch hat sich der blonde Wuschelkopf bei Springsteen einiges abgeschaut. Das fängt bei den schnörkellosen auf der schneidend klingenden Fender Telecaster Gitarre gespielten Songs an und hört beim leicht nöligen Gesang auf. Dazu kommen ein wenig U2-Epik, etwas Dylan-Gnarzigkeit, ein Hauch erdiger Blues und – ganz, ganz viel dreckiger, achselnässiger Punk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese fast schon romantisierende Rückbesinnung auf die goldenen Zeiten amerikanischer Rockmusik gefällt nicht nur den wild durcheinander hüpfenden Teenies, die Pappschilder mit Liebesbotschaften in die Höhe halten, Pärchen, die sich gegenseitig mit verklärtem Blick die Liedtexte ins Ohr singen und vermutlich sogar den Eltern an der Hallenrückwand, sondern auch dem Boss selbst: Beim altehrwürdigen Glastonbury-Festival durfte Fellon mit auf die ganz große Bühne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaslight Anthem kommen da auch noch hin. Einstweilen biegt und wiegt sich Fellon vor den 1600 im Capitol wie eine Weide im Sturm der Akkorde den er und seine Jersey Boys entfachen. Dabei strahlt er jene Mischung aus Virilität und Empfindsamkeit aus, die großen unnachgiebigen Barden des Alternative-Punk (Mike Ness), Pop (Springsteen) oder Country (Steve Earle) über die bloße Verklärung alltäglichen Straßenkötertums erhebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaslight Anthem sind definitiv Punkrock und definieren doch mit fast jedem Stück die Grenzen des Genres neu. Sie können nicht nur rhythmisch-wuchtige Party-Hymnen, sondern beherrschen die ganze Klaviatur der Gefühle. Das erhebt sie über die den üblichen Pop-Punk-Brei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Text erschien am 1.7. 2010 in der Braunschweiger Zeitung&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-8881011713442745205?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/8881011713442745205/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/07/der-bruce-springsten-20-heit-brian.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8881011713442745205'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8881011713442745205'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/07/der-bruce-springsten-20-heit-brian.html' title='Der Bruce Springsten 2.0 heißt Brian Fellon'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3144073509358683819</id><published>2011-07-04T12:57:00.000-07:00</published><updated>2011-07-04T13:10:40.478-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live Review'/><title type='text'>Garcia bleibt diesmal lieber hinten</title><content type='html'>Schwaden süßlich würzigen Rauches wehen über die Leine. Auf der Brücke, die über den Fluss direkt bis vor den Eingang des Capitol in Hannover führt, stehen hunderte von Menschen. Bierflaschen werden zum Mund geführt, Joints kreisen. Eine gründliche Vorbereitung ist schließlich alles: „Kyuss Lives!“ sind an diesem Dienstag, 28.6., in der Stadt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter Eingeweihten gelten Kyuss aus dem kalifornischen Palm Desert als Nukleus der Stoner-Rock-Szene. In den frühen 90ern veröffentlichten vier Freunde des Dreiblatts, Josh Homme (Gitarre), John Garcia (Gesang), Nick Oliveri (Bass) und Brant Bjork (Schlagzeug), ein Paar richtungsweisende Alben, die sich aber zu schlecht verkauften, um mit Geld die immer größer werdenden Risse im Bandgefüge kitten zu können. 95 war Schluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nennenswerte Erfolge konnte seither einzig Josh Homme mit den „Queens of the Stone Age“ verbuchen. Ob die Anderen nun die leere Haushaltskasse oder die Langeweile wieder zusammentrieb, weiß – wie so oft bei Reunionen – niemand. Egal, seit März sind Garcia, Oliveri und Bjork als „Kyuss Lives!“ wieder gemeinsam auf Deutschlandtour und weil ihnen die Fans die Bude einrennen, haben sie sogar noch ein paar Dates drangehängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau wie beim &lt;a href="http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/03/und-dann-brachs-das-vollige-kyuss-aus.htm"&gt;Tourstart im Hamburger Club Docks&lt;/a&gt; gehen die Anhänger von Beginn an steil. Mit ihrem stoischen, aber immer wieder raffiniert zwischen den Polen bekifft-beschwingt und tonnenschwer-brachial wechselnden Spacerock versetzen die Amis dabei nicht nur ein Häuflein ewig gestriger Hanfhippies in Verzückung. Im vollbesetzten Club walzen auffällig viele junge Wüstenrock-Nerds zum groovigen Waber-Bass-Sound.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Band selbst lässt es an diesem Abend eher ruhig angehen: John Garcia hält sich fast durchgängig im hinteren Bereich der Bühne auf. Das auf Oliveris Bassverstärker abgestellte Glas Rotwein stets griffbereit. Der belgische Gitarrist Bruno Fevery rifft zwar beanstandungslos, verfügt ansonsten aber über wenig Strahlkraft, so dass die Funktion des Blickfangs heute Oliveri zufällt. Der Mann mit Glatze und Spitzbart scheint sich in dieser Rolle außerordentlich wohl zu fühlen. Er grinst als seien seine Mundwinkel an den Ohrläppchen festgenäht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde ist das visuelle Erlebnis bei Kyuss Lives! ohnehin zweitrangig, verfügt die Band doch über ein ganzes Arsenal atmosphärischer Songs, vollgestopft mit stilprägenden Riffs und innovativen Breaks. Und auch mit über 40 ist Garcia, mit seiner durchdringend gepressten und doch weichen Stimme noch immer einer der originellsten und eigenständigsten Vertreter seiner Zunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz: Auch an einem sehr durchschnittlichen Abend kann diese Band noch Freude machen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3144073509358683819?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3144073509358683819/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/07/garcia-bleibt-diesmal-lieber-hinten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3144073509358683819'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3144073509358683819'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/07/garcia-bleibt-diesmal-lieber-hinten.html' title='Garcia bleibt diesmal lieber hinten'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-6267955368311756753</id><published>2011-06-26T05:26:00.000-07:00</published><updated>2011-06-26T05:59:47.072-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='CD-Review'/><title type='text'>"Ich bin der Doom" - Tomen aus Karlsruhe verbinden Sludge-Rock mit  deutscher Ridikülitäts-Lyrik</title><content type='html'>Die Mitglieder von Tomen waren allesamt schon in Karlsruher Bands des Niederfrequenzbereichs aktiv. Darunter lokale Legenden wie Spacek, Shining oder Kermits. Folgerichtig gibt es einen fiesen, schleimigen Cocktail aus schmatzendem Sludge, wummerndem Drone und sich schwerfällig dahinwälzendem Doom. Als Referenzen dienen Black Shape Of Nexus, Baroness oder auch die alten Meister des peinvollen Depri-Rocks, Crowbar. Garniert wird det Janze mit mehr oder weniger geschmacklosen deutschen Texten. „Kinderlieder“, das Debut, strotzt vor morbidem Humor à la Pungent Stench. Shouter und Texter Thomas bewegt sich dabei stets kurz vor und manchmal auch knapp hinter der Schmerzgrenze. „Nikotin“ beispielsweise handelt von den negativen Folgen des Rauchens („Der Doktor sagt, die Lunge muss raus“). „Doom“ ist, wie könnte es anders sein, eine Hommage an die eigene Lieblingsmusik. Sicher, „Du gibst mir dir Kraft zu tun was keiner schafft/ Alles was ich bin hast Du gemacht/ Du bist die Zeit die alle Wunden heilt/ Du bringst mir den Ruhm, du bist der Doom“, sind Zeilen, die nur Leute ernst nehmen können, die vierhundert Kilometer fahren, um Saint Vitus in Originalbesetzung zu sehen, aber die gibt´s halt auch. Kruder Höhepunkt ist zweifelsohne die Fekal-Ode „Dein Furz“.  Wenn es einen Song gibt, der Michael Mittermeier- und Electric Wizard-Fans versöhnen kann, dann ist es dieser. Kurz gesagt, wer erwähnte Bands und Texte mit Ekelfaktor mag, sollte ein Ohr riskieren. (mex) Do, 21.7., CD-Release-Party im Kohi, Karlsruhe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-6267955368311756753?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/6267955368311756753/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/06/ich-bin-der-doom-tomen-aus-karlsruhe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6267955368311756753'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6267955368311756753'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/06/ich-bin-der-doom-tomen-aus-karlsruhe.html' title='&quot;Ich bin der Doom&quot; - Tomen aus Karlsruhe verbinden Sludge-Rock mit  deutscher Ridikülitäts-Lyrik'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-4014190398281272393</id><published>2011-06-19T02:14:00.000-07:00</published><updated>2011-06-19T02:16:59.984-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reportage'/><title type='text'>Magische Männerfahrt ins Märchenland</title><content type='html'>Der Tag beginnt schon wie im Märchen: „In der bestellten Kleinwagen-Kategorie haben wir nichts mehr,“ sagt die Dame am Schalter der Autovermietung in Essen. Betretenes Schweigen. „Wir geben Ihnen stattdessen einen Z4!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hast du nicht gesehen sitzt der Schreiberkollege aus Thüringen strahlend wie Prinz Valiant hinterm Steuer des metallisch-blau glitzernden Roadsters. Kaum das Schloss gedrückt, lässt die 3-Liter-Maschine ein heiseres Knurren hören. Den bösen Golf müssen wir heute nicht mehr fürchten. Das steht so fest wie Schweinchen Schlaus Haus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und huiiie, schon düsen wir mit unserem fliegenden Koffer im Sonnenschein über die Autobahn Richtung Leverkusen. Dazu bringt uns David Bowie als der Thin White Duke ein Ständchen: „Let me fly away with you/ For my love is like the wind/ and wild is the wind/ Wild is the wind.“ Zwei Hänse im Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schneller als die gebratene Taube fliegt erreichen wir die Zieladresse: Märchenwaldweg 15, Altenberg. Unser Fortbewegungsmittel – inzwischen hört es gleich dem treuen Zossen der Pferdemagd auf den Namen Fallada – rollt auf einen riesigen grauen Parkplatz. Und nun? „Hier geht es zum Deutschen Märchenwald“, weißt der gestiefelte Kater mittels Schild den Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein kurzer Fußmarsch führt über eine Brücke zu einem weis getünchten Wirtschaftsgebäude mit umlaufendem Balkon. Auf dem Dachfirst eine Wetterfahne in Gestalt einer Hexe, die auf einem Besenstiel reitet. Drinnen sitzt Detlev Kreber gerade beim Mittagessen – Spaghetti Bolo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kreber, 47 Jahre, mit seinem Kahlrasiertem Schädel dem Gladbacher Fußball-Urgestein Michael Frontzeck nicht unähnlich, ist Geschäftsführer des Märchenwaldes. Gleichzeitig Chefmechaniker, Hausmeister, Gärtner, Tierpfleger, Eis- und Ticketverkäufer - in Personalunion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war einmal vor 26 Jahren, da kam der gebürtige Kölner während eines Ausflugs mit zwei Freunden hierher. Zunächst heuerte er als Aushilfe an, dann heiratete er die Prinzessin des Märchenlandes, Wilhelmine die Parkbetreibertochter. Seitdem hat sich der „kölsche Jong“ nicht nur zum Jägersmann und großen Liebhaber des bergischen Landes gemausert. Nein, auch das oberbergische Land sei, betont er, von besonderem Liebreiz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jetzt schaut euch aber erstmal um“, beauftragt Kreber die Besucher. „Und dann probiert ihr unsere bergischen Waffeln. Spezialität des Hauses.“ „Belgische Waffeln?!“, fragt der unbedarfte Auswärtige nach. „Nein, bergische. Belgische sind aus Hefeteig mit Ei. Unsere dagegen werden nur mit Butter, Zucker und Mehl zubereitet. Außerdem haben sie eine Ecke mehr, sind dafür aber etwas dünner“, erklärt Kreber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mmmmh, klingt ganz nach Zuckerwerk, wie es der König isst. Aber zuerst die Arbeit, also los. Auf dem Vorplatz wartet der Esel streck dich. Mit 20 Cent kann man ihn füttern. Voll kindlicher Begeisterung entrichten wir den Obulus. „Iah, Iah“, schreit der Esel. Das war´s? Normalerweise funktioniert das Goldeselprinzip doch irgendwie anders. Offenbar ist Geiz nun auch hinter den sieben Bergen geil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Im Wald selbst brauchen sie keine Münzen mehr“, tröstet Kleber. Wir folgen dem sogenannten Märchenpfad. In Schaukästen, die kleinen Häuschen gleichen, sind die Märchen der Gebrüder Grimm in liebevoll arrangierten Szenen von teils bewegten Puppen dargestellt. Auf Knopfdruck ertönen Musik und ein Erzähltext. Nach fast dreißig Jahren gibt es für Hans ein Wiedersehen mit Hänschens Freunden: Der Gänsemagd, dem Froschkönig, Rosenrot, Schneewittchen nebst Zwergen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Szenario verströmt naiven 60er-Jahre-Rummelplatz-Charme. Eine Wirtschaftswunder-Oase im Reiz-Trommelfeuer des Medienzeitalters. Manche Attraktionen wie Rumpelstilzchen oder Rapunzel erwachen erst auf Zuruf zum Leben. „Hier rufen, Rapunzel lass dein Haar herunter“, steht auf dem Schild. Schnell finden wir heraus, dass es nicht auf den Wortlaut ankommt. Ein gewöhnliches „Hallo“ funktioniert genauso wie beliebige Laute oder schlüpfrige Anrufe. Eine eintreffende Kindergartengruppe verhindert weitere „Dirty-Talk“-Experimente mit Rapunzel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Verzehr vorzüglicher bergischer Waffeln mit Kirschen und Sahne vom Märchen-Service, dazu ein im Zeitalter der Erlebnisgastronomie ausgestorben geglaubtes Kännchen Kaffee, mahnt die rotbackige Waffelbäckerin Wilhelmine Kreber – die einstige Prinzessin, Sie erinnern sich: „Ihr kommt doch gleich noch zu den Wasserspielen“. „Wasserspiele? Öh, ja sicher.“ Einer solch guten Fee des Waffeleisens kann man doch nichts abschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punkt 15 Uhr, Gebrüder Grimm Gedächtnishalle: Zu den Klängen von Donauwalzer und Tschaikowskys Dornröschen öffnet sich der blaue Vorhang. Zu sehen gibt es laut Programm die „vieldimensionale Inspirations-Show aus Tanzenden Fontänen, magischen Licht-Farben und bezaubernder sphärischer Musik.“ Wilhelmine bedient weiß beschürzt die Wasserorgel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das technische Wunderwerk von 1956 besteht aus einem Dutzend Gardena-Sprinklern. In den Augen des fernsehverwöhnten Stadtkindes mag die Beschreibung also märchenhafte Übertreibung des Jahrhunderts sein, dem Kutlurpessimisten aber nötigt sie Respekt ab. Wer sich so etwas traut, dem kann keine Innovation der Unterhaltungsindustrie mehr etwas anhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Augenblick, die Rückreise anzutreten, ist da. Zurück in den Medienalltag, die große Stadt, die Erwachsenenwelt. Einen kurzen Aufschub gibt es noch. Auf dem Parkplatz wartet die prächtige Fallada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der beitrag erschien in gekürzter Fassung in der Braunschweiger Zeitung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-4014190398281272393?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/4014190398281272393/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/06/magische-mannerfahrt-ins-marchenland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4014190398281272393'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4014190398281272393'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/06/magische-mannerfahrt-ins-marchenland.html' title='Magische Männerfahrt ins Märchenland'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-5061173073670257090</id><published>2011-05-30T23:45:00.000-07:00</published><updated>2011-06-19T02:14:46.642-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buchbesprechung'/><title type='text'>Schwere Kost: Dietmar Elflein hat ein dickes Buch über die musikalische Sprache des Heavy Metal geschrieben</title><content type='html'>Bsssssst...brrrrrrrz...wer hat nur wieder das Radio verstellt? Ssssssssd... ftftftfffft...“Rooooosamunde, schenk' mir dein Herz und sag jaaaaah...“...Brszbrsz...“Can you hear the drums Fernando?“...frzlfrzl...“Back in black, I hit the sack, I've been too long...“...ah, schon besser!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz gleich ob Schlager, Pop oder Rock, wer sagt uns eigentlich, dass wir auf der richtigen Welle liegen, wenn wir auf der Jagd nach unserer Lieblingsmusik am Sender-Suchknopf drehen? Schließlich kennt kein Cowboy jeden Country-Song, kein Freizeit-Travolta sämtliche Disco-Hits und kein Janker-Träger alle Melodien der Volksmusik. Trotzdem weiß nach wenigen Augenblicken jeder, wo er richtig hört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Klangsprache, mit der uns einzelne Stücke ihre Genrezugehörigkeit kundtun, erforscht der Braunschweiger Musik-Ethnologe Dietmar Elflein. Der 47-jährige lehrt populäre Musik am Seminar für Musik und Musikpädagogik der TU. In seinem Buch, „Schwermetallanalysen“, macht er sich an die Entschlüsselung eines besonders harten Zungenschlags: Heavy Metal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hip Hop, Hard Core, Techno, Indie Rock, jeder dieser Begriffe löst bei mir musikalische Assoziationen aus“, sagt Elflein. „Ich erwarte nahezu zwingend, dass ein Techno Track bestimmte rhythmische, harmonische und klangliche Qualitäten sowie einen spezifischen zeitlichen Ablauf hat. Diese Erwartungshorizonte und Kompositionsmodelle interessieren mich.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Akribisch hat Elflein Kompositionsstrategien, Strukturformen, Klangcharakteristika, Ensemblespiel und rhythmische Eigenheiten harter Rock-Musik untersucht. Als Forschungsgegenstand dienen ihm Bands, die das Genre geprägt haben. Grundlage sind  Hitlisten in Musik-Magazinen. Elflein arbeitet also mit Platten, die Leute, die auf Heavy Metal stehen, mit auf eine einsame Insel nähmen. Ausgewählt hat er sie an Hand von Hitlisten in Fach-Magazinen. Anders gesagt: Elflein hat diejenigen Platten ausgewertet, welche Leute, die auf Heavy Metal stehen, mit auf die einsame Insel nähmen. Dazu gehören insbesondere solche von Black Sabbath, Judas Priest, Iron Maiden, Metallica, Megadeth und Slayer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach tausenden Stunden Musikhören haben Elfleins Untersuchungen für Nicht-Metal-Adepten erstaunliches zutage gefördert: Die oft als dumpfe, Bier saufende Kopfschüttler in schlecht sitzenden Jeanswesten verschrieenen Metal-Fans sind musikalisch anspruchsvoller als Pop- oder Rockfans. Headbanger mögen keine konventionellen Vers-Chorus-Lied-Strukturen, präferieren eine größere Anzahl unterschiedlicher Riffs in einem Song und verlangen von ihren Helden eine virtuose Beherrschung ihrer Instrumente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„In der Metal-Szene herrscht eine rebellische Grundhaltung. Man fühlt sich von der Außenwelt – oft zu Recht – als abschätzig beurteilt, und will es eben anders machen, sich abgrenzen“, erklärt Elflein die metallische Befindlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf gut dreihundert Seiten liefert Elflein viele interessante Details, die er aus dem Traditionsstrom des Heavy-Metal gefischt hat: Die aus dem Blues abgleitete Reihenstruktur vieler Songs, die Entstehung des Power-Chords oder die Herausbildung und Stellenwert der in Tonlage und Klangfarbe oft extremen Singstimme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;En passant erklärt der Metalurge auch noch einige bandspezifische Schrullen: Die rhythmischen Feinheiten des „Iron-Maiden-Galopps“ etwa. Warum Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister recht hat, wenn er wie seit Jahrzehnten steif und fest behauptet seine Band spiele in Wahrheit klassischen Rock´n´Roll oder die Erfinder des langsam dahinfließenden Lava-Riffs, Black Sabbath, eine Vorliebe für den auch „Teufelsakkord“ genannten Tritonus hegten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die ultimative Heavy-Metal-Formel kann ich Ihnen trotzdem nicht an die Tafel malen“, bekennt der Metalurge. „Aber ich würde schon sagen, dass verzerrte Gitarren, eine Dominanz der Rhythmik über die Melodie und ein virtuoses Schlagzeug dazugehören.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Fan und Genre-Kenner bringt die Lektüre wenig neues, aber zahlreiche Aha-Erlebnisse. Vieles ist einem beim Musik-Hören schon selbst aufgefallen, in worte fasen konnte man es aber nie. Musik-Laien werden vor allem die vielen Notentranskriptionen kaum etwas sagen, dazwischen findet sich aber noch genügend unterhaltsam und verständlich aufbereitetes Material zur Ehrenrettung einer oft belächelten Stilrichtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit seinen „Schwermetallanalysen“ hat Elflein auch außerhalb der Metal-Gemeinde Interesse weckt. Und das nicht nur in den Feuilletons der großen Tageszeitungen: „Seit das Buch draußen ist, bekomme ich häufig Einladungen zu Chemie-Kongressen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-5061173073670257090?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/5061173073670257090/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/05/schwere-kost-dietmar-elflein-hat-ein.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5061173073670257090'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5061173073670257090'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/05/schwere-kost-dietmar-elflein-hat-ein.html' title='Schwere Kost: Dietmar Elflein hat ein dickes Buch über die musikalische Sprache des Heavy Metal geschrieben'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-8336367710796957144</id><published>2011-05-01T11:48:00.000-07:00</published><updated>2011-05-01T11:53:52.566-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Waltari'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='25.4.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Do.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Braunschweig'/><title type='text'>Stil-Wirrsal mit Waltari</title><content type='html'>Gäbe es eine Skala von eins bis zehn, die den Verschmelzungsgrad verschiedener Musik-Genres anzeigte, die Klänge von Waltari hätten den Wert elf. Bei ihrem Konzert in der Meier Music Hall bedient sich die Band nahezu aller denkbaren - sowie undenkbaren - Stile der Rockmusik. Die Finnen kombinieren (oder sollte man sagen bastardisieren?) Elemente von Metal, Rap, Dancefloor, Industrial, Rock, Rap und Pop, klassischer sowie progressiver Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der innovationsfreudigen 90er Jahre feierten Waltari mit diesem scheinbaren musikalischen Wirrsal, die sich bei genauerem Studium als Spiegel des Schellingschen Widerstreits zwischen apollinischem und dionysischem Prinzip, der Ordnung und dem rauschhaft alle Formen sprengenden Schöpfungsdrang, offenbart, regelmäßig Charts-Triumphe. Zu ihrer 25-Jahr-Tour kamen am Montag nur noch geschätzte 250 Anhänger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einerlei, in Stimmung gebracht werden die Anwesenden von Lord Bishop Rocks. Auch hier Crossover im Überfluss: Der schwarze Zwei-Meter-Hüne aus New York an der Gitarre liefert mit seinen zwei Mitstreitern eine eigentümliche Melange aus Heavy-Rock, Funk, Soul, nebst Politik, Drogen, Sex und Liebesbekundungen. Mit breitkrempigem bunten Hut und 70er-Zuhälterfummel legt er dabei einen ähnlich bizarren Bekleidungsstil wie Funk-Paradiesvogel Bootsy Collins an den Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Show von Waltari steht dagegen zunächst unter keinem guten Stern: Angefangen beim schepprigen Sound wird das Quintett von mannigfaltigen technischen Problemen heimgesucht. Mal geht der Bass von Frontmann Kärtsy Hatakka nicht, mal versagt der Sender von Gitarrist Jari Lehtinen seinen Dienst. Wir haben hier "Technical Ecstasy", sagt Hatakka in Anspielung auf das gleichnamige Black Sabbath Album - für viele das schlechteste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Band lässt sich nicht verdrießen, und spätestens beim poppig treibenden "Atmosfear" hat sie ihre Technik und auch das Publikum im Griff. Über üble Grindcore-Attacken ("Let's Get Crucified"), die Humppa genannte finnische Variante des Foxtrotts ("Piggy In The Middle") bis hin zu Kirmes-Techno ("So Fine!") geht die muntere Parforcejagd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt hüpft Lehtinen quietschfidel das Drumpodest rauf und runter, Keyboarder Janne Immonen nutzt den Trockeneis-Nebel, um "unauffällig" eine zu rauchen. So sind die Finnen. Ein Scheinwerferstrahl lässt Kärtsy Hatakkas Gesicht wie das des Comic-Schurken Two Face aussehen. Apoll und Dionys in einer Person. Als Rausschmeißer gibt es Madonnas Kieks-Hymne "Vogue". Das ist genau, was man von einer Metal-Band erwartet - aber nur, wenn sie Waltari heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Text erschien am 27.4. in der Braunschweiger Zeitung&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-8336367710796957144?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/8336367710796957144/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/05/stil-wirrsal-mit-waltari.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8336367710796957144'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8336367710796957144'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/05/stil-wirrsal-mit-waltari.html' title='Stil-Wirrsal mit Waltari'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2000092042794128703</id><published>2011-04-16T07:57:00.000-07:00</published><updated>2011-04-16T07:58:35.253-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bosse am 14.04. in der Meier Music Hall'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Braunschweig'/><title type='text'>Rock vom netten Mitbewohner</title><content type='html'>„Ich hab dich immer geliebt / aber eben auf ne' ruhige Art und Weise“, singt Bosse in seinem Song „Liebe ist leise“. Am Schluss heißt es da: „Liebe ist kein Rock'n'Roll“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Zeilen sagen viel aus über Axel Bosse. Der gebürtige Braunschweiger pflegt eine Art Wohngemeinschafts-Rock. Der ist zwar nicht gerade eindimensional, eckt aber auch nirgends an. Bosse ist – wie sagt man heute? – breit aufgestellt: In der seit Wochen ausverkauften Meier Music Hall drängen sich Indie-Mädchen in Leggins und Strickjacken genauso wie zum Sonntagskaffee bei den Eltern rausgeputzte Wirtschaftsingenieure.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher, es gibt Leute, die der Ansicht sind, respektabler Rock'n'Roll sei keiner – aber jetzt mal ehrlich: Wer will sich mit den Sexpistols dauerhaft eine Butze teilen? Bosse dagegen ist gleichsam der Typus Mitbewohner, der ständig zusammen kochen will. Manchmal nervt das – besonders wenn man gerade mehr Lust auf Dosenbier und schmutzige Filme hat –, aber dafür hört er zu, wenn mit der Freundin mal wieder Stress ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bosse weiß genau, wie er rüberkommt, und versucht gar nicht erst, einen auf coolen Hipster zu machen. Sein graues Schlabber-Shirt betont die schnell größer werdenden Schweißflecken, und als er sich von den überschwänglichen Publikumsreaktionen enthusiasmiert zu einem „Rockstar-Yeah“ hinreißen lässt, muss der Axel selber lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterschätzen sollte man den Künstler Bosse aber keineswegs. Zeilen wie „Ich stell alles in Frage / nur nicht ein Wort aus deinem Mund / Steh ich besoffen im Regen / bist du die Nachtapotheke“ sind so bestechend einfach wie schön. „Sommer lang“, vorgetragen im Duett mit Valeska Steiner von der Vorgruppe Boy, ist gar so ergreifend, dass es Augen-Inkontinenz auslöst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Übrige tut die klasse Band. Jenseits vom üblichen Indiepop-Einheitsbrei fahren die Musiker eine Vielzahl von rhythmischen und klanglichen Variationen von NDW über No Wave bis Soul auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Es muss nicht immer weh tun, um schön zu sein. Bosse berührt manchmal an komischen Stellen, aber er berührt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2000092042794128703?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2000092042794128703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/04/rock-vom-netten-mitbewohner.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2000092042794128703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2000092042794128703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/04/rock-vom-netten-mitbewohner.html' title='Rock vom netten Mitbewohner'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-1443893872097788107</id><published>2011-04-16T07:52:00.000-07:00</published><updated>2011-04-16T07:56:57.146-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='07.04'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='in Braunschweig'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert am'/><title type='text'>Schlager ist auch nur Heavy Metal</title><content type='html'>„Schenk mir einen Stern“, wünscht sich Schlagersängerin Andrea Berg in einem ihrer Lieder. Ich als Bewohner des Planet Rock, die Schuhe spitz, die Jacke aus Leder, die Trommelfelle gegerbt von Motörhead und Black Sabbath, bin da erstmal überfordert. Zwischen dem Bergschen Liebesuniversum und der Raumkapsel von Ziggy Stardust liegen schließlich Galaxien. Oder nicht?&lt;br /&gt;An der Absperrung vor der ausverkauften Volkswagen-Halle in Braunschweig stapeln sich leere Getränkebehälter. Ein von Festivals geläufiges Bild. Nur sind es hier Proseccöchen statt Bierdosen. Drinnen laufen Menschen mit blinkendem Kopfschmuck umher. Man kennt das von AC/DC-Konzerten, auch wenn es heute flokatibewehrte Hasenohren statt Teufelshörner sind. Der Altersdurchschnitt liegt zwanzig Jahre unter dem einer Rolling Stones-Show – die Frauen sind  nur ordentlicher nagezogen, vielleicht sogar hübscher.&lt;br /&gt;Plötzlich ein Glockenschlag, „Hells Bells“? Nein, nur der Saalgong. Das Licht verlischt, der Vorhang hebt sich. Die weiß gewandete Band spielt in einer Art orientalischem Palast-Ambiente, von der Decke schwebt im überdimensionalen Vogelkäfig eine Geigerin, in einer Nebelwolke entsteigt dem Boden des Laufstegs in der Hallenmitte: Andrea Berg. Kiss machens genauso.&lt;br /&gt;Die Haare rot, die Beine lang, ist die 45-Jährige im kurzen bunten Wickelkleid gewohnt sparsam gekleidet. Berg geht gleich in die vollen: Hits wie „Kilimandscharo“, „Die Gefühle haben Schweigepflicht“ und „Du hast mich tausendmal belogen“ bringen die Fans in Wallung.&lt;br /&gt;Richtig heiß wird es, als sie, nur in ein aus schmalen Lederkrawatten lose zusammengeschnürtes Nichts gehüllt, mit der Harley auf die Bühne fährt. Da kann der Erfinder des Motorrad-Effekts, Judas Priester Rob Halford, schon rein körperlich nicht mithalten. Textzeilen wie „Ein Tag mit dir im Paradies ist mir die Hölle wert“ erwachen da so richtig zum Leben.&lt;br /&gt;Ok, die ganz harte Tour fährt Andrea Berg nicht. Ihre Musiker stellt sie als „süße Schnuckelchen vor“, in den Ansagen ist viel von Liebe die Rede und auf Dauer nervt der ewig gleiche Discofox-Rhythmus. Irgendwie fehlt dem Schlager halt doch die rebellische Note. Obwohl, als im Jugendzimmer mal lautstark Frank Zanders „Oh Susi“ lief, forderte mein Vater, „mach den Mist leiser“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-1443893872097788107?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/1443893872097788107/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/04/schlager-ist-auch-nur-heavy-metal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1443893872097788107'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1443893872097788107'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/04/schlager-ist-auch-nur-heavy-metal.html' title='Schlager ist auch nur Heavy Metal'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2046416328509890370</id><published>2011-03-19T06:33:00.000-07:00</published><updated>2011-03-19T06:42:04.784-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Meier Music Hall'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='17.03.'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Braunschweig'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ovrkill und Destruction'/><title type='text'>Zerstörung nach Maß - Overkill und Destruction brutalisieren Braunschweig</title><content type='html'>„Wer war da, als wir das letzte hier gespielt haben“, ruft Destruction-Shouter „Schmier“ den Leuten in der Meier Music Hall zu. Sechs zeigen auf. Doch nicht mangelnde Popularität der Band ist Ursache des mageren Umfrageergebnisses: Das letzte Gastspiel der badischen Thrash-Veteranen datiert 1984.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von jugendlichem Ungestüm ist die gesamte Veranstaltung ohnehin nicht geprägt: Die als Anheizer fungierenden Metal-Belgier After All gründeten sich Mitte der 90-er Jahre und Heathen aus den USA zählen zu den Vorreitern der Frühachtziger Thrash-Offensive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals potenzierten Musiker beiderseits des Atlantiks die Energie des Punk mit der Wucht des Metal zu einer schwermetallischen Legierung, die beträchtliche Durchschlagskraft entwickelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu diesen Pionieren können sich auch erwähnter Schmier und seine Mitstreiter zählen. 1982 im südbadischen Weil am Rhein gegründet bilden Destruction gemeinsam mit den Ruhrpöttlern Kreator und Sodom seither das klassische deutsche Thrash-Dreigestirn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne zu Zögern belegen Destruction die Music Hall mit einem Teutonen-Thrash-Trommelfeuer erster Kategorie und bedrängen mit hämmernden Baden-Beats das hilflose Publikum. Rücksichtslos werden Hits der letzten drei Dekaden wie „Bestial Invasion“, „Thrash ´til Death“, „The Butcher Strikes Back“ oder „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ durchgepeitscht. Destruction haben sichtlich Freude an diesem Zerstörungswerk nach Maß. Enthusiasmiert verspricht Schmier spätestens in zwanzig Jahren „notfalls im Rollstuhl“ wiederzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommen wir zum Hauptprogrammpunkt des Abends, Overkill. Sie gehören zu den letzten Volkstribunen der einst vitalen Thrash-Bewegung. Anders als die arrivierten Metallica, Slayer, Anthrax und Megadeth, die mit der „Big Four“-Tour durch die Welt ziehen. Overkill selbst jedenfalls wirken quicklebendig. Allen voran Sanges-Derwisch Bobby „Blitz“ Ellsworth. Wild gestikulierend durchmisst der nimmermüde fast 52-Jährige sein Bühnenreich. Kein Gramm Fett trägt Ellsworth am Körper, dafür aber ein paar dezente Tätowierungen. Stimmlich ist er noch immer eine Zierde seiner Zunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie der Fahrtwind eines vorbeirasenden ICE reißen stürmisch vorgetragene Gassenhauer wie „Rotten to the Core“, „Welcome to the Gutter“, „Ironbound“ und der Evergreen „Fuck You“ mit. Zwischendurch gibt es immer wieder Ausflüge in Overkill-typische melodische Gefilde und eine warme Sounddusche des blind harmonierenden Gitarren-Duos Dave Linsk und Derek Tailer. Das vergessen selbst die sechs Aufrechten von 1984 die Bedrückungen des Alters. Overkill beweisen: Altmetall rostet doch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Kritik erschien am 19.03. in der Braunschweiger Zeitung&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2046416328509890370?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2046416328509890370/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/03/zerstorung-nach-ma.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2046416328509890370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2046416328509890370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/03/zerstorung-nach-ma.html' title='Zerstörung nach Maß - Overkill und Destruction brutalisieren Braunschweig'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3222269207884240166</id><published>2011-03-16T19:48:00.000-07:00</published><updated>2011-03-16T20:04:50.144-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kyuss'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='14.03.2010'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hamburg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Docks'/><title type='text'>Und dann brach das völlige Kyuss aus - Die wiedervereinigten Stoner-Rock-Pioniere feiern einenTriumph beim Tour-Auftakt in Hamburg</title><content type='html'>Bemäße sich die künstlerische Relevanz einer Band an Anzahl und Größe der im Publikum kursierenden Joints, wäre beim Tourstart von Kyuss Lives! im Hamburger Club Docks schon vor dem ersten Akkord klar gewesen, dass das ein ganz großer Abend wird. Immerhin handelt es sich bei den Kaliforniern um die ungekrönten Könige des sogenannten Stoner-Rock, wobei Teil eins dieses Kompositums nicht auf Steine verweist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zunächst: Rückblende oder, um in der Drogenmetaphorik zu bleiben, Flashback. Zwischen 1992 und 95 veröffentlichen vier Jungs aus Palm Desert, einer Art amerikanischer Entsprechung von Bad Salzuflen, drei Alben von Weltgeltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Einzigartigkeit der Musik von Josh Homme (Gitarre), John Garcia (Gesang), Nick Oliveri (Bass) und Brant Bjork (Schlagzeug) manifestiert sich dabei in einem bluesig-psychedelischen Etwas, das beim Zuhörer mittels repetitiver mit Wahwahs und Flangern unterlegter Gitarren-Riffs, skurriler Breaks und nicht zuletzt Garcias wildkatzenhafter Stimmleistung stark rauschhafte Ekstase-Effekte erzielt. Ähnliches kann die Nachwelt allenfalls noch bei technoiden Rave-Veranstalungen erleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Auflösung 1995 zerstreuen sich die Mitglieder in alle vier Winde. Am meisten macht Josh Homme mit seiner Band Queens of the Stone Age von sich reden. 2011 gehen mit Garcia, Oliveri und Bjork 75 Prozent der Urbesetzung als Kyuss Lives! wieder gemeinsam auf Europa-Tour.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit zurück zum Geschehen: Das rund 1200 Besucher fassende Docks ist zum bersten gefüllt. Eine oberflächliche Schätzung des Altersschnitts ergibt: Die meisten könnten das Original noch live erlebt haben. Etwaige Leichenschändungsdiskussionen ersticken Kyuss Lives! aber im Keim. Kaum legen Oliveri, Björk und Homme-Platzhalter Bruno Fevery – Homme selbst widerstand allem Wiedervereinigungswerben – los, recken sich unzählige Fäuste in die wabernden Rauchschwaden. Schon nach den ersten Takten brechen erste Rempeltänze aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kommt Er. Garcia, leicht übergewichtig, Pferdeschwanz, riesige Sonnenbrille, Goldkettchen, ganz in Schwarz, ein Urbild des Rockstars im reiferen Alter. Gesanglich hat der 42-Jährige aber nicht nachgelassen. Nur mit dem Heben einer Augenbraue wickelt er das Stoner-Volk um den fleischigen Finger. Viele worte sind da nicht mehr von Nöten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der sprichwörtlichen hanseatischen Zurückhaltung ist nichts zu merken. Unentwegt wirbeln selig lächelnde verschwitzte Gesichter im Soundinferno umeinander. Mit immer machtvolleren Rocksalven befeuern Kyuss Lives! die Tanzwut unentwegt. Nein, auf dieser Bühne sind keine Erbschleicher am Werk, sondern geniale Wiedergänger ihrer Selbst. Selten sind sie, solche Augenblicke der magischen Symbiose zwischen Musikern und den Adressaten ihrer Kunst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wehe Dir, Josh Homme! Da kann das Visions die Rettung des Rock`n`Roll durch Deine Projekte weiter beschwören. Während andere Magie treiben, spielst du den Zauberlehrling.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3222269207884240166?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3222269207884240166/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/03/und-dann-brachs-das-vollige-kyuss-aus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3222269207884240166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3222269207884240166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2011/03/und-dann-brachs-das-vollige-kyuss-aus.html' title='Und dann brach das völlige Kyuss aus - Die wiedervereinigten Stoner-Rock-Pioniere feiern einenTriumph beim Tour-Auftakt in Hamburg'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-6579546292855521357</id><published>2010-12-25T08:01:00.000-08:00</published><updated>2010-12-25T08:02:39.760-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Portrait'/><title type='text'>Lemmy zum 65sten</title><content type='html'>„Wenn Du lange genug am Fluß sitzt, siehst Du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeischwimmen“, lautet ein Chinesisches Sprichwort. Ian Fraser Kilmister, genannt Lemmy, ist zwar sicher kein Chinese, sondern Brite durch und durch, aber auf die Karriere des legendenumwobenen Frontmannes der berüchtigten Rock`n`Roll-Band Motörhead, der am 24. Dezember seinen 65 Geburtstag feierte, passt der Spruch bestimmt.&lt;br /&gt;„Uns gibt´s schon vier Jahre länger als das Dritte Reich“, sagte Lemmy 1991 von seiner Band. In allzu beengten Kategorien zu Denken, kann man dem Mann also nicht vorwerfen. Nun sind es schon 23. Im Jahr 35 „on the Road“ legen die Veteranen ein gelungenes zwanzigstes Album vor (The Wörld is Yours). Zeit, zu Fragen, wie zur Hölle es überhaupt so weit kommen konnte.&lt;br /&gt;Geboren wurde Kilmister 1945 als Kind mit abstehenden Ohren eines Feldkaplans der Royal Air Force und einer Bibliothekarin. Umstände, die prägend sein sollten. Eigen sind ihm bis heute eine unbändige Abneigung – der Vater ließ die Familie im Stich – gegen alles Religiöse und jedwede Heuchelei, ein unstillbares geschichtliches Interesse am zweiten Weltkrieg und eine große Liebe zu Büchern.&lt;br /&gt;Beflügelt von der Rock´n´Roll-Revolution der 50er erschloss sich Lemmy, wie er seit seinem zehnten Lebensjahr gerufen wird, bald weitere Interessensfelder: „Ich habe rausgefunden, dass man Frauen dazu bringen kann, ihre Klamotten auszuziehen, wenn man eine Gitarre hat. Und die Hüllen fallen sogar noch schneller, wenn man auf der Gitarre auch spielen kann.“&lt;br /&gt;Nachdem den Umgang mit beiden in diversen Bands verfeinert hatte, zog Lemmy Kilmister ins Swinging London der 60er Jahre. Dort jobbte er als Roadie für Jimi Hendrix, was seinen Horizont enorm erweiterte. Sowohl in musikalischer Hinsicht, als auch was den virtuosen Umgang mit Drogen angeht, einem Hobby, dem er bis ins hohe Alter fröhnen sollte. Die Hendrix-Crew, erinnert er sich in seiner Biographie „White Line Fever“, sei mitunter so high gewesen, dass man einige Mitglieder dabei Beobachten konnte, wie sie im Park mit den Bäumen sprachen. „Manchmal kam es sogar vor, dass die Bäume die Diskussion für sich entschieden“.&lt;br /&gt;Nach einem Zwischenspiel bei den verrückten Spacerockern Hawkwind („Silvermachine“), gründete Lemmy 1975 Motörhead. Ein Powertrio wie die Experience oder Cream. Das stilistisch an die wütenden Polit-Rocker MC5 angelehnt sein sollte. Mit anderen Worten: „Lauter, schneller, rauer, arroganter, paranoider Speed-Freak-Rock´n´Roll.“&lt;br /&gt;Mit dieser Blaupause, flankiert von zwei Straßenkumpels, dem Speed-Dealer Philthy „Animal“ Taylor am Schlagzeug und einem Hippie namens „Fast“ Eddie Clark an der Gitarre, stieg Lemmy zwischen 1977 und 1981 mit der Albumtrilogie Overkill, Bomber und dem opus magnum Ace Of Spades, noch gekrönt vom Nummer-1-Live-Album No Sleep ´till Hammersmith, zum Superstar auf.&lt;br /&gt;Danach konnte es nur in eine Richtung gehen - vorerst: „Was sollte man nach einem Livealbum, das es auf Nummer eins geschafft hatte, noch bringen? Wir waren am Arsch, augenblicklich.“ Es folgten zahlreiche Besetzungswechsel, unzählige Todsagungen durch die Presse – wie soll man auch eine Band über den grünen Klee loben, die von sich selbst behauptet, wenn sie neben an einziehe, stürbe dein Rasen? – und noch mehr Comebacks.&lt;br /&gt;Momentan ist es mal wieder so weit: Motörhead spielen in großen Hallen, der Dokumentarfilm “Lemmy: The Movie” feierte vor kurzem in Berlin Premiere (erscheint am 13. Januar auf DVD), selbst eine Sammlung der originellsten Sprüche des Heavy-Metal-Urgesteins, „Lemmy Talking“ (Schwarzkopf &amp; Schwarzkopf, 2010), kam heraus.&lt;br /&gt;Was hat es mit dem späten Erfolg auf sich? Gehen die Leute aus denselben Gründen zu einer Motörhead-Show, die sie auch in Dinosaurier-Ausstellungen treiben? Eine Mischung aus naturhistorischem Interesse und Sensationsgier? Oder liegt es daran, dass sich Lemmy um die Jeansjacke als Kulturphänomen und das Fortbestehen der Weiße-Cowboystiefe-Industrie besonders verdient gemacht hat?&lt;br /&gt;Fest steht, dass Motörhead in ihrer Kompromisslosigkeit und ihrem unerschütterlichen Glauben an die Kraft der Rock´n´Roll-Musik der kleinste gemeinsame Nenner von Punkern, Rockern und Metal-Fans sind, also quasi Völkerverbindenden Charakter haben. Darin sind sie allenfalls AC/DC vergleichbar.&lt;br /&gt;Heute könne „niemand verstehen, wie schlimm es vor dem Rock´n´Roll war! Ich meine, bevor wir laute Musik hatten, gab es für uns nur Frank Sinatra, Lita Roza, Ronnie Carroll und Dickie Valentine“, sagt Lemmy. Diese albtraumhafte Erfahrung scheint für ihn der Antrieb zu sein, niemals aufzugeben.&lt;br /&gt;Somit ist dieses in Whiskey konservierte Denkmal des Hedonismus der einzig verbliebene Rock´n´Roller von echtem Schrot und Korn. Gut, es gibt noch Keith Richards, aber selbst dem Rolling Stone hat der Motörhead noch was voraus: Inspiriert von Berichten, der ähnlich feierfreudige Richards lasse regelmäßig sein Blut austauschen, habe er dies ebenfalls versuchen wollen, erzählt Lemmy. „Wir suchten also meinen Arzt auf und ließen mein Blut untersuchen. Als wir am nächsten Tag wiederkamen, sagte er mir: „was immer Sie tun, lassen Sie nicht ihr Blut austauschen – sauberes blut würde Sie umbringen!“ Mein Blut hatte sich in eine Art Bio-Suppe verwandelt – darin waren alle möglichen Spurenelemente zu finden.“&lt;br /&gt;Bleibt zu hoffen, dass die eigene Vorhersage des Rock´n´Roll Mutanten Lemmy, „ich spiele, bis ich siebzig bin. Dann falle ich tot von der Bühne“, nicht eintritt. Er lebe das Leben eines 25-Jährigen, es sei eben nur ein sehr ausgedehntes 25. Lebensjahr, sagte er mal sinngemäß. Stellen wir uns also einfach vor, dass er langsam auf die 30 zugeht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-6579546292855521357?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/6579546292855521357/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/12/lemmy-zum-65sten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6579546292855521357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6579546292855521357'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/12/lemmy-zum-65sten.html' title='Lemmy zum 65sten'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3676619611646758093</id><published>2010-12-20T04:33:00.000-08:00</published><updated>2010-12-20T05:04:33.129-08:00</updated><title type='text'>Saint bleibt Saint, wie er singt und kracht</title><content type='html'>Bei Alltagsrock-Benutzern wird der Name Saint Vitus kaum mehr als ein Schulterzucken auslösen, anderen wird vielleicht ein an Kiosken erhältlicher Kräuterbitter in den Sinn kommen. Doom-Aficionados hingegen, versetzt sein Klang in den Zustand höchster Verzückung. Allerdings scheint diese Unterart der Gattung Heavy-Metal-Fan in der Region Braunschweig vom Aussterben bedroht. Nur knapp zweihundert vorwiegend männliche stark behaarte Exemplare versammelten sich am Sonntag, 19. Dezember, in der Meier Music Hall, um dem Schutzheiligen des Tanzes zu Huldigen.&lt;br /&gt;Nun ist es für die 1979 in Los Angeles gegründete Band, die mit anderen wie Pentagram, Trouble oder The Obsessed zu den Vorreitern der zweiten Doom-Metal-Welle gehört – die erste bestand bekanntlich allein aus Black Sabbath, an deren düster schwerem schleppenden Sound sich diese Gruppen Anfang der 80er orientierten – nichts neues, mit Erfolglosigkeit geschlagen zu sein, ein wenig mehr Aufmerksamkeit wäre allerdings angemessen.&lt;br /&gt;Zurück zum Geschehen: The Graviators übernehmen den Part der Anheizer. Mit raffiniert monotonem Psychedelic-Rock gelingt es den Schweden im nu, das Publikum aus der winterlichen Apathie zu reißen. Sänger Niklas Sjöberg überzeugt mit starker ein wenig an Ozzy Osbourne erinnernder Stimme und typisch nordischer Trinkfestigkeit: 6 Bier kippt der Mann während des Auftritts und fungiert danach noch als Drumroadie für die Hauptband.&lt;br /&gt;Die Altmeister selbst beginnen hingegen etwas, ähem, schleppend. Die Band um Sänger Scott „Wino“ Weinrich, einem der unbesungensten Helden des Genres, das er neben Saint Vitus mit unzähligen anderen Bands wie The Obsessed, Spirit Caravan, Place of Skulls, The Hidden Hand, und zuletzt als Solokünstler sowie mit dem All-Star-Projekt Shrinebuilder geprägt hat, und Saitenhechser Dave Chandler, der mit Stirnband und Waldschratfrisur wirkt wie aus der Zeit gefallen, präsentiert sich spielerisch deutlich besser als auf der letztjährigen Tour. Das liegt vor allem an Chandlers offensichtlich wieder gewonnener geistiger und körperlicher Frische, als auch am neuen Trommler Henry Vasquez, der den zuletzt arg von gesundheitlichen Problemen gezeichneten und kürzlich verstorbenen Armando Acosta würdig vertritt. Trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Lustlosigkeit auf und vor der Bühne.&lt;br /&gt;Nach ein paar Songs gelingt es Saint Vitus aber schließlich, sich an den eigenen langen Haaren aus dem Sumpf der Depression zu ziehen. Wino reckt die tätowierten Fäuste gen Himmel und röhrt wie ein verwundeter Hirsch. Chandler wiegt wie im Fieber den Oberkörper und verfällt in seine typischen wahnhaft geschredderten Gitarrensoli. Selbst dem stoischen Mark Adams am Bass entkommt ein Lächeln. Die Fans taumeln zunehmend im Veitstanz umher. Die Setlist ist unwiderstehlich. Sie glänzt mit selten gehörten Perlen aus den Tiefen des Backkatalogs. Sich in Zeitlupe heranwälzende Unheilshymnen wie „Mystic Lady“, „White Stallions“, „Look Bhind You“ oder gar „Saint Vitus Dance“ und natürlich der Evergreen "Born Too Late" lassen das Herz langsamer Schlagen. Gleich ganz aussetzen will es, als Saint Vitus einen neuen Song (!) ankündigen, der sich nahtlos zwischen die Großtaten vergangener Tage einfügt und obendrein auf einem neuen Album (!!) veröffentlicht werden soll. &lt;br /&gt;„Wir haben sechs oder sieben Songs zusammen“, erklärt Wino nach einem doch noch großartigen Konzert. „Wenn alles glatt geht kann die Platte in der zweiten Jahreshälfte 2011 erscheinen.“ Die Probleme mit Chandler, die 1991 zum Split führten, seien schon vor der ersten Reunion 2003 ausgeräumt worden, beteuert der Harley-Fan, der zuhause gerade an einer alten Shovel- und einer Panhead herumschraubt. „Aus irgendeinem Grund interessieren sich die Leute inzwischen wieder für Classic-Rock. Warum weiß ich nicht, vielleicht liegt´s am Internet, dass uns junge Fans wieder entdecken. Also macht eine Veröffentlichung Sinn. Trotzdem mache ich das nicht des Geldes wegen, sondern weil ich diese Musik liebe und den Menschen eine Freude machen will.“ Alles andere würde angesichts des gestrigen Publikumsinteresses ganz ofensichtlich auch überhaupt keinen Sinn machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Text erschien am 21.12.2010 in der Braunschweiger Zeitung&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3676619611646758093?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3676619611646758093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/12/saint-bleibt-saint-wie-er-singt-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3676619611646758093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3676619611646758093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/12/saint-bleibt-saint-wie-er-singt-und.html' title='Saint bleibt Saint, wie er singt und kracht'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-1965888986587897741</id><published>2010-12-13T02:42:00.000-08:00</published><updated>2010-12-13T02:54:02.057-08:00</updated><title type='text'>Metal-Messe mit Motörhead in Hannover</title><content type='html'>Sie sind laut, sie sind hart und sie bringen Geschenke: Motörhead, die legendäre Rock´n´Roll-Band, geht traditionell in der Vorweihnachtszeit auf Deutschland-Tour. Am Mittwoch, 1. Dezember, spielten sie in der AWD-Halle Hannover vor vollem Haus. Echte Motörheadbanger lassen sich von Lapalien wie Schneetreiben eben nicht abhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn die Gruppe ist so etwas wie die katholische Kirche des Hardrock: Der älteste institutionelle Hüter einer Weltanschauung. Hier die Musik, dort die Religion - die Übergänge sind fließend, die Parallelen offensichtlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenfällig ist nicht nur der Geburtstermin von Sänger und Oberhaupt Ian "Lemmy" Kilmister: Heiligabend. Analog auch die etwas anachronistische Organisationsstruktur als Power-Trio, dem als Trinität von Gitarre, Bass und Schlagzeug in den 60er Jahren populär gewordenen Bandformat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls entsprechend ist das für eine Rockband biblische Alter. Die aktuelle Platte The Wörld Is Yours ist Album Nummer 20, entstanden im 35. Bandjahr und veröffentlicht kurz vor Lemmys 65. Wiegenfest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch kein Grund zur Sorge: Der Mann in Schwarz, wie immer in Hemd, engen Jeans und Cowboystiefeln, kann seinen Schäfchen auch kurz vorm Rentenalter noch kräftig die Leviten lesen. Mit Verve eröffnen Hochwürden Lemmy und seine Messdiener, Gitarrist Philip Campbell (49) und Trommler Mikkey Dee (47) ihre 90-minütige Messe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Choräle werden keine gesungen: "We Are Motörhead" heißt selbstbewusst der erste Song, ein feurig galoppierendes Rockmustang aus der jüngeren Bandgeschichte. Die nimmt bei der Liedauswahl überhaupt erstaunlich großen Raum ein. Mit ganz neuen Titeln wie "Get Back In Line" und "I Know How To Die" - gern hätte man vom neuen, den herrlich räudigen Metal-Rock-Charme der Orgasmatron-Tage versprühenden Album mehr gehört - entstammt ein Drittel der Songs dem neuen Milemmyum, Verzeihung Millenium.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für manche Rock-Pharisäer ist das, als würde in der Sonntagsschule statt der guten alten Genesis plötzlich nur noch das jüngste Buch der Bibel, das Buch Daniel, gelesen. Doch wer will ewig den gleichen Sermon hören?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Noch mehr Abwechslung wäre gut gewesen. Zum Beispiel die kürzlich für Bierwerbung eingespielte Blues-Version des Evergreens Ace Of Spades. Aber vielleicht wäre das zu revolutionär für so eine altehrwürdige Institution, auch wenn sie Motörhead heißt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erschienen in der Braunschweiger Zeitung, 3. Dezember 2010, Kultur, Seite 16.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-1965888986587897741?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/1965888986587897741/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/12/metal-messe-mit-motorhead-in-hannover.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1965888986587897741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1965888986587897741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/12/metal-messe-mit-motorhead-in-hannover.html' title='Metal-Messe mit Motörhead in Hannover'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-9141515009188885317</id><published>2010-09-17T04:04:00.000-07:00</published><updated>2010-09-17T04:05:36.011-07:00</updated><title type='text'>Neues Substage Eröffnet</title><content type='html'>„Es roch nach Tot, Blut und Schwein“, schildert Matthias Würz seine Eindrücke von der ersten Begehung des Schlachthauses. Wo vor zwei Jahren noch Schweinehälften an Fleischerhaken aufgereiht hingen, hält der Architekt am Dienstag vor vierhundert Gästen seine Rede zur Eröffnung des neuen Musikclubs &lt;a href="http://www.substage.de"&gt;Substage&lt;/a&gt;. Dessen Wiedererstehung auf dem Gelände des Kreativparks Alter Schlachthof an der Durlacher Allee er nach dem Auszug aus der alten Unterführung am Ettlinger Tor mitgestaltet hat. „Damals habe ich nur gedacht, wie sollen wir je diesen bestialischen Gestank aus dem Gebäude kriegen“, sagt Würz. „Denn die Bausubstanz war buchstäblich blutgetränkt.“&lt;br /&gt;Heute erinnern nur noch einige weiße Fliesen an den Wänden im Innenraum des denkmalgeschützten Gebäudes an seinen ursprünglichen Zweck. Das Ambiente ähnelt in seinem Rohbaucharakter vielmehr dem unterirdischen Charme des alten Clubs. „Wir haben versucht so viel wie möglich von der Atmosphäre herüberzuretten“, sagt Geschäftsführer Gérald Rouvinez-Heymel. Das ist besser gelungen als Man erwarten konnte. Gäbe es auf der Bühne nicht Kopffreiheit für die Musiker, im Publikumsraum freie sicht für alle und eine Dreimal so lange Theke, ein Unterschied ließe sich kaum feststellen.&lt;br /&gt;Revolutionäre Neuerungen gibt es auch, sie finden sich aber eher im Verborgenen: Anheimelnde Garderoben mit Waschräumen für die Künstler - Allein die Sofagarnitur aus dem alten Backstagebereich hat aus Ersparnisgründen eine Schonfrist bekommen und müffelt in einer Ecke selbstzufrieden vor sich hin - und wohlriechende Toiletten mit Handtrocknern von so futuristischem Design, dass sie erst nach eingehender Untersuchung als solche zu erkennen sind, für die Besucher.&lt;br /&gt;Tausend Konzertgänger kann die neue Spielstätte aufnehmen, dreihundert mehr als zuvor. Am musikalischen Konzept wollen die Macher dennoch nichts ändern. „Wir werden ein Indie- und Rockschuppen mit Metaleinschlag bleiben“, verspricht Vivien Avena, zuständig für Künstlerengagements und Pressearbeit. „Der Unterschied besteht eigentlich nur darin, dass wir für größere Konzerte, wie das von Subway to Sally am Samstag, nicht mehr in eine fremde Halle ausweichen müssen.“ „Auch die Konzerte mit bewährten Stammkünstlern wie Hendrix-Imitator Randy Hansen oder die Ü-30 Party, wird es weiter geben“, ergänzt Rouvinez Heymel.&lt;br /&gt;Ganz sorgenfrei sind die Substage-Macher aber auch am neuen Standort nicht. „Der Unterhalt wird natürlich teurer sein als im alten Club“, erklärt Tontechniker und Vorstand Andreas Schorpp. So seien zum Beispiel die Heizkosten eine bisher unkalkulierbare Größe. Heute aber herrscht bei allen Beteiligten Freude und Stolz auf das Erreichte. Zwei Millionen Euro hat der Umbau gekostet, den Löwenanteil schoss die Stadt Karlsruhe zu. Zusätzlich haben die Substageler aber 5000 Arbeitsstunden in ihr neues Heim investiert. „Von der Thekenkraft bis zu den Sicherheitsleuten haben alle auf dem Bau mit angebackt“, erzählt Schorpp. „Ich bin einfach nur froh, heute hier zu sein und niemand bohrt“, sagt Heymel. „Jetzt gibt es endlich Musik!” Selbst Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich ließ sich von der allgeminen Hochstimmung infizieren. Ungeahnte Coolness bewies er während seiner Eröffnungsrede, als er seine Zukunftswünsche für das neue Substage in das Neil Young Zitat kleidete: „Rock N' Roll Will Never Die".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-9141515009188885317?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/9141515009188885317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/09/neues-substage-eroffnet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9141515009188885317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9141515009188885317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/09/neues-substage-eroffnet.html' title='Neues Substage Eröffnet'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-5293073035472334737</id><published>2010-09-03T10:02:00.000-07:00</published><updated>2010-09-03T10:03:19.790-07:00</updated><title type='text'>Gisbert zu Knypphausen im Nexus Braunschweig</title><content type='html'>Mehr als zweihundert Meter vor dem Braunschweiger Nexus stehen die Fahrräder schon  dicht gedrängt entlang der Frankfurter Straße. Auf der Rampe vor dem Club warten die Menschen wie gequetschte Trauben – Einlass nur nach Voranmeldung. Auch drinnen an der Bar und im Raum mit der Bühne ist es brechend voll. Erwartet wird der Auftritt von Gisbert zu Knyphausen, neuer Stern am wolkenverhangenen Himmel der deutschen Liedermacher.&lt;br /&gt;Bevor sich der Freiherr – voller Name: Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen – selbst herbei lässt, schickt er seinen Kumpel Moritz Krämer, seines Zeichens junger Songwriter aus Berlin, vor. Krämer, mit Pilzfrisur und von schmächtiger Gestalt, hält beim singen den Kopf so schief, dass man fürchtet, er könne ihm jeden Moment von den schultern kullern, gehört eher zu den sanften Vertretern seiner Profession. Seine Lieder gehen im allgemeinen Gemurmel und Bierdunst unter. Es wundert nicht, dass ein eigens für ihn geschriebenes Theaterstück den Titel „Night of the Nerds“ (Frei übersetzt: Die Nacht der Sonderlinge“) trägt. Erhebt er doch mal seine Stimme, ist erstaunliches zu hören: „Er betrank sich zwei Wochen aus schmutzigen Pfützen, blieb reglos liegen, ohne sich vor Katzen zu schützen“, singt Krämer. Scheint Mumm in den Knochen zu haben, der Junge.&lt;br /&gt;Dennoch, Knypphausen ist ein ganz anderes Kaliber. Mit angemessen verlebtem Gesicht gibt der 31-Jährige überzeugend den leidenschaftlichen Künstler aus verarmtem Adel: „Ich bin kriegsgeil und will zuseh´n, wie der Laden explodiert“, verkündet er, während seine recht heftig musizierende Band in wummernden Psychedelic-Rock verfällt. Da beschlagen den hübschen blonden Indie-Mädchen die modisch-dicken Hornbrillengläser.&lt;br /&gt;„Eine steile Karriere im Musikbusiness, dass ist eh´ nicht meins“, relativiert er im nächsten Lied , als sei ihm die Verehrung dann doch etwas unangenehm. Er weiß, es kann schnell wieder vorbei sein, mit der ganzen Herrlichkeit: „Das Leben haut dir eine rein. Und du trinkst und lachst und kackst und schon ist es vorbei.“&lt;br /&gt;Wie zur Rückversicherung hat Knypphausen die Endlichkeit des Seins in der eigenen Band stets vor Augen. Frenzy Suhr - bis 1984 Gitarrist in der Hildesheimer Band 110 – am Bass, sieht man seine 53-Jahre nicht an. „Was spielt da nur für ein alter Mann mit“, fragt die Nachbarin leicht pikiert.&lt;br /&gt;Den Freiherrn fechten Äußerlichkeiten nicht an. Er ist den wirklich wichtigen Dingen des Lebens auf der Spur: „Den ganzen Unsinn werd' ich nie verstehen. Da hilft nur Einatmen und Vorwärtsgehen“, rät er im Lied Sommertag. Nur in welche Richtung soll sich die desorientierte Jugend, die in schweißgesäuerten Spielorten enthusiasmiert an seinen Lippen hängt wenden?&lt;br /&gt;„Und alles, was mir dann noch übrig bleibt: Ein bisschen Zweisamkeit als Zeitvertreib. Das bisschen Herzschmerz, das bisschen Herzschmerz tut doch gar nicht weh.“ Das hört sich schwer nach den Rezepten der 68er an. Nur sind die mit ihrem grenzenlosem Hedonismus auf Dauer ja auch nicht glücklich geworden. Der Künstler bleibt im Ungefähren „Ich bin ein Freund von Klischees, und Elbfähren, und dich mag ich sehr, sehr gern.“ Aber er lässt die Hoffnung nicht fahren. „Durch den Hafen wehen wir. Zwei Blatt recyceltes Papier. Ja, wir werden uns wieder füllen. Mit all den prächtigen Farben.“&lt;br /&gt;Die Menge ist begeistert. Vielleicht suchte sie nur Unterhaltung statt Wahrheiten. Wahrhaftigkeit zumindest war geboten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-5293073035472334737?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/5293073035472334737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/09/gisbert-zu-knypphausen-im-nexus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5293073035472334737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5293073035472334737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/09/gisbert-zu-knypphausen-im-nexus.html' title='Gisbert zu Knypphausen im Nexus Braunschweig'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-7595324771470918704</id><published>2010-08-31T09:56:00.000-07:00</published><updated>2010-08-31T10:05:25.872-07:00</updated><title type='text'>Stille bedeutet Tod, dann sind Sepultura quicklebendig</title><content type='html'>"Silence means death", Stille bedeutet Tod, lautet eine Textzeile aus "Refuse/Resist". Der Song stammt vom Album "Chaos A.D.", dem mittleren in einer Reihe von dreien, mit der die Thrasher Sepultura zwischen 1991 und 1996 die Rockwelt revolutionierten.&lt;br /&gt;"Refuse/Resist" stimmen die Brasilianer schon kurz nach Beginn ihres Auftritts  in Braunschweig an. Laut und heftig wie Schläge prasseln die Akkorde auf die gut 400 Fans in der Meier Music Hall. Energisch stürzen sich die Brasilianer in den Kampf. Es gibt keinen Zweifel am Ausgang: Sieg durch K.o.&lt;br /&gt;Fronthüne Derreck Greene lässt im Jahr 25 der Sepultura-Saga keine Fragen mehr offen, wer der Chef im Ring ist. Müsste sich der schwarze Riese mit den meterlangen Dreadlocks nicht von je her am charismatischen Vorgänger und entthronten Champion Max Cavalera messen lassen, er gehörte unbestritten zur Spitze seiner Zunft. So auch der agile Kesseltreiber Jean Dolabella, der den 2006 abgewanderten Schlagzeuger und Cavalera-Bruder Igor mehr als würdig ersetzt.&lt;br /&gt;Kurz gesagt: Sepultura sind "fighting-fit". Und obwohl neben Hits wie "Arise", "Troops of Doom", "Territory" und "Ratamahatta" noch jede Menge Evergreens aus der kommerziellen Hochphase gespielt werden, ist die Band weit davon entfernt, lediglich eine Best-Of-Show zu veranstalten.&lt;br /&gt;Der Abend gerät vielmehr zur Stilkunde: Bot "Arise" von 1991 noch lupenreinen Aggro-Stahl, kamen bei "Chaos A.D." brasilianische Klänge dazu. "Roots Bloody Roots" perfektionierte die Melange aus Metal und Weltmusik. &lt;br /&gt;Mit "Roots" waren Sepultura 1996 endgültig zur erfolgreichsten brasilianischen Band der Rockgeschichte aufgestiegen. Trotzdem zerstritt sich die Mehrheit mit Sänger Max Cavalera. Der gründete daraufhin die Tribal-Hardcore-Band Soulfly, während sich der Rest um Gitarrist Andreas Kisser mit Ex-Türsteher Derreck Green hinter dem Mikro wieder den Wurzeln zuwandte: Thrash-Metal.&lt;br /&gt;Seitdem schrumpfen ganz offensichtlich Spielorte und CD-Verkäufe, aber leiser, nein leiser werden Sepultura nicht. Die 400 Fans danken es der Band und gehen bei neuem Material genauso enthusiastisch mit wie bei Obskuritäten aus der Frühphase. Ja, Stille bedeutet Tod, aber bei Sepultura besteht kein Anlass zur Sorge.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-7595324771470918704?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/7595324771470918704/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/08/stille-bedeutet-tod-dann-sind-sepultura.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7595324771470918704'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7595324771470918704'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/08/stille-bedeutet-tod-dann-sind-sepultura.html' title='Stille bedeutet Tod, dann sind Sepultura quicklebendig'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-1447958718646020293</id><published>2010-06-09T02:07:00.000-07:00</published><updated>2010-06-09T02:14:53.440-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kongress'/><title type='text'>"Metal Matters" - Ein kulturwissenschaftliches Symposium zur Metal-Kultur an der HBK-Braunschweig</title><content type='html'>„Heavy Mäddel, nix im Schäddel“. Mit diesem Spruch versuchten die Poppergören in meiner Klasse Ende der 80er regelmäßig mich auf die Palme zu bringen. Heute wissen wir: Der Metal ist eine Wissenschaft für sich.  Joey DeMaio, der (Quer)Kopf von Manowar, hat einen Doktortitel in Musical Arts, Brian May von Queen einen solchen in Astrophysik und Bands aus den progressiveren Sphären des Genres wie Rush oder Dream Theater sind durchaus in der Lage einen Song am musiktheoretischen Reisbrett zu entwerfen.  &lt;br /&gt;Dennoch: Würde in einer Erhebung  die Frage gestellt, „was verbinden Sie mit dem Begriff ‚Heavy Metal’“, rangierten die Antworten „Aggression“, „übermäßigen Bierkonsum“, „Lärm“ oder gar „den Teufel“ sicherlich weit vor der Einschätzung „bedeutendes kulturelles Phänomen“.&lt;br /&gt;Zu Unrecht: Beim Kongress „Metal Matters – Heavy Metal als Kultur und Welt“ am Institut für Medienforschung der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) dis-kutierten von Donnerstag, 3. Juni, bis Samstag, 5.Juni, mehr als hundert Teilnehmer über das Thema Metal und seine Bedeutung. &lt;br /&gt;Die Heavy-Metal- Kultur in all ihren Nuancen und Ausprägungen werde häufig nicht nur von Eltern und Erziehern als verstörend, ja schädlich wahrgenommen, sondern  darüber hinaus von Wissenschaft und Kulturpolitik für bedeutungslos gehalten, meinen die Or-ganisatoren Professor Rolf F. Nohr  von der HBK und Herbert Schwaab von der Uni Regensburg – beide während der 80er im Metal sozialisiert. „Es wird jede Menge Populärkulturforschung betrieben, in der oft auf den politischen Hintergrund von Jugendbewegungen abgestellt wird. Da es den beim Heavy-Metal nicht gibt, wird der oft als stumpf abgetan und links liegengelassen“, sagt Nohr. „Dabei haben wir es hier mit einem kulturellen Phänomen zu tun, dass sich schon über drei Generationen gehalten hat. Das muss beguckt werden.“&lt;br /&gt;Das von Nohr identifizierte Klischee, beim Heavy-Metal sei „kulturwissenschaftlich nix zu holen“, wurde zweifelsfrei widerlegt: 20 Wissenschaftler aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz referierten – vor einer genreüblichen Wand aus Marshall-Verstärkern –  zu Fankultur, Ästhetik, Ökonomie und Politik des Heavy-Metal. Julia Eckel sprach über die „textile Identifizierbarkeit“ von Metal-Anhängern durch die typischen mit Bandaufnähern gespickten „Kutten“ genannten Jeans-Jacken und Band-Shirts, in de-ren Ikonographie archaisch-vormoderne und Science-Fiction-Welten verschmelzen. Christian Krumm, Holger Schmenk und Franz Horváth beleuchteten die Entstehung bedeutender regionaler Metal-Szenen im Ruhrgebiet oder Ungarn während der 80er Jahre. Tobias Winnerling stellte die verbindlichen formalen Codes für Bewohner des Metal-Universums vor.&lt;br /&gt;Wie frisch und Unverbraucht der Metal auch im ungefähr 42sten Jahr nach seiner Entstehung noch ist – Je nach dem, ob man das 1968er Album von Blue Cheer „Vincebus Erupttum“  oder das Black Sabbath-Debut von 1970 mit ihrem bis dato in nie gehörter Wucht und Lautstärke vorgetragenem Amalgam aus Blues- und Psychedelic-Rock  als erstes Lebenszeichen werten will – zwischen Harz und Heide ist, zeigte das Rahmenprogramm: Am Freitag spielten die Braunschweiger Bands Damn und Headshot in einer Innenstadt-Bar absolut erstligatauglichen Thrash- und Death-Metal. Eine Ausstellung in der HBK präsentierte Fanportraits von Stefanie Krause. Johannes Giering machte mit seinen Bildern die Stimmung auf Metal-Festivals erfahrbar und Frank Tobian zeigte Live-Fotos von Musikern.&lt;br /&gt;„Wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden“, sagt Herbert Schwaab. „Es waren nicht nur Wissenschaftler da, die ausdrücklich über Heavy-Metal arbeiten, sondern auch sol-che, die die Gelegenheit genutzt haben, sich endlich einmal wissenschaftlich mit ihrer Lieblingsmusik auseinanderzusetzen. Auch die Resonanz aus der Szene war gut.“ Quod erat demonstrandum: Metal matters.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-1447958718646020293?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/1447958718646020293/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/06/metal-matters.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1447958718646020293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1447958718646020293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/06/metal-matters.html' title='&quot;Metal Matters&quot; - Ein kulturwissenschaftliches Symposium zur Metal-Kultur an der HBK-Braunschweig'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-581759696702359811</id><published>2010-06-02T03:25:00.000-07:00</published><updated>2010-06-06T03:38:59.331-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live Review'/><title type='text'>Kiss, 31.5., O2 World Hamburg</title><content type='html'>Das ist der Traum jedes Rockjournalisten: Noch einmal das berauschende Gefühl der musikalischen Defloration erleben. Noch einmal im Plattenladen stehen und über Kopfhörer die ersten Tackte Rock N´Roll hören. Noch einmal den magischen Moment der ersten Liveshow erleben, wenn die Saallichter aus- und die Scheinwerfer angehen, und zu wissen: Das ist mein Ding.&lt;br /&gt;Ein Zug, der vor zwanzig Jahren abgefahren ist, lässt sich nur schwer einhohlen. Deshalb folgende Versuchsanordnung: Ein Rock-Novize wird den genannten noch unbekannten Reizen ausgesetzt und seine Reaktion studiert. Und welche Band wäre für dieses Experiment besser geeignet als die Meister des beidseitigen Kerzeanzündens: Kiss. &lt;br /&gt;Proband ist eine Zeitungskollegin, diplomierte Kulturwissenschaftlerin und kunstbeflissen. Des öfteren nahm sie mich schon mit zu kulturellen Veranstaltungen, zuletzt Geschlossene Gesellschaft von Sartre — als Tanztheater. In der O2 World Hamburg spielt bei Ankunft gerade die Vorband Five and The Red One. Die fünf Ulmer zocken ansprechenden frühneunziger Alternativerock, wirken dabei aber so harmlos wie Gymnasiasten auf dem Raucherhof. Urteil der Kollegin: „Die Bühnenperformance ja lustig.“ Das Todesurteil für jede Rockband.&lt;br /&gt;Schluss mit Lustig ist, als Kiss um kurz vor neun loslegen. Der riesige schwarze Vorhang mit dem Bandlogo fällt. In gleißendem Licht schweben Gene Simmons, Tommy Thayer und Paul Stanley vor glitzerndem Strass und schimmernden Nieten starrend, die Gesichter wie Samurai-Dämonen geschminkt, gitarrespielend mittels Hydraulik über Eric Singers Schlagzeug hinweg auf die riesige Bühne. Die Kollegin schaut ungläubig-fasziniert. &lt;br /&gt;Schon beim vierten Song „Firehouse zieht Simmons seine Feuerspucknummer ab. Eine rote Stichflamme stößt aus seinem Rachen. „Besser als Tanztheater, oder?“ „Anders, aber auch gut“, lautet die Antwort. &lt;br /&gt;Unwissenheit beugt Enttäuschungen vor: Beim faustharten „Deuce“ wird der schneidende Gitarrensound von Urgitarrist Ace Frehley schmerzlich vermisst — obwohl Thayer der bessere Musiker ist. Die Kollegin vermisst gar nichts: „Ace wer?“ Im Gegensatz zum Nachbarn stört sie sich auch nicht am AC/DC-T-Shirt eines jungen Konzertbesuchers – noch vor zwanzig Jahren wäre dieser Fauxpas eine sichere Methode gewesen, sich zwei blaue Augen einzufangen, aber dieser Zug ist…, ach sie wissen schon. Auch als Eric Singer es wagt "Beth", den Erkennungsson seines Vorgängers Peter Criss, anzustimmen, empört sie sich nicht.&lt;br /&gt;Aber auch als Kiss das erste mal seit der Hot In The Shades Tour 1990 – es war die letzte mit Schlagzeuger Eric „The Fox“ Carr – „Lick it Up“ anstimmen ist sie nur bedingt bewegt. &lt;br /&gt;Die Kollegin interessiert sich weit mehr für Sänger Paul Stanley (58), der sich unermüdlich mit den Händen durchs auftoupierte schwarze Haar fährt, die Lippen schürzt und sich in Obszöne Posen wirft - Stanley verfügt vermutlich über ähnlich viele Variationen mit dem Po zu wackeln, wie die Eskimos über Worte für Schnee. „Unverschämt, aber freundlich und sehr selbstbewusst“, lautet das weibliche Urteil. Besondere Freude kommt gegen Ende des Konzerts auf, als Stanley mit einer Seilbahn auf eine kleine runde Bühne in der Hallenmitte fährt – „Hihi, guck mal, die dreht sich auch noch“ – und „I Was Made For Lovin’ You“ singt: „Das kenne ich sogar“. Als Stanley über unsere Köpfe zurückfliegt, treffen ihn einige Bierbecher. Sie prallen ein seiner behaarten, noch immer muskulösen Brust ab. Stanley ballt die Faust und eine weitere Salve Böller geht hoch. Schon komisch was manche Frauen so unter Freundlichkeit verstehen. Beim Konfettiregen zum Rausschmeißer „Rock And Roll All Nite“ kommt gar Rührung auf: „Oh wie schön“, sagt sie, während Papierschnipsel wie Rosenblätter vom Himmel auf ihr schweißglänzendes Gesicht herabregnen. Sie strahlt: „Das war suuuuper.“ Defloration abgeschlossen, Experiment geglückt. &lt;br /&gt;Die nächste Eskalationsstufe werden am 4. Juli die Brutalo-Death-Metaler Deicide in der Meier Music Hall sein. Mal schauen was die Kollegin dazu sagt. Aber zunächst steht „Die Möwe“ von Tschechow inszeniert von Jürgen Gossch auf dem kulturellen Austauschplan. Mal gucken ob´s mir beim ersten Mal weh tut.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-581759696702359811?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/581759696702359811/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/06/kiss-315-o2-world-hamburg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/581759696702359811'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/581759696702359811'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/06/kiss-315-o2-world-hamburg.html' title='Kiss, 31.5., O2 World Hamburg'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2661027030201144641</id><published>2010-05-17T09:07:00.000-07:00</published><updated>2010-05-17T09:17:33.953-07:00</updated><title type='text'>Gott ist tot!</title><content type='html'>Gott ist tot. Auf der &lt;a href="http://http://www.ronniejamesdio.com/"&gt;Internetseite&lt;/a&gt; von Ronnie James Dio gibt seine Frau Wendy bekannt, dass der Rocksänger am frühen Sonntagmorgen um 7.45 Uhr an Krebs gestorben ist. Das ist unfassbar. Sein Tod macht nicht nur die Heavy-Metal-Fans dieser Welt zu Waisen, er rührt an die Grundfesten dieser Musik. Denn Dio, der als Sänger von Rockgiganten wie Rainbow (1974-78), Black Sabbath (1978-81) und als Solokünstler Legendenstatus erreichte und die gehörnte Faust als Markenzeichen etablierte - auch wenn Gene Simmons von Kiss das stets geleugnet hat -, war nicht nur so etwas wie die Vaterfigur dieser Bewegung, er war die Verkörperung des Metal. Und wie kann der Metal selbst sterben? Wie kann ein Mann sterben, über den der kanadische Garage-Blues-Rocker Danko Jones einmal gesagt hat, er singe, als habe er nicht nur zwei sondern drei Eier? Wie kann ein Mann sterben, der trotz einer Körpergröße von knapp über eins sechzig alles in den Schatten stellte – mit der Stimme eines Riesen? Er kann es nicht. Er wird weiterleben in seiner Musik und in den Herzen all jener, die ihn einmal gehört, erlebt oder persönlich getroffen haben. &lt;br /&gt;Im August 2004 hatte ich dieses Privileg. Dio spielte im Substage, einem kleinen Club in Karlsruhe, um seine Kariere stand es damals nicht zum besten. Vor dem Konzert gab er mir für die dortige Lokalzeitung ein Interview im Hotel, das sich nach kurzer Zeit zu einem fröhlichen Plausch entwickelte. Ich erinnerte daran, dass er fast auf den Tag genau zwanzig Jahre zuvor beim Monsters of Rock im Karlsruher Wildparkstadion aufgetreten war. Vor 45 000 Zuschauern spielten damals außerdem Mötley Crüe, Accept, Gary Moore, Ozzy Osbourne, Van Halen und AC/DC. Aufgrund der Ausschreitungen nach dem Konzert, unter anderem wurde der Legende nach eine Straßenbahn aus den Gleisen gehoben, wurden Rockkonzerte für Jahre von den Stadtvätern verbannt. Dio geriet sofort ins Schwärmen: „Das war toll, eine solche Besetzung würdest du für ein Festival heute gar nicht mehr zusammen bekommen. Im Partyzelt hinter der Bühne, gab es eine riesen Schlägerei.“ Zum Tourmanager gewandt: „Und war das nicht der Tag als Ozzy Osbourne diesem Typ im Schlaf die Augenbrauen abrasiert hat?“ „Nein,“ antwortete er lachend, „er hat es nur versucht.“ Von Verbitterung darüber, dass seine großen Erfolge vergangen waren, war bei Dio keine Spur. Auf die Frage, was ihn nach so vielen Jahren motiviere auf die Bühne zu gehen, sagte er: „Finanziell hätte ich mich schon seit langem zur Ruhe setzen können. Aber was soll ich Zuhause herumsitzen? Ich habe nicht gelernt, Fernseher zu reparieren, sondern vor Leuten zu singen. Das ist, was ich tue. Abends spielte er vor einem ausrastenden Publikum das beste Konzert, dass ich in diesem Club jemals gesehen habe. Danach lud er mich und meine Freundin Backstage auf ein paar Bier ein und bedankte sich sehr freundlich, dass sie ihre Brüste entblößt hatte, „das hat schon lange niemand mehr gemacht.“ Irgendwann entschwand er mit einem Lächeln und nach oben gereckter „Mano Cornuto“. Zuletzt war Ronnie James Dio mit den unter dem Namen Heaven and Hell wiedervereinigten Black Sabbath sehr erfolgreich, nun ist er für immer gegangen. Er wurde 67 Jahre alt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naxhtrag: Am Samstag war ich wieder im Substage, ich spielte einen Gig mit meiner alten Band &lt;a href="http://www.thestarfuckers.net"&gt;The Starfuckers &lt;/a&gt;, um dem alten Substage, das in neue Räumlichkeiten zieht, die letzte Ehre zu erweisen. Natürlich wurde danach kräftig gefeiert und ich kam Nachhause, als es schon hell wurde, da lag Ronnie James Dio gerade im sterben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2661027030201144641?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2661027030201144641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/05/gott-ist-tot.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2661027030201144641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2661027030201144641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/05/gott-ist-tot.html' title='Gott ist tot!'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-632329630628562418</id><published>2010-05-13T05:57:00.000-07:00</published><updated>2010-05-13T06:08:19.004-07:00</updated><title type='text'>New Starfuckers Record</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.thestarfuckers.net"&gt;The Starfuckers&lt;/a&gt; haben in den Archiven gestöbert und sind fündig geworden. Die zwölf bisher unveröffntlichten Studioaufnahmen und nie live gespielten Perlen gibt es bei der großen Reunion-Show auf der Closing-Party  unseres geliebten &lt;a href="http://www.substage.de/www/index1.html"&gt;Substage&lt;/a&gt; am Samstag, 15.4., in Karlsruhe zu kaufen. Also seid besser am Start. Über vierhundert Karten sind schon verkauft, also bestellt euch lieber welche &lt;a href="http://www2.reservix.de/off/login_check.php?id=c6ec16e8cf3cd5077514ebef590a1f7692dc87896ae87fe17514ebef590a1f76cb761c6e25d0db5a&amp;vID=3778&amp;eventGrpID=34626&amp;eventID=128840"&gt;online&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-632329630628562418?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/632329630628562418/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/05/new-starfuckers-record.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/632329630628562418'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/632329630628562418'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/05/new-starfuckers-record.html' title='New Starfuckers Record'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3386276220125116182</id><published>2010-05-10T10:28:00.001-07:00</published><updated>2010-05-10T10:28:47.860-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ankündigung'/><title type='text'>The Starfuckers Reunion Show</title><content type='html'>The Starfuckers are back, „Back in Bed“. &lt;br /&gt;Nach fast fünf Jahren auf dem Rock N´ Roller-Altenteil haben sich Karlsruhes berüchtigtste Söhne noch einmal in originaler Urbesetzung zusammengefunden. &lt;br /&gt;Und  warum das? &lt;br /&gt;Wollen Buddy Lotion (Vox), J.J.Joy (Git.), Ray rock (Git.), Colonel Wuttge (Bass) und Pete Bull (Drums) etwa ihr eigenes Andenken besudeln?  &lt;br /&gt;„Quatsch, wir wollen dem Substage den Todesstoß versetzen, also ich meine, ihm die letzte Ehre erweisen“, verkündet Pete Bull gewohnt bescheiden. &lt;br /&gt;„Der Wahre Grund ist, dass wir darauf hoffen, hinterher die Bar leer saufen zu dürfen. So macht man das doch in Kneipen die zumachen, oder?“, sagt  Buddy Lotion. &lt;br /&gt;Hat man also um einer Flasche Schnaps Willen alle musikalischen und sexuellen Differenzen überwunden? &lt;br /&gt;„Die hat es nie gegeben,“ behauptet Ray Rock. „Wir haben uns nur getrennt, damit wir eine Reunion durchziehen können, so was machen nur die ganz Großen, wie Black Sabbath.“ Werden The Starfuckers denn an ihre alte Größe anknüpfen können ? &lt;br /&gt;Buddy Lotion ganz sicher: „Ich habe ein Penis-Enlargement durchführen lassen, deswegen passt auch leider mein rosa Leopardenanzug nicht mehr.“ &lt;br /&gt;„An Rays Größe hat sich nichts geändert, er ist noch immer der Einzige in der Band, der mehr trinken kann als er wiegt“, sagt Pete. „Bei mir hat sich ebenfalls nicht viel geändert. Außer vielleicht, dass ich nicht mehr so schnell spielen kann. Aber es ist wie beim Sex, Geschwindigkeit ist nicht alles, Größe und Kraft zählen mehr.“ „Und unser Colonel, sagt wie immer nichts und zieht an seinem großen Zigarillo“, sagt Buddy. Und J.J.? „J.J. ist noch nicht aus seiner Kur zurück, aber er hat versprochen, ab April zu den Proben zu erscheinen. Er war schon immer ein ganz Großer; und groß wird auch die Show!“, versprechen The Starfuckers. Also auf zu den alten Hymnen wie: „Live My Style“, „Playgirl 666“, „Dreamwoman“, und – „I wanna Fuck“. Yeah!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3386276220125116182?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3386276220125116182/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/05/starfuckers-reunion-show.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3386276220125116182'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3386276220125116182'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/05/starfuckers-reunion-show.html' title='The Starfuckers Reunion Show'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-7262651178331037607</id><published>2010-04-26T02:59:00.000-07:00</published><updated>2010-04-26T03:04:16.645-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vortrag'/><title type='text'>Vortrag zur History von KA-Rockcity</title><content type='html'>Karlsruhe ist eine junge Stadt, aber geschichtsträchtig, rockgeschichtsträchtig. Mit den amerikanischen Besatzern kam auch die Rock’n’Roll-Rebellion in die biedere badische Beamtenmetropole. Erste Bands entstanden und tingelten durch die Armeeclubs. Das war der Beginn von sechzig aufregenden Musik-Jahren. Sechzig Jahre in denen sich Heiko Räther und der Autor sich bestens auskennen. Ersterer hat die Szene seit den späten 60ern als DJ in den Karlsruher Clubs geprägt und hält locker den lokalen Konzertbesuchsrekord, letzterer beschäftigt sich schon Lange mit der Geschichte der Karlsruher Rockszene und hat sie journalistisch begleitet und aufgearbeitet.  Die beiden Experten führen launig und beredt durch die Karlsruher „Rockhistory“, spielen Songs, plaudern aus dem Nähkästchen und haben sich außerdem interessante Gesprächspartner eingeladen: Unter anderen werden als „Zeitzeugen“ dabei sein: Rudi Metzler, Horst Meinzer (Prussic Acid, Poseidon) und Werner Kühn (Prisma), mi 28.4., 20Uhr, Jubez, Karlsruhe&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-7262651178331037607?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/7262651178331037607/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/04/vortrag-zur-history-von-ka-rockcity.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7262651178331037607'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7262651178331037607'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/04/vortrag-zur-history-von-ka-rockcity.html' title='Vortrag zur History von KA-Rockcity'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-1914422250338271978</id><published>2010-03-28T08:38:00.000-07:00</published><updated>2010-03-28T08:40:05.151-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live/Record-Review'/><title type='text'>The Twang</title><content type='html'>A Guide To Modern Country Living, heißt die neue Platte von The Twang. Am Samstag stellte die Braunschweiger Country und Western-Formation ihre CD im Kulturzentrum Brunsviga vor. Schon fünfhundert Meter vor dem Club staksten die ersten Hutträger auf ihren – scheinbar selten getragenen – Cowboystiefeln umher, vor dem Eingang herrschte ein Gedränge wie beim Viehtrieb in Abilene.&lt;br /&gt;Es ist das vierte Album der Country und Western-Formation, aufgenommen an so abenteuerlichen Orten wie Houston und Austin in Texas. Den letzten Schliff bekam es in den legendären, durch finanzielle Schieflage des Plattenkonzerns EMI mittlerweile vom Verkauf bedrohten,  Londoner Abbey Road Studios. Wie kommt eine Combo aus der Region zu so einer internationalen Produktion? „Wir sind finanziell nicht von der Musik abhängig“, erklärt Sänger Hank Twang, „deshalb zahlen wir uns keine Gagen aus, sondern erfüllen uns lieber solche musikalischen Träume.“ Um diese Unabhängigkeit zu bewahren hat das Sextett seine Karriere bewusst auf dem Level Halb-Profi eingefroren: „Wir hatten zwei Angebote von großen Major-Plattenfirmen, die haben wir abgelehnt.“ Wie viel Erfolg mit dem „Countryfizieren“ populärer Songs möglich ist, haben Chartstürmer wie die Hamburger Texas Lightening, mit Comedy-Star Olli Dittrich am Schlagzeug, oder Boss Hoss aus Berlin gezeigt. Hank sieht es gelassen:  „Wir waren die Ersten, die so was gemacht haben, und wie ich das sehe, werden wir auch die letzten sein.“&lt;br /&gt;Könnte durchaus so kommen, denn an Ideen für irre Adaptionen, wie auf der neuen CD nachzuhören ist, herrscht bei The Twang kein Mangel: Kim Wildes „Kids in America“ präsentieren sie als Western Swing, wie ihn Leute wie Wayne "The Train" Hancock heute spielen, die Dire Straits Schmonzette „Brothers in Arms“ als treibenden Rockabilly. Originell auch die Idee, „A Whiter Shade Of Pale“ von Procol Harum mit Ennio Morricones Jill-Thema aus dem Once Upon a Time in the West-Soundtrack zu kombinieren oder die Trucker-Version des Songs „Rehab“. Auch wenn man Hank Twang das ironische Selbstportrait der Skandal- und Drogennudel Amy Winehouse mit seinem Berti Vogts-Charme nicht so recht abnehmen will. Manchmal kann solch ungezügelter Eklektizismus auch zu Missverständnissen führen. So hatten The Twang für ihre Version von „I kissed A Girl“ der Popsängerin Katy Perry den Lap Steel-Gitarristen Herb Remington im Studio. Stutzig machte den Texaner die Textzeile, „I kissed a Girl and I liked it, I hope my Boyfriend don´t mind it“.  „Wer von euch Typen hat diesen Song geschrieben?“, fragte der 82-Jährige verblüfft. &lt;br /&gt;Getrost als Ausfälle bezeichnen kann man „Breaking The Law“, Evergreen der mächtigen Judas Priest, und Monster Magnet´s Powerhit „Spacelord“ sowie Ralph Siegels Ballermann-Smasher „Genghis Khan“. The Twang sind am stärksten, wenn es schmalzig wird. Genial Terry Jacks´ Schmachtfetzen „Seasons In The Sun“ im Walzertakt oder Lionoel Richies Tränendrüsenstimulans „Hello“, basierend auf „Wish You Were Here“ von Pink Floyd. Sogar richtig berühren können die Braunschweiger, mit „Heroes“ von David Bowie.&lt;br /&gt;Zurück zum Konzert: Zunächst machte Johnny Falstaff die Leute heiß. Mit der Instrumentalabteilung von The Twang im Rücken zog der waschechte Texaner mit Strohhut und buschigem Backenbart eine Rockabilly Show erster Kajüte ab. Höhepunkt: eine Hochgeschwindigkeits-Version von Hank Williams Juniors  „Big Mamou“, an deren Ende Falstaffs Geigenbogen nur noch in traurigen Fetzen hing; Killer.&lt;br /&gt;Nach diesem Feuerwerk hatten es die Hausherren in ihren Western-Anzügen, wie vom Cowboy-Versand Sheplers, nicht leicht. Erschwerend hinzu kam das Publikum, vornehmlich im gesetzteren Alter, eher Tom Astor als Hank Williams III. Böse Blicke erntete, wer zwischendurch mal Bier holen ging, obschon im Saal nicht gerade Enge herrschte. „Habt ihr es dann bald“, ermahnte ein ungefähr zwei Meter fünfzig großer Anzugträger, der sich soeben genau im Blickfeld platziert hatte – ausgerechnet - mich und meinen Bekannten. Gespräche während der Musik sind in Rock-Clubs heutzutage offenbar wider die Etikette, genauso wie Rauchen auf Open-Air-Konzerten. Trotzdem, The Twang gaben nicht auf und nach spätestens einer Stunde hatten sie die Menge im Griff. Spielfreude und eine gute Songauswahl sind eben durch nichts zu ersetzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-1914422250338271978?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/1914422250338271978/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/03/twang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1914422250338271978'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1914422250338271978'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/03/twang.html' title='The Twang'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-6919540695826716050</id><published>2010-01-30T05:18:00.000-08:00</published><updated>2010-01-30T05:20:28.899-08:00</updated><title type='text'>Die Neue von Shy Guy At The Show</title><content type='html'>Shy Guy At The Show sind einfach anders. Nichts an dieser Band ist gewöhnlich, nichts fantasielos, nichts langweilig. Bei der Verpackung fängt es an: „The Birth Of Doubt“ steht auf dem schwarzen Karton von der Größe eines Taschenbuchs, drinnen liegt ein Heft, ein Comic. Die Seiten sind in Schwarz-Weiß gehalten, die Bilder verstörend und von kühler Ästhetik. Es scheint um einen Engel zu gehen, der dem Himmel den Rücken kehrt, um sich den Menschen zuzuwenden. Erst darunter die CD, vom Cover hält der Engel dem Betrachter einen angebissenen Apfel entgegen, ein Verweis auf den Sündenfall. Riecht nach Konzeptalbum! Und tatsächlich: Jedem Song ist statt Text ein erklärender Strip zugeordnet. Ein gelungener Einfall. Doch nun zur Musik: In gewohnter Manier vereinen SGATS düsteren Goth-Rock mit Indie- und Elektroelementen. Insgesamt ist Birth Of Doubt härter und gradliniger als seine Vorgänger, aber in seiner klanglichen Opulenz und Vielfalt auch irgendwie barocker. Die Spannweite reicht von progressivem Wahnsinn (“The Birth Of Doubt”, “Your Church Is Grotesque”), über Sisters-Of-Mercy-Rocker („Paris Is In Flames“, „House Of Elsewhere“), Industrial-Stampfer (“Beverly Hills”), bis zu orientalischen Klängen („The Dance“) und schließlich ganz leisen Tönen („Meditation“, bei dem Sebastian Emlings tiefe Stimme nur von Klavier umspielt wird). Ein großartiges Album, das ihr hier&lt;a href="http://www.sgats.de"&gt;&lt;/a&gt; bestellen könnt. (mex)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-6919540695826716050?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/6919540695826716050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/01/die-neue-von-shy-guy-at-show.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6919540695826716050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6919540695826716050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/01/die-neue-von-shy-guy-at-show.html' title='Die Neue von Shy Guy At The Show'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2562340175930591027</id><published>2010-01-16T08:10:00.000-08:00</published><updated>2010-01-16T08:15:21.779-08:00</updated><title type='text'>Record Release: Shy Guy At The Show</title><content type='html'>Einigen ist sicher aufgefallen, dass ich den Blog in letzter zeit nicht mehr in der gewohnten Regelmäßigkeit aktualisiert habe. Das liegt daran, dass es mich beruflich nach Braunschweig verschlagen hat. Die thematischen Schwerpunkte werden sich also zwangsläufig ein wenig verschieben - keine Angst, es wird auch in Zukunft mehr als Nur Berichte über Such A Surge geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seid sie 2006 das erste Mal auf dem Karlsruher  „New Bands Festival“ in Erscheinung traten, sind &lt;a href="http://www.sgats.de"&gt;Shy Guy At The Show&lt;/a&gt; die etwas andere Band aus der Südpfalz (Die Bandmitglieder stammen aus Lustadt, Leimersheim, Hördt und Rheinzabern, geprobt wird in Wörth)– nicht umsonst verweist schon ihre Namensgebung auf das Thema Desintegration. Irgendwie verstörend und doch faszinierend, seltsam beängstigend und doch mitreißend sind diese Außenseiter, die Musik für Absinthtrinker spielen, aber trotzdem jedes Bierzelt zum beben bringen können, wenn sie nur wollen. Musikalisch sind SGATS zwar bei weitem nicht die einzigen, die sich auf Vorbilder wie Sisters of Mercy, Depeche Mode und Joy Division, oder auch bahnbrechende deutsche Bands wie Kraftwerk und Camouflage berufen, aber Welche andere Band käme heute auf die Idee, ein Konzeptalbum aufzunehmen, dessen wahnwitzige Geschichte eines namenlosen Engels, der dem Paradies den Rücken kehrt, um von den Menschen die Kunst des Zweifelns zu erlernen, auf Goethes Prometheus aufbaut? Welche andere Band käme darüber hinaus auf die Idee, diesem, statt Texten, einen 50-seitigen Comicband beizulegen, in dem sie die tragischen Helden dieser Saga selbst darstellt? Und welche andere Band stellte in Zeiten von DSDS und Atzen-Musik bitte Podcasts zu Cormac Mc Carthy, Herman Melville und Edgar Allan Poe ins Internet, wenn sie nach ihren literarischen Einflüssen gefragt wird? „Die Musik ist ja nur ein potentieller Weg, sich ein komplexes Konzept, wie das von ‚The Birth Of Doubt’ zu erschließen“, sagt Sebastian Emling, Sänger und künstlerischer Vordenker des multimedialen Mammutprojekts. „Besonders reizvoll und fordernd an der Produktion war zweifellos die multidirektionale Herangehensweise. Literatur spielte dabei neben Fotografie und Filmkunst(letzte Arbeiten mit einer preisgekrönten holländischen Filmcrew am Musikvideo wurden erst kürzlich abgeschlossen, Verf.)  eine ebenso große Rolle als Inspirationsquelle, wie die Orientierung an bestimmten musikalischen Vorbildern. So wird der Comic auch auf der CD enthalten sein, blättert man ihn virtuell durch, werden gleichzeitig die betreffenden Songtextpassagen als Spoken Word eingespielt.“&lt;br /&gt;Über ein Jahr haben die Arbeiten an The Birth of Doubt gedauert, jetzt stellen SGATS das Ergebnis ihrer Forschungsreise in außermusikalische Sphären endlich vor. „Das vergangene Jahr hat uns künstlerisch, körperlich und vor allem auch finanziell nahezu alles abverlangt. Doch wir sind mehr als stolz auf unser Werk und brennen darauf, es endlich, endlich live vor ein leibhaftiges Publikum zu bringen,“ sagt Emling mit einem erwartungsfrohen Funkeln in den Augen. Am Samstag, 23.1., um 20Uhr, im Karlsruher Club Die Stadtmitte wird es soweit sein. Als besondere Gäste mit dabei sind Tones Of Home aus Schweden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2562340175930591027?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2562340175930591027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/01/record-release-shy-guy-at-show.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2562340175930591027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2562340175930591027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2010/01/record-release-shy-guy-at-show.html' title='Record Release: Shy Guy At The Show'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-9162683157772593003</id><published>2009-12-06T07:29:00.000-08:00</published><updated>2009-12-06T07:31:31.962-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>Postrock? Nein Danke! Isis im Substage</title><content type='html'>Schon mal in einer Band gespielt? Dann ist die Situation bekannt: Man verschanzt sich mit den Kollegen im Übungskeller, stülpt ein paar Pilz, raucht vielleicht ein paar Riesenjogis oder bringt sich sonst wie in Wallung. Dann wird gejamt. Es reiht sich Riff an Riff, der Rhythmussektion gelingen aus dem Nichts die vertracktesten Breaks und Tempowechsel, der Leadgitarrist gerät mehr und mehr in Ekstase und der Sänger überrascht, sich in Verzückung windend, mit nie gehörten, irgendwie geheimnisvoll indianisch anmutenden, Ethnogesängen. Nach gut drei durchgespielten Stunden sinken alle erschöpft aber glücklich aufs durchgesessene Proberaumsofa und fühlen sich wie die Grateful Dead nach ihren sagenumwobenen Konzerten vor den Pyramiden von Gizeh 1978. Das war bestimmt das Beste, was der Teufel seit Robert Johnson Musikern eingegeben hat und zum Glück ist die ganze Zeit das Tape mitgelaufen! Die Ernüchterung folgt nach der Ausnüchterung: Das Tape wird mit versammelter Mannschaft abgehört. In hypnotischen Endlosschleifen quillt fader Soundbrei aus den Boxen. Nach fünfzehnmaliger Wiederholung wird so ziemlich jeder Gitarrenlauf eintönig, der Schlagzeuger zeigt zwar einige vielversprechende Ansätze, die durch ewiges darauf herumreiten aber auch nicht origineller werden, die Keyboardsounds sind bestenfalls skurril zu nennen und der Gesang wirkt vor dem ganzen Tohuwabohu einfach nur noch unstrukturiert. Enttäuschung pur, das Tape wird mit aller Einverständnis gelöscht.&lt;br /&gt;Isis sind offenbar den entgegengesetzten Weg gegangen und haben ihre Proberaum-Jam-Tapes auswendig gelernt. Eine beachtliche Fleißarbeit, die auf Platte ihre Wirkung auch durchaus nicht verfehlt. Live drängt sich, wie am Freitag im Substage zu besichtigen war, allerdings der Verdacht auf, der Hype um die Mannen um Rauschebart Aaron Turner (Vox/Git) entspringe der Neigung mancher Popkritiker, jeden Mangel an Zugänglichkeit zur Kunst, jede verkorkste Schwurbelei zur Originalität und fehlenden Unterhaltungswert zur Tiefsinnigkeit zu erheben. Wenn das Postrock ist, möge Rock nie enden. Bald kommen KISS, Gott sei Dank!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-9162683157772593003?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/9162683157772593003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/12/postrock-nein-danke-isis-im-substage.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9162683157772593003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9162683157772593003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/12/postrock-nein-danke-isis-im-substage.html' title='Postrock? Nein Danke! Isis im Substage'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3797161300482535219</id><published>2009-12-02T09:34:00.000-08:00</published><updated>2009-12-02T09:37:18.151-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>Der Wahnsinn hat ein Gesicht: Knucklebone Oscar</title><content type='html'>Ich dachte immer für mich gäbe es im Rock N´Roll nichts neues mehr. Doch weit gefehlt, so was wie &lt;a href="http://www.myspace.com/knuckleboneoscar"&gt;Knucklebone Oscar&lt;/a&gt; letzten Freitag in der Alten Hackerei habe ich noch nie gesehen: Sperrte man eine Horde Affen fünfzehn Jahre in einen abgedunkelten Raum, fütterte sie nur mit Whiskeymaische und Leopardenhoden, beschallte sie Tag und Nacht mit Chuck Berry, Ike Turner &amp; the Kings of Rhythm, Motörhead und den Meteors und gäbe ihnen zum Spielen Musikinstrumente statt Autoreifen in die Pfoten, würde vermutlich ganz was ähnliches dabei herauskommen – und ich verwette meine Cowboystiefelsammlung, dass es genauso war. Jedenfalls ist Knucklebone schon seit mindestens 1993 aktiv, selbst einem – mäßig rasierten – Affen gar nicht unähnlich (laut Bandinfo streitet er das auch keineswegs ab) und seine drei Kollegen wirken ebenfalls nicht gerade Vertrauen erweckend – ich wage mal die Prognose, dass sie diese Band noch in den 80ern geteert und gefedert aus der Stadt gesagt hätten, zumindest in Bayern. Musikalisch bewegt sich das ganze wie angedeutet zwischen 60s-Soul, Garage Punk und Rockabilly - soweit so unspektakulär -,  aber was diese Bande finnischer Yetis für´n Feuer im Arsch hat, da wird einen um den Fortbestand der Polkappen Angst und Bang. Vorne auf der Bühne, oder hinten im Publikum, von Barhocker zu Barhocker hüpfend, oder auf dem Tresen thronend, ob mit den Fingern, mit der Zunge, mit dem Hemd, mit dem Arsch oder zugereichten Bierflaschen, Knucklebone ist überall und nirgends und spielt mit allem alles auf der Gitarre - so und nicht anders muss es gewesen sein, als "Acca Dacca" noch die Schwulenclubs von Sidney zum Kochen brachten. Als Vergleich fällt mir da eigentlich nur noch Michael „Olga“ Algar von den Toy Dolls ein, das ist auch so ein Irrer. Songtitel wie „Rockabilly Messiah“, „Bantam Fight“ oder „Boogie Bedouin“ vom aktuellen Hitalbum Back From The Jungle (Rookie Records) sagen ein Übriges. Ich bin bedient, restlos!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3797161300482535219?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3797161300482535219/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/12/der-wahnsinn-hat-ein-gesicht.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3797161300482535219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3797161300482535219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/12/der-wahnsinn-hat-ein-gesicht.html' title='Der Wahnsinn hat ein Gesicht: Knucklebone Oscar'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-7325394745521651096</id><published>2009-11-28T08:20:00.000-08:00</published><updated>2009-11-28T08:21:09.367-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live Review'/><title type='text'>Risiko und Rock N´Roll: Clutch im Substage</title><content type='html'>Kamchatka kannte ich bisher nur aus dem Strategiespiel Risiko, bei dem es gilt die Weltherrschaft zu erringen - beim Risiko spielen ist es ziemlich gut, wenn man das Land Kamchatka hat, denn dann man von Ostasien, quasi „hintenrum“, Nordamerika angreifen. Am Donnerstag konnte man lernen, dass es auch eine Band mit diesem Namen gibt. Warum die allerdings so heißt, ist schleierhaft, aber es gibt eine Theorie: Mit ihrer wilden Mischung aus Blues, Jazzrock und Psychodelic klingen Kamchatka so amerikanisch wie nur was. Um so überraschender, dass diese drei Hippies aus dem schwedischen Kaff Varberg kommen. Nun kann man beim Risiko Nordamerika auch von Skandinavien her angreifen, aber vielleicht wollten die Musiker ihrer US-Affinität bei der Namensgebung auf möglichst subtile Art Ausdruck verleihen. Leute die viel kiffen haben ja des öfteren assoziativ äußerst verschlungene Gedankengänge und wie sagte mein Stehnachbar: „Wenn die mehr Erfolg hätten, wären sie bestimmt alle auf Heroin.“ Das kann noch werden, denn Kamchatka sind eine wirklich großartige Band und wer 2009 „Whipping Post“ von der Allman Brothers Band covert, hat sich die Weltherrschaft redlich verdient – da musste auch Clutch-Drummer Jean-Paul Gaster zustimmen und stieg am zweiten Schlagzeug ein, fett!&lt;br /&gt;Zwei Schießbuden fuhren auch Kylesa auf, verliehen ihrem hypnotischen irgendwo zwischen Pentagram, Fu Manchu und Baroness angesiedelten Sludge-Sound, dadurch aber eine arg metallische Note. Ansonsten machten sich Gitarristin Laura Pleasants und ihr männliches Pendant Phillip Cope, die sich den Gesang teilten, insbesondere um die Pflege des Halleffekts verdient. Nach den Filigrangroovern Kamchatka keine Steigerung. &lt;br /&gt;Nach ewig langer Umbaupause - die ganzen Schlagzeuge mussten schließlich verräumt werden –, endlich: Clutch. Mit dem Titel des aktuellen Langspielers, Strange Cousins From The West, ist über diese Band eigentlich schon alles gesagt. Ohne Instrumente würde diese „Jungs“ aus Germantown im beschaulichen US Bundesstaat Maryland kein Mensch ernst nehmen: Gitarrist Tim Sult ist ein introvertierter Moppel, den sie in der schule bestimmt schon immer gehänselt haben, Gaster sieht wirklich aus wie der Seltsame Cousin vom buckligen Teil der Verwandtschaft und an Basser Dan Maines kann man sich schon kurz nach dem Konzert nicht mehr erinnern. Sänger Neil Fallon schaut zwar auch nicht besser aus, kommt aber mit seinem Rauschebart und tiefliegenden Kohleaugen rüber wie ein fanatisierter Wildwestprediger aus dem vorletzten Jahrhundert. Doch was kann der Mann singen und was haben diese Kerle den Blues! Clutch waren eigentlich schon immer die Band für die Biertrinker unter den Stoner-Rock-Fans, weil viel stärker im Bluesrock verwurzelt als viele ihrer Genre-Kollegen. So muss man bei Neil Fallons Riffs eigentlich öfter an Deep Purple zu Stormbringer-Zeiten, als an Black Sabbath denken. Unentwegt schimmern auch die alten Meister aus Chicago durch. Und ist die Kupplung erst mal durchgetreten, lassen sich Clutch so schnell nicht mehr stoppen: Wie ein riesiger Truck auf einem Nachtschwarzen Highway wälzt sich dieses Ungetüm von einer Bandmaschinerie über einen Hinweg, dass eigentlich nur die Flucht bleibt. Doch man bleibt erstarrt wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und erwartet voller Faszination den tödlichen Biss.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-7325394745521651096?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/7325394745521651096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/risiko-und-rock-nroll-clutch-im.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7325394745521651096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7325394745521651096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/risiko-und-rock-nroll-clutch-im.html' title='Risiko und Rock N´Roll: Clutch im Substage'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-4598872529202606381</id><published>2009-11-26T04:28:00.000-08:00</published><updated>2009-11-26T04:35:18.023-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buchbesprechung'/><title type='text'>Frick goes Fantasy: Sardev, der Schatten des Friedens</title><content type='html'>Bloggerkollege &lt;a href="http://enpunkt.blogspot.com/"&gt;Klaus N. Frick&lt;/a&gt; dürfte den meisten als Verfasser der Geschichten um den Kleinstadtpunker Peter Pank, die regelmäßig im Ox-Magazin erscheinen und inzwischen zwei Bücher (Vielen Dank, Peter Pank und Chaos en France – Peter Pank in Avignon) füllen, bekannt sein. Jetzt aber fliegen statt Bierdosen die Fetzen, und zwar menschliche, denn mit „Sardev, der Schatten des Friedens“ (Basilisk), hat sich Sciencefiction-Fan Frick, der bei einem Rastatter Verlag die berühmte Weltraumabenteuerserie Perry Rhodan als Chefredakteur betreut, nun erstmals ins Fantasy-Genre vorgewagt. Der in Karlsruhe lebende Frick hält sich dabei nicht mit der Entwicklung etwa von Multiversen oder komplizierten Magie-Konzepten auf, sondern geht einen Weg, den schon die Erfinder des Spaghetti-Westerns, Sergio Leone mit „Für eine Hand voll Dollar“ und Sergio Corbucci mit „Django“, oder später Ridley Scott mit „Alien“ oder „Bladerunner“ erfolgreich beschritten: Er holt ein mit Kitsch und allerlei Tand überfrachtetes Sujet zurück auf die (schmutzige) Arbeitsebene. Seine Hauptfigur ist kein Held, sondern ein einsamer Verlierer, ein Ausgestoßener, der einen blutigen Job zu erledigen hat – hier ist es Sardevs Rache an dem Landesverräter Schorrn -, dessen Erfüllung ihm aber keinen Frieden bringen wird. Denn für einen professionellen Partisan, einen Freischärler wie diesen Sardev, bedeutet das Ende des Kampfes eben nicht verdiente Ruhe, sondern Abstieg in die Beschäftigungs-, ja Bedeutungslosigkeit – so erklärt sich auch der widersprüchlich anmutende Titel. Ein kleines, gradlinig geschriebenes, spannendes, manchmal brutales Buch. Eher geeignet für Freunde des ehrwürdigen Robert E. Howard (Conan), als für Freundinnen von Stephenie Meyer (Twilight).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-4598872529202606381?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/4598872529202606381/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/frick-goes-fantasy-sardev-der-schatten.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4598872529202606381'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4598872529202606381'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/frick-goes-fantasy-sardev-der-schatten.html' title='Frick goes Fantasy: Sardev, der Schatten des Friedens'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2737090362611641148</id><published>2009-11-24T06:13:00.000-08:00</published><updated>2009-11-25T02:27:23.020-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>New.Bands.Festival Karlsruhe: Das Finale</title><content type='html'>Nach einem langen Wettkampfjahr mit drei spannenden Vorrunden und einer aufregenden Zwischenrunde, ging das Karlsruher New-Bands-Festival vergangenen Samstag im Jubez endlich ins Finale – das vierte in Folge mit Pfälzer Beteiligung. Sechs Bands hatten sich bis hierher vorgekämpft, drei die Chance auf begehrenswerte Preise wie Auftritte bei „Das Fest“ eine CD- und eine Video-Produktion. Nach den bisher eher mittelmäßig besuchten Veranstaltungen konnten sich die Organisatoren diesmal auch über ein mit 400 Besuchern gut gefülltes Haus freuen. Beste Voraussetzungen also für einen stimmungsvollen Spieltag.&lt;br /&gt;Mit From All This Dreaming begann die zwar musikalisch schwächste Band des Abends, aber Sängerin Megan und ihre Jungs lieferten wie immer eine sehr engagierte Live Show – und wurden im Endeffekt mit dem Videopreis für die beste Performance belohnt. Full Spin dagegen können wirklich spielen und Frontfrau Steffi Spingies singen, klingen aber exakt wie Melissa Etheridge, was der Zielgruppe der unter 20-Jährigen allerdings schnuppe zu sein schien, da sie mit Spätachziger-Mädelsrock schon aus biologischen Gründen nix am Hut haben.  Auch sind die Songs des Trios auf Dauer etwas einförmig, dennoch verfügen Full Spin mit “Go Away” über einen echten Ohrwurm – und das ist mehr, als die meisten Bands heute im Repertoire haben. Die Folge: Ein respektabler dritter Platz und der Publikumssieg.&lt;br /&gt;Gegen die professionelle Spielfreude von Full Spin hatten es die beiden blutjungen Punkmädels Biestig natürlich etwas schwer. Für die Zwillinge Anne und Jule reichte es am Ende daher nur für den undankbaren, weil undotierten, vierten Platz. Trotzdem, kein Grund zur Trauer: Biestig hatten mit ihrer Charmanten Art, guten deutschen Texten und effektiven Punk Kurzattacken den mit Abstand größten Unterhaltungswert und haben mit etwas mehr instrumenteller Routine - oder Verstärkung – von allen angetretenen Bands mittelfristig sicher die größten Perspektiven erfolgreich zu sein. Auch Moneo legten sich mächtig ins Zeug, hatten aber nicht ausreichend originelles Songmaterial zu bieten. Ansonsten fielen die Bad Bergzaberner vor allem durch das Auftragen der Strickjacken ihrer Großväter auf und somit durchs Raster. &lt;br /&gt;Anders die Indie-Rocker Sonic Avalanche: Nicht nur wegen ständig verstimmter Gitarren - und trotz ihres teilweise stark an Dredg erinnernden Sound - konnten die Karlsruher mit einigen überraschenden musikalischen Wendungen aufwarten, die ihnen Dank des teilweise arg uninspirierten Songwritings der Konkurrenz am Ende den Sieg bescherten. Stark begannen auch The PuddnHeads und begeisterten mit an die frühen Rolling Stones erinnerndem Beat-Sound - erstaunlich für so junge Hunde – und Sänger Tobses sympathisch- lausbübischer Bühnenpräsenz. Leider schafften es die „Querköpfe“ noch nicht, dieses Konzept in letzter Konsequenz durchzuziehen und verloren sich nach hinten raus ein wenig im stilistischen Bermuda Dreieck zwischen Heavy-Metal, Punk und Poprock. Schade, denn bei etwas stärkerer Fokussierung aufs Wesentliche wäre sicher mehr als die zweite Stufe auf dem Siegertreppchen drin gewesen. Zum Ausklang gab es noch einen Kurzauftritt der Sieger von 2008, der Folk-Rock-Barden Perry O’Parson. Insgesamt ein musikalisch gutklassiges Finale, wenn auch im Vergleich zu den letzten paar Jahren weniger mitreißend.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2737090362611641148?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2737090362611641148/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/newbandsfestival-karlsruhe-das-final.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2737090362611641148'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2737090362611641148'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/newbandsfestival-karlsruhe-das-final.html' title='New.Bands.Festival Karlsruhe: Das Finale'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3306536258621849669</id><published>2009-11-06T07:42:00.000-08:00</published><updated>2009-11-19T06:46:01.878-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>Dem Grab entrinnt man nicht: Amorphis im Substage</title><content type='html'>„Stillstand ist Rückschritt und der erste Schritt zum Grab“, sagte einst der Unternehmer Reinhold Würth. Nun ist es sicherlich etwas unorthodox Konzertbesprechungen mit Industiellensprüchen einzuleiten, doch sofern der Künzelsauer „Schraubenkönig“ Recht hat, ist Esa Holopainen, Gitarrist und Annführer von Amorphis, das ewige Leben vergönnt. Denn Amorphis sind eine eigenartige Band. Im wahrsten Sinne des  Wortes in gewisser Hinsicht amorph, ja unfassbar. Mit ihrem eigentümlichen, epischen, irgendwie progressiven Gothik-Folk sind die Finnen, ähnlich wie Paradise Lost oder den aufgelösten Sentenced, ihren Death Metal Ursprüngen zwar seit langem entwachsen, so richtig Wurzeln geschlagen haben sie aber seither nicht mehr: Mittels dieser Musik könnten sich auch Nichtvulkanier - und das ohne zu Hilfenahme eines Cannabis-Vaporizers - in andere Dimensionen beamen. Mit ihrem neuesten Burner, Skyforger, haben Amorphis diese Transporttechnik, die sie auf den beiden Vorgängern Eclipse und Silent Waters erprobten, noch perfektioniert. &lt;br /&gt;Folgerichtig bestand am Mittwoch im Substage die Setlist, inklusive fünf ganz neuer Songs, zu zwei Dritteln aus Material von den letzten drei Alben, von denen bisher zwei Goldstatus erreichten. Doch zeigt sich der goldene Erfolgspfad für Amorphis nicht ohne Brüche: Zwar gehörte der Eröffnungsdoppelschlag „Silver Bride“ und „Sampo“ vom aktuellen Werk neben der Hymne „Silent Waters“ zu den herausragenden Momenten, doch kam beim durchweg wohlmeinenden Publikum die ganz große Stimmung erst bei "Black Winter Day“ und “Sign From The North Side” von den seitens der damaligen Kritik als nicht sonderlich inspirierte Todesblei-Scheibletten geschmähten Frühwerken Tales Of The Thousand Lakes und The Karelian Isthmus auf. Nicht ohne Ironie auch, dass Pasi Koskinnen, dessen melodischer Gesang mit der Abkehr vom anfänglichen Sound immer mehr in den Fordergrund gerückt war, seine Stellung 2004 kündigte, um sich einem Death Metal Projekt zu widmen. Jetzt bekam der ehemalige Sinisthra-Fronter Tomi Joutsen das Mikro in die Hand, der wieder verstärkt growlt. Die eigene Herkunft lässt sich eben nicht verleugnen. Bei einer Death Metal Band ist das nun einmal das Grab.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3306536258621849669?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3306536258621849669/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/dem-grab-entrinnt-man-nicht-amorphis-im.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3306536258621849669'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3306536258621849669'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/dem-grab-entrinnt-man-nicht-amorphis-im.html' title='Dem Grab entrinnt man nicht: Amorphis im Substage'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2352143498233010742</id><published>2009-11-04T04:56:00.000-08:00</published><updated>2009-11-16T07:16:01.880-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Charts'/><title type='text'>Müslim-Metal: Der neue harte Trend aus dem Morgenland</title><content type='html'>Fundamentalismus, Lustfeindlichkeit, Bigotterie? Das war gestern! Auch in der islamischen Welt werden die Pommesgabeln zum Himmel gereckt, Bandaufnäher auf den Kaftan gepappt und im Mosheepit die Köpfe gebängt bis der Turban wackelt. Hier die Top-16 der NWOMHM-Bands:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/SvG7P5aGtBI/AAAAAAAAABs/0rYcvre3xD8/s1600-h/Aryran+Maidem.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 284px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/SvG7P5aGtBI/AAAAAAAAABs/0rYcvre3xD8/s400/Aryran+Maidem.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5400303309976679442" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/SwFqmtL2L_I/AAAAAAAAAB0/40Dio_NWc84/s1600/Grafik1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 308px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/SwFqmtL2L_I/AAAAAAAAAB0/40Dio_NWc84/s400/Grafik1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5404718241018163186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, der Tag im Proberaum ist lang, wenn´s beim Songwriting mal nicht so läuft: Ausgedacht und verwirklicht wurden diese grandiosen Charts im wesentlichen von den Def-7-Kollegen Tank, King und Bruckner.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2352143498233010742?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2352143498233010742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/muslim-metal-der-neue-harte-trend-aus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2352143498233010742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2352143498233010742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/muslim-metal-der-neue-harte-trend-aus.html' title='Müslim-Metal: Der neue harte Trend aus dem Morgenland'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/SvG7P5aGtBI/AAAAAAAAABs/0rYcvre3xD8/s72-c/Aryran+Maidem.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-3005670310208143304</id><published>2009-11-04T03:16:00.000-08:00</published><updated>2009-11-04T03:35:11.041-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Location-Check'/><title type='text'>Let There Be Rock: Fabrik Bruchsal</title><content type='html'>Obwohl der sogenannte Classic Rock, mit alten Helden wie Black Sabbath oder Whitesnake und neuen Hoffnungen wie Wolfmother oder Jack Whites The Dead Weather, gerade seine soundsovielte Auferstehung seit dem Mitteljura erlebt, wird der Rockfan im Nachtleben richtiggehend diskriminiert. Und als sei die allgemeine Nichtbeachtung nicht schon Strafe genug, wird der Freund wuchtiger Drums und pfeiffender Gitarrenfeedbacks auf Schritt und Tritt noch mit musikalischen Missgeburten wie Atzen-Musik oder Modern-Soul drangsaliert. Dabei wusste schon das an sich nicht übermäßig rockende Electric Light Orchestra: „Rock N´ Roll Is King“.&lt;br /&gt;Inzwischen muss sich der König bei der Verteidigung seines Reiches allerdings auf recht wenige Bollwerke verlassen. Die Fabrik in Bruchsal ist eines davon. Hier kann der Altrocker genauso die speckigen Lederhosen - nicht zu vergessen: Bandanas - auftragen und sein Bierchen schlürfen ohne Ohrenkrebs zu riskieren, wie der gepiercte Stoffschuhträger seine Rempeltänze zelebrieren kann.&lt;br /&gt;Die Werkstore öffneten sich bereits 1980. Damals spielten die DJs – Gott segne sie! - Bands wie Uriah Heep,  Nazareth oder Golden Earing - um nur einige zu nennen – später gab es einen „Hard &amp; Heavy“-Tag  und  dienstagabends (!) New Wave. Immer wieder spielten auch Livebands wie Schwoißfuß, Wishbone Ash, Ten Years Later (mit Alvin Lee), Worlock oder Chicken Shack. Seit einem anwohnerbeschwerdenbedingten Umzug 1992, rauchen die Schlote nun im Industriegebiet Stegwiesen. Zunächst hielten Nachfragebedingt allerdings auch Blasphemien wie Techno oder Schlager und NDW Einzug, in die doch dem Rock geweihten (Fabrik)Hallen. Rechtzeitig zur Jahrtausendwende - immerhin drohten der baldige Weltuntergang sowie weitere göttliche Unmutsäußerungen - besannen sich die Werksleiter Jürgen Debatin und Peter Wachter auf ihre Ursprüngliche Mission: zu Rocken. Es gibt wieder Konzerte, unter anderem holte man Him, Ten Years After (ohne Alvin Lee) oder zuletzt Poppa Chubby und Y&amp;T, das  Donnerstagsmotto „Best Of Rock” ist selbsterklärend und an den Freitagen gibt es vom unvergleichlichen DJ Mütze - bekannt und beliebt aus der Katakombe in Karlsruhe - mit Alternative eins auf dieselbe. Samstags wechselt das Programm. Nächster Rocktermin: „Hardrock und Poser Night“, Sa, 21.11., 21Uhr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-3005670310208143304?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/3005670310208143304/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/let-there-be-rock-fabrik-bruchsal.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3005670310208143304'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/3005670310208143304'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/11/let-there-be-rock-fabrik-bruchsal.html' title='Let There Be Rock: Fabrik Bruchsal'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-6711197622016287519</id><published>2009-10-28T07:35:00.000-07:00</published><updated>2009-10-28T07:44:34.073-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>Bandanas und Hosenträger: Hardcore Superstar im Substage</title><content type='html'>Sofern Hardcore Superstar für ihre aktuelle Deutschlandtour eine Vorband gesucht haben, die ihnen auf keinen Fall gefährlich werden kann, haben sie in ihren schwedischen Landsleuten Avatar die perfekten Kandidaten gefunden: Kinder, die für andere Kinder Kinder-Metal spielen, der sogar den anwesenden Kindern – zumindest am Dienstag im Substage – zu infantil war. Und noch eins: Ibanez-Gitarren und 5-Saiter-Bässe sind NICHT Rock N´ Roll. Merkt euch das, ihr Grünschnäbel!&lt;br /&gt;Dabei hätten Hardcore Superstar derartige Hilfstruppen überhaupt nicht nötig. Trotz maßlos übertrieben langer Wartezeit zwischen Umbau und Auftritt werden die Göteborger mit offenen Armen und Dekolletés empfangen. Mit Sleaze Hymnen wie „My Good Reputation“ oder „Shades Of Grey“ und härterem Stoff wie “Into Debauchery” nehmen die Superstars das Substage im Sturm.  Das sehr gemischte Publikum, alte Posies im abgetragenen Hanoi Rocks T-Shirt und junge Emo-Kids mit Scheitelfrisur, vereint im Freudentaumel. &lt;br /&gt;Exkurs: Die Bandana, eine Kulturkritik. Augenscheinlich erfreut sich die Bandana, also das als Stirnband getragene quadratische Tuch, einer aufkeimenden Renaissance. Ein gutes halbes Dutzend Kopfgebindeträger sticht unter den knapp vierhundert Besuchern hervor. Das gibt Anlass zur Sorge, denn klein ist der Kreis jener Menschen, welche diese Insignie der Nonchalance zur Schau stellen können, ohne sich der Lächerlichkeit Preis zu geben. Eine kurze Inventur der verschiedenen Kategorien kopftuchtragenden Personals verdeutlicht das: Grundvoraussetzung ist entweder eine gewisse Art männlicher Attraktivität gepaart mit unaufdringlichem Machismo (Johnny Depp), übergroßes Selbstbewusstsein (Axel Rose), eine gehörige Portion Schratigkeit (Saint Vitus´ Dave Chandler, der späte Keith Richards) oder eine Aura der Gewaltbereitschaft (Crips, Bloods, Mike Muir und Ice T). Die Finger vom Binder lassen sollten eigentlich fast alle anderen, insbesondere Tartüffs wie Brett Michaels, oder alternde Harley-Fahrer. Denn: Genauso wenig wie jemand, der sich eine McDonalds-Krone aufsetzt automatisch zum König wird, ist das Stirnband eine hinreichende Bedingung für Coolness. Es ist vielmehr umgekehrt.&lt;br /&gt;Joakim „Jocke“ Berg kommt heute jedenfalls ohne Lappen um die Ohren aus – dafür trägt er Gürtel UND Hosenträger. Der hyperaktive Hardcore Superstar Frontmann gebärdet sich wie eine Promenadenmischung aus Steven Tyler und Iggy Pop, hat also durchaus den Hang zur großen Geste. Trotzdem hat man - anders als zuletzt bei den Backyard Babies - nie das Gefühl, die Superstars fühlten sich für Clubs im Grunde überqualifiziert und spielten eigentlich lieber im Stadion. Die einzelnen Teile des Bandgefüges greifen ineinander wie bei einer gut geölten Maschine. Kritisieren ließe sich vielleicht allenfalls die relative Gleichförmigkeit des Songmaterials, dass fast durchweg im oberen Midtempo-Bereich dahinrollt. Aber gut, mit diesem Vorwurf haben schon ganz andere Bands leben gelernt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-6711197622016287519?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/6711197622016287519/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/bandanas-und-hosentrager-hartcore.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6711197622016287519'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6711197622016287519'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/bandanas-und-hosentrager-hartcore.html' title='Bandanas und Hosenträger: Hardcore Superstar im Substage'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-5387135263690279171</id><published>2009-10-21T07:18:00.000-07:00</published><updated>2009-10-21T07:48:16.616-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live Review'/><title type='text'>Y&amp;T, Fabrik, Bruchsal</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/St8fFgoacFI/AAAAAAAAAAs/x8YizpENQe4/s1600-h/Y%26T+043.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/St8fFgoacFI/AAAAAAAAAAs/x8YizpENQe4/s200/Y%26T+043.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5395065058132389970" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/St8eQ1zwPtI/AAAAAAAAAAk/EwproRORex4/s1600-h/Y%26T+014.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/St8eQ1zwPtI/AAAAAAAAAAk/EwproRORex4/s200/Y%26T+014.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5395064153284034258" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein Zwillingsgeschütz stößt Dauerfeuer aus zwei gleichzeitig schießenden Rohren und dient meist zur Flugabwehr, in der Ausführung mit zwei miteinander gekoppelten Gitarren kann es allerdings auch äußerst effektiv gegen Weichziele eingesetzt werden. Das wissen auch Y&amp;T. Auf zwei kurze Twin-Guitar-Salven folgen sogleich schwere Einschläge. „Open Fire“, „Don´t Wanna Lose” und “Hang Em High” bilden die erste Angriffswelle und spätestens jetzt ist die Gefechtslage klar: Hier werden keine Gefangenen gemacht. Denn dem lappalienfreien Heavy-Bluesrock von Seargant Major Dave Meniketti und seiner Infanterie hat der Gegner rein gar nichts entgegenzusetzen.&lt;br /&gt;Der allgemeinen Hochstimmung in der Fabrik in Bruchsal tut das an diesem Dienstag freilich keinen Abbruch, im Gegenteil: Spätestens bei der alten Schlachthymne „Meanstreak“ liegen sich - seit sehr langer Zeit – erwachsene Männer in den Armen, recken die geballten Fäuste zum Himmel als habe es Grunge nie stattgefunden und scheinen zum Äußersten bereit. Doch zum Glück scheinen Y&amp;T recht friedliebende Charaktere zu sein. Das bösartigste, was die vier gesetzteren Herren an den Tag legen, ist eine Vorliebe für Jägermeister. Basser Phil Kennemore feiert heute nämlich seinen „zweiundvierzigsten“ Geburtstag, da wird angestoßen. Doch selbst hier heißt es Maß halten, zumindest für Meniketti, denn der muss ja noch singen und bekommt von dem „schrecklichen Zeug immer Sodbrennen.“ Kennemore dagegen möchte die Kerze heute am liebsten von beiden Seiten anzünden und genehmigt sich, ganz böse, sogar das eine oder andere Kippchen auf der Bühne. In Feierlaune werden auch spontane Songwünsche von Fans angenommen. Meniketti tut seinem alten Kumpel, mit dem er seit nunmehr 35 Jahren Rücken an Rücken steht, den gefallen (Was willst Du denn gerne spielen, Phil?) und gibt sich alle Mühe, sich der Texte und Akkordfolgen längst vergessener Schätze wie „Lipstick and Leather“, „Masters and Slaves“ und „Surrender“ zu entsinnen. Demgegenüber vertreibt sich Phil die Zeit mit einem Tänzchen und überlässt dem Gitarrenroadie das Bassspiel. Oder er reist die Saiten gleich ganz von seinem Instrument und lässt sie simultan zum Spiel wieder aufziehen, da er das mitführen von Ersatzinstrumenten offenbar für ein Zeichen von Schwäche hält. Bei der herzzerreißenden Powerballade „I Believe In You“ sind dann aber alle wieder mit vollem ernst dabei. &lt;br /&gt;Nun lässt sich der Satz, „diese Band hat nie die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hat“, auch nicht mehr länger umschiffen (Kling klong, zwei Euro ins Journalisten-Phrasenschwein). Kein Wunder: Y&amp;T waren schon immer so was wie eine Kreuzung aus Mötley Crüe ohne Drogen und Whitesnake ohne Homoerotik. Hair-Metal ohne Haare eben, oder auch Bangen mit Köpfchen. Songs wie die Rauschmeisser, das von Phil geschriene „Squeeze“ und das mächtige „Forever“ legen noch einmal Zeugnis davon ab, dass die Band ihren Namen zu recht trägt: Y&amp;T steht für Yesterday and Today; für diese zeitlose Musik wird es immer ein Morgen geben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-5387135263690279171?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/5387135263690279171/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/y-fabrik-bruchsal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5387135263690279171'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5387135263690279171'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/y-fabrik-bruchsal.html' title='Y&amp;T, Fabrik, Bruchsal'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_V14683DXjUw/St8fFgoacFI/AAAAAAAAAAs/x8YizpENQe4/s72-c/Y%26T+043.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-454522455655623214</id><published>2009-10-21T06:46:00.000-07:00</published><updated>2009-10-21T07:12:17.142-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live Review'/><title type='text'>Shy Guy At The Show, Das Haus, Landau</title><content type='html'>Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Auftritt von Shy &lt;a href="http://shy-guy-at-the-show.de/"&gt;Guy At Th Show&lt;/a&gt; (SGATS) im Club „Das Haus“ in Landau. Sänger Sebastian Emling schenkt sich ein Glas schweren Rotweins ein. Das gehört vor jeder Show zum Ritual. Fast ölig schwappt der alte Barolo in dem dickbäuchigen Gefäß hin und her, die Hände des sonst so souveränen großen Mannes zittern. Bühnenangst? Kalter Drogenentzug? Kalt, ja, kalt ist das Stichwort: Bei annähernden Minusgraden im „Backstageraum“ des Spielorts, bestehend aus einem offenen Party-Pavillion im Hof, kann man schon mal ins Bibbern kommen, ohne gleich in den Verdacht zu geraten, alle landläufig bekannten Rock n´ Roll-Klischees über zu erfüllen.&lt;br /&gt;Öffnet man die mit einer Matratze verbarrikadierte Tür zum Konzertsaal, wogt einem tropische Hitze entgegen. &lt;a href="http://www.theserpentines.com/"&gt;The Serpentines&lt;/a&gt;, extra aus dem fernen Stuttgart angereist, sorgen mit ihrem leicht fisseligen aber dennoch famosen Post-Punk für rote Gesichter beim von Bewegungsdrang erfüllten Publikum. Man wünschte nur, Frontmann Tobias Adam entlockte seinem enormen Gitarren-Effekt-Board mitunter auch mal ein paar knackig verzerrte Akkorde. Rocken statt apart sein, ist das Gebot der Stunde!&lt;br /&gt;Nach kurzer Verschnauf- und Umbaupause schließlich, ist es Zeit für SGATS: „Ghosts“ heißt der donnernde Opener, „I am haunted (ich bin verdammt)“ singt Emling mit Grabesstimme und mit von Wein und feuchter Schwüle glühenden Wangen. Man glaubt es ihm aufs Wort. Er zuckt, krümmt und windet sich, fast wie die von Dämonen besessene Regan McNeil in William Friedkins Film The Exorcist. Dann wieder gibt er den glücklichen Prinzen Oscar Wildes, der traurig und suchend in die Ferne blickt, auch wenn die nur bis zu den brütenden Scheinwerfern, die in zwei Metern Entfernung an der niedrigen Decke hängen, reicht. Das ist über weite Strecken faszinierend, aber nur selten mitreißend und so sind die Besucher meist eher mit Schauen als Schwofen beschäftigt, obwohl der elektronisch aufgeladene Goth-Rock der scheuen Jungs eigentlich absolut tanzbar ist. Unnahbarkeit beim Künstler kann eben auch zu Reserviertheit beim Zuschauer führen. Selbst der verschlossenste Popexistenziallist sehnt sich doch still und heimlich nach etwas Nestwärme, oder?&lt;br /&gt;Solche boten &lt;a href="http://www.mr-winterbottom.com/"&gt;Mr. Winterbottom&lt;/a&gt;, mit ihrem drangvollen bonbonbunten Indie-Poprock, dafür fast schon im Überfluss. Die komödiantisch überladene Darbietung der Landauer stand im denkbar krassesten Gegensatz zur teilweise fast schon ätherischen Performance ihrer Vorgänger. Vielleicht mit ein Grund, warum sich das Publikum aus seiner Schockstarre nicht mehr ganz befreien konnte.(PB)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-454522455655623214?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/454522455655623214/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/shy-guy-at-show-das-haus-landau.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/454522455655623214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/454522455655623214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/shy-guy-at-show-das-haus-landau.html' title='Shy Guy At The Show, Das Haus, Landau'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-9157614470701581622</id><published>2009-10-13T04:05:00.000-07:00</published><updated>2009-10-14T02:56:07.522-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nightlife'/><title type='text'>Rock N´ Roll vs. Neoexpressionismus. Ein Kunsterlebnis der 3. Art</title><content type='html'>Am Wochenende war mal wieder echte Freak-Action angesagt: Sonntagmorgen, so gegen halb fünf, standen nach einem ausgedehnten Zechbummel durch die coolsten Karlsruher Clubs – also all jene, in die man auch mit Cowboystiefeln und Schlagseite reinkommt - die Zeichen auf Dönerbude. Hier ist die Amalienstraße, im Volksmund auch Dönerallee genannt, in der Fächerstadt erste Wahl. Da Sonderanfertigungen wie ein in Lahmacun gerollter Dürüm Döner etwas länger dauern, waren die Begleitung und ich gezwungen zu warten. Die Wartezeit verkürzte ich mir gerade aufs schönste mit einem als Proviant mitgebrachten Tannenzäpfle, als die kontemplative Idylle von einer clownartigen Gestalt, angetan mit gelb-grün-oder-so-ähnlich gestreifter Hose, violettem Blazer, Hornbrille und wirrem Haar, unterbrochen wurde. Ob sie sich zu uns setzen dürfe, lallfragte die Person. Dem Ansinnen wurde ungern aber höflich stattgegeben, worauf alle Befürchtungen unumwunden wahr wurden: Das Unglück nahm seinen Ausgang mit der Frage, wie wir seine Schuhe fänden, die ich ausweichend mit der Feststellung beantwortete, dass es Slipper seien. Von Gegenteiligem konnte mich auch das Aargument, sie hätten aber tausend Euro gekostet, nicht überzeugen. Um weitere Irritationen zu vermeiden - Verrückten, alten Damen und Betrunkenen gegenüber soll man ja immer nachsichtig sein -, gaben wir weiterhin geduldig Auskunft über Herkunft und Profession. Damit hätte man es bewenden lassen können, doch war die Reaktionsfähigkeit schon etwas eingeschränkt und der Teufel gab mir die Frage ein – ich bereute schon im Augenblick da mir die Worte über die Lippen kamen, sie gestellt zu haben: „Und, was machst Du denn so?“&lt;br /&gt;Ein großer Maler sei er, jaja, und Professor an der Kunstakademie zu Düsseldorf, behauptete die Clownsfigur. „Ah, da war doch der Lüpertz Direktor“, meinte ich. Oh, ich kennte mich ja aus, war die große Malerperson dithyrambisch, aber jetzt sei ja Anthony Cragg am Ruder. Ich als Ästhet fände das eh schon immer scheiße was der Lüpertz so mache, meinte ich tröstend. Der sei doch ein Backenbläser und nach 20-jähriger Amtszeit ja auch längst nicht mehr unumstritten gewesen. Woraufhin der Maler schlagartig vom Genie zum Wahnsinn wechselte und unter der Androhung von Schlägen die Rücknahme meiner Aussage forderte. Das sei hier ein freies Land und ich könne über Kunst sagen, was ich wolle, klärte ich den sich immer rumpelstilzchenhafter gebärdenden Künstlerfurius auf. „Oh, nimm´s halt zurück“, meinte die Begleitung nur und verdrehte demonstrativ die Augen. &lt;br /&gt;Nun sind aber weder Augen rollende Begleitungen noch Personen, die wesentlich schmächtiger sind als ich, dazu geeignet, mich im Zustand eines gewissen Trunkenheitsstarrsinns zur Revision einmal gemachter Äußerungen zu bewegen, weshalb ich Rumpelstilzchen auf die durch hoffnungslose körperliche Unterlegenheit bedingte Sinnlosigkeit seines Unterfangens hinwies. Mit dem Stock auf einen Bienenstock einzuschlagen, um die Bewohner zum einstellen des lauten und störenden Summens zu bewegen, hätte vermutlich eine sachlichere Reaktion nach sich gezogen – OK, vielleicht hätte ich die Worte „alter Furz“ nicht verwenden sollen -, denn nun fuchtelte mir der ergrimmte Künstler statt eines Pinsels mit einer Bierflasche, meiner eigenen, vor meiner Nase herum! &lt;br /&gt;Nun wurde es mir zu bunt und ich beförderte das Männlein mit Schwung durch die offene Tür der Dönerbude, wo es, perdauz, auf seinem Hintern landete. In diesem Augenblick bemerkte ich die beiden Polizisten, zielstrebig steuerten sie auf mich zu. „Grandios“, dachte ich, „Volltreffer!“. Die Gesetzeshüter blieben aber äußerst cool - wohl auch weil sie mittlerweile Verstärkung von mindestens acht (!) Einsatzfahrzeugen, Streifen- und Mannschaftswagen erhalten hatten -, fragten mich äußerst freundlich nach Art und Ursache der Turbulenzen und ob Rumpelstilzchen in Körper verletzender Absicht auf mich losgegangen sei. Ich verneinte dies und erläuterte, dass es wohl eher in volltrunken-unüberlegter Absicht geschehen sei und zu keiner Zeit eine ernsthafte Gefährdung meiner Person bestanden hätte. Froh darüber, lästigen Papierkram vermeiden zu können, erteilten die Polizisten dem enthemmten Künstler einen Platzverweis und fuhren in Kolonne davon.&lt;br /&gt;Nach schlussendlichem Verzehr des Döners, machten wir noch einen kleinen Abstecher in einen benachbarten Nachtclub. Was denn das nebenan für ein Polizeigroßeinsatz gewesen sei, wollte der mir bekannte großkalibrige Türsteher wissen. „Ach, ich hatte nur eine kleine Auseinandersetzung“ meinte ich. Mein gegenüber war sichtlich beeindruckt. Nach einem kleinen Absacker trat ich selbstzufrieden den Heimweg an.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag hatte ich meine Begleitung an der Strippe, zwecks Manöverkritik der nächtlichen Kampfhandlungen: „Da hast Du ja in ein schönes Wespennest gestochen“, meinte sie lachend. „Wieso das denn?“, fragte ich. „Der Typ war Meisterschüler vom Lüpertz und nach allem was man so hört, hat er ihm offenbar auch seinen Lehrauftrag in Düsseldorf zu verdanken“. Da habe ich ja wirklich Glück gehabt, dass die Bullen so schnell und zahlreich zur Stelle waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Professor ist Rumpel übrigens gar nicht. Professoren haben in Düsseldorf nämlich alle eine eigene Telefonnummer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-9157614470701581622?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/9157614470701581622/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/rock-n-roll-vs-neoexpressionismus-ein.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9157614470701581622'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9157614470701581622'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/rock-n-roll-vs-neoexpressionismus-ein.html' title='Rock N´ Roll vs. Neoexpressionismus. Ein Kunsterlebnis der 3. Art'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-333583498466667758</id><published>2009-10-12T05:14:00.000-07:00</published><updated>2009-10-12T10:45:05.928-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachruf'/><title type='text'>Dickie Peterson ist tot</title><content type='html'>Laut der Blue Cheer &lt;a href="http://www.myspace.com/bluecheer"&gt;Myspace Seite&lt;/a&gt; ist Bassist/Sänger Dickie Peterson heute verstorben. 1968 hatte das in Boston gegründete Powertrio mit einer räudigen Version des Eddie Cochran-Hits Summertime Blues einen Top-20 Hit in den USA und schrieb mit den mit Acid-getränktem Lärm angefüllten Alben Vincebus Eruptum (1968) und Outsideinside (1968) Musikgeschichte. Blue Cheer gelten als Wegbereiter des Heavy Metal und wurden im Guiness-Buch der Rekorde lange vor Manowar als lauteste Band geführt. Letztes Lebenszeichen von Dickie und Co war ein gefeiertes Stoner-Statement von CD, mit dem nun tragisch anmutenden Titel What doesn´t kill you (2007). Dickie Peterson lebte zuletzt in Köln, er wurde 61 Jahre alt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-333583498466667758?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/333583498466667758/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/dickie-peterson-ist-tot.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/333583498466667758'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/333583498466667758'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/dickie-peterson-ist-tot.html' title='Dickie Peterson ist tot'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-197398126552399776</id><published>2009-10-11T14:38:00.000-07:00</published><updated>2009-10-11T14:43:05.005-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live-Review'/><title type='text'>New.Bands.Festival: Das Halbfinale</title><content type='html'>Haben die Jungen Bands heutzutage eigentlich keine Freunde mehr? Sitzen sie nur noch weltabgewandt in feuchten lichtlosen Probekellern und haben vor lauter eigenbrödlerischem Feilen an neuen Spieltechniken den Kontakt zur Außenwelt (Publikum) vergessen? Oder hat sich gar die komplette Interaktion zwischen Bands und Fans in Internetzwerke wie Myspace und Facebook verlagert? Zu solchen Fragen nötigt eine durchaus jämmerliche Kulisse von 250 Besuchern beim - immerhin - Semi-Finale des New.Bands.Festivals. Bei sechs antretenden Gruppen mit durchschnittlich vier Musikern, sind das gerade zehn Leutchen pro Nase. Die Zeiten in denen man auch zwanzig Kilometer in den Nachbarort pilgerte, um die bewunderten Musikerkumpels zu unterstützen, sind also offensichtlich vorbei.&lt;br /&gt;Das ist schade, denn zu Zeiten in denen Konzertbesuche aus Kostengründen zu Quartalsereignissen zu werden drohen, kann man bei solcherlei Ereignissen für kleines Geld durchaus mitreißende Musik entdecken. Bestes Beispiel: &lt;a href="http://www.myspace.com/fullspinmusic"&gt;Full Spin&lt;/a&gt;. Frontfrau, oder besser Frontsau, Steffi röhrt ins Mikro, reißt die Gitarre hoch, schüttelt das Haar und befehligt nebenher ihre beiden Mitmusiker. Die personelle Zwangsreduktion durch krankheitsbedingten Ausfall des Leadgitarristen macht das blonde eins-sechzig Energiebündel locker durch Nette-Schlampe-Von-Nebenan-Charme wett. Das fehlende Gitarrengegniedel tut dem wuchtigen US-Rock der „Spinner“ ohnehin keinen Abbruch. Nein, es begünstigt sogar die musikalische Entfaltung.&lt;br /&gt;Da hat selbst das weibliche Doppelpack &lt;a href="http://www.myspace.com/biestigpunkrock"&gt;Biestig&lt;/a&gt; mit seinem reduzierten  Protopunk wenig entgegenzusetzen. Dennoch retten sich Anne und Jule mit geballter Herzlichkeit und Zwillingspower, über alle schief gesungenen Töne und spieltechnischen Rumpeleien hinweg, an zweiter Stelle in die Endausscheidung. Wohl dem, der sich ein Genre wählt, in dem derartige Feinheiten nur die zweite Geige spielen. Daran hätten die schwer progressiv angehauchten Postrocker von Brainsheep vielleicht auch einige Gedanken verschwenden sollen. Denn Schiefer Gesang bringt nun mal, gleich den Posaunen von Jericho, selbst die gewaltigsten Gitarrenwände zum Einsturz. So einfach ist das. Genau anders herum war´s bei den musikalisch ebenfalls beeindruckenden Aerial Image: Wenn es gegen besagte Gitarrenwände geht, brauchst du zwingend eine Posaune, denn mit ´ner Panflöte kommst du nicht weit. Jedenfalls nicht ins Finale am Samstag, 21.11., 20Uhr, im &lt;a href="www.jubez.de"&gt;Jubez&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-197398126552399776?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/197398126552399776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/newbandsfestival-das-halbfinale.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/197398126552399776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/197398126552399776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/10/newbandsfestival-das-halbfinale.html' title='New.Bands.Festival: Das Halbfinale'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-4219354090067513170</id><published>2009-09-30T07:24:00.000-07:00</published><updated>2009-10-03T08:11:59.836-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Imaginäres Gespräch'/><title type='text'>Das Fest hat vorerst ausgefeiert!</title><content type='html'>Am Tag bevor der Veranstalter Stadtjugendausschuss auf einer Pressekonferenz das Aus für das beliebte U &amp; D-Festival "Das Fest" in Karlsruhe verkündete, rief Ärzte-Schlagzeuger Bela B. bei Organisator Rolf Fluhrer an, um für 2010 einen Soloauftritt anzubieten. Wir haben das Gespräch belauscht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BB: Hallo, hierr sprricht derr Grraf!&lt;br /&gt;RF: Ah, tag Bela.&lt;br /&gt;BB: Du, ich hab´ gerade ´ne neue Soloscheibe draußen und würde nächstes Jahr gern bei euch spielen. &lt;br /&gt;RF: Das dürfte schwierig werden.&lt;br /&gt;BB: Jetzt komm mir nicht so! Der Farin durfte auch und dass der mir immer eine Nasenlänge voraus ist, stinkt mir sowieso. Es kostet auch nix – ihr zahlt mir das Hotel und gut ist. Die Band und die Crew können im Tourbus schlafen und sich ´ne Stulle schmieren.&lt;br /&gt;RF: Das Problem ist, es gibt kein Fest mehr.&lt;br /&gt;BB: WUUUAAAAAHHHHHHSSSSSSS?!?!?!&lt;br /&gt;RF: WIR MACHEN ES NICHT MEHR!&lt;br /&gt;BB: Das hab´ ich schon verstanden, schrei nicht so. Warum das denn?&lt;br /&gt;RF: Ja weist Du, es kommen immer sooooo viele Leute.&lt;br /&gt;BB: Freut euch doch!&lt;br /&gt;RF: Im Prinzip ja, aber die zertrampeln hier in der Günther-Klotz-Anlage immer den ganzen Rasen, pissen in die Alb und kotzen die Straßenbahnhaltestelle voll. Dann sind da noch die ganzen alkoholisierten Jugendlichen außerhalb vom Gelände. Das finden die Stadtväter nicht so toll. Außerdem haben wir jetzt plötzlich gemerkt, dass zu viele Menschen gefährlich sind. Wenn es da mal eine Panik gibt, nicht auszudenken!&lt;br /&gt;BB: Dann lasst weniger Leute rein. Ihr habt doch schon Zugangskontrollen. Ihr markiert die Besucher einfach mit einem Papierbändchen und bei sagen wir 70 000 ist Schluss. Das Bändchen hat jeden Tag eine andere Farbe, so dass jeder mal die Chance hat.&lt;br /&gt;RF: Ne, das wollen die vom Stadtschuss nicht, weil es ihr Credo ist, dass alle zu jeder Zeit aufs Fest kommen können sollen.&lt;br /&gt;BB: Dann macht es doch ´ne Nummer kleiner. Diese ganzen Superstars wie Peter Fox oder Farin Urlaub braucht ihr doch gar nicht. Lass mich und ein paar lokale Bands spielen, dann kommen von ganz alleine weniger Besucher.&lt;br /&gt;RF: Och ne, das will Ich nicht. Dann kann ich am Stammtisch nicht mehr angeben, wer wieder alles gespielt hat. Die Sponsoren wollen das Übrigens auch nicht, weil sie dann keinen so großen Werbeeffekt mehr haben. Die brauchen wir aber dringend, weil die Besucher nicht genug verzehren und wir deshalb immer Defizit haben.&lt;br /&gt;BB: Wenn es nicht so voll wäre, dass man die Getränkestände gar nicht mehr erreichen kann, würden die Leute vielleicht auch wieder mehr trinken?&lt;br /&gt;RF: Kann natürlich sein, aber wie gesagt, das Image…&lt;br /&gt;BB: Komm hör´ mir auf. Ständig müssen bei euch in Karlsruhe irgendwelche Leuchttürme, Imageträger, Werbeplattformen und Aushängeschilder – auf denen dann doch nur dumme Sprüche stehen - errichtet werden. Was haben eigentlich die Karlsruher von all den leer stehenden Messen, brachliegenden Filetstücken wie dem Kulturpark oder der Ex-Steffi und den ganzen zwangsneurotischen Haupstadtinitiativen? Wo ist da ein Plus an Lebensqualität? Die Leute sagen, früher war Das Fest eine Veranstaltung für die Region. Man konnte unverabredet hingehen und eine Menge Freunde und Bekannte treffen und sogar in größeren Gruppen auf dem Mount Klotz sitzen. &lt;br /&gt;RF: Selbst wenn wir es so machen, müssen wir noch mindestens ein Jahr genau die Sicherheitsstruktur bereitstellen, als ob 350 000 kämen. Das kostet einen Haufen Geld. Wenn du also noch 100 000 Euro für Sicherheit und 30 000 Euro fürs Getränkedefizit mitbringst, kannst Du gerne spielen.&lt;br /&gt;BB: Ohhh, wie steh´ ich denn dann vor Farin da? Kann euch die Stadt nix geben?&lt;br /&gt;RF: Die geben uns schon immer bisschen was. Aber die müssen halt auch das Badische Staatstheater mit 18 Millionen Euro pro Jahr bezuschussen, die neue Messe mit acht Millionen und die Kaiserstrasse untertunneln. Dann bräuchten wir noch dringend ein neues Fußballstadion. Da kann man jetzt nicht auch noch mir nichts dir nichts eine halbe Millionen für ein Rockkonzert verplempern.&lt;br /&gt;BB: Na ja, da kann man wohl nichts machen. Schade, dann spiel´ ich halt in der Durlacher Festhalle. Mach´s gut Rolf.&lt;br /&gt;RF: Ade Bela.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Gesprächsaufzeichnung ist fiktiv! Satire, Ihr versteht? In den Mund gelegt von PB.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-4219354090067513170?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/4219354090067513170/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/das-fest-hat-ausgefeiert.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4219354090067513170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/4219354090067513170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/das-fest-hat-ausgefeiert.html' title='Das Fest hat vorerst ausgefeiert!'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-1921793277329863886</id><published>2009-09-28T08:03:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T08:16:42.298-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Live/Record-Review'/><title type='text'>Afri-Cola floss in Strömen: die Biestig Record-Release-Party</title><content type='html'>Die meiste Zeit sind Anne und Jule einfach nur Anne und Jule. Zwei Karlsruher Mädels mit Problemen Wünschen und Träumen, wie sie andere 16-Jährige auch hegen: Liebe, Freiheit, Aufrichtigkeit erfahren, ein bisschen Spaß haben, vielleicht reich und berühmt werden. Manchmal sind Anne und Jule auch biestig. Ja, und? Wohl kaum Anlass Druckertinte zu verschwenden, oder? Wo kämen wir denn da hin, wenn jede Teenagerlaune medial aufbereitet würde? Für Wichtiges, wie den Ausgang der Bundestagswahl oder des Derbys zwischen KSC und FCK, fände sich ja kaum noch Platz auf Zeitungsseiten. Aber unter Biestig ist in diesem Falle eben nicht nur ein Zustand jugendlicher Widerlichkeit zu verstehen, sondern eine Band. Eine sehr kleine zwar nur, denn als Duo haben Anne und Jule die personelle Reduktion des Bandformats völlig ausgereizt, das hat sie aber nicht daran gehindert, am Samstag im Club Alte Hackerei ihre erste CD vorzustellen.&lt;br /&gt;„Würden wir Englisch singen, würden die Leute nicht ständig nur über unsere Texte schreiben“, motzt Jule. Also schreibe ich erstmal über die Musik: Auf  Nebenan (Rookie Records/Cargo) finden sich zehn fluffige Punkrock Stücke mit zweistimmigem Gesang, einigen Ska und Hardcore Einsprengseln, immer weniger als 3 Minuten lang, selten mehr als drei Akkorde. Zu zweit schaffen Biestig, woran schon ganze Armeen kleiner Punks gescheitert sind: Songs ohne ein Gramm überflüssiges Fett zu schreiben, die trotzdem weder billig noch einfallslos klingen. Stattdessen sind sie von einer Wahrhaftigkeit, die stellenweise ergreifend ist, womit wir – sorry Mädels – doch wieder bei den Texten wären. Biestig kommen ganz ohne Fick den Staat- und Gabbagabbahey-Phrasendrescherei aus. Auch von geklontem Teeniegemosere über doofe Lehrer, Eltern oder Boyfriends bleiben wir verschont. Zwillingspärchen haben nämlich ihre eignen Beziehungsprobleme: Wenn die erste Tanzen gehen will, ist die zweite depri drauf, die eine kann sich mal wieder nicht Entschuldigen und die andere fühlt sich ausgenutzt. Wozu braucht man da noch Jungs – außer dafür dass sie einen vor dem Konzert wohl gekämmt umringen? Das soll jetzt nicht heißen, dass Biestig-Texte nur für die – doch recht überschaubare – Zielgruppe der Zwillingspärchen relevant wären, genannte Problemstellungen lassen sich schließlich auf jede denkbare Zweierbeziehung zu übertragen. &lt;br /&gt;Die Kundschaft scheint das ähnlich zu sehen, denn wenn die Redewendung vom „gemischten Publikum“ jemals gepasst hat, dann auf dieses Konzert: Die Altersspanne ging von zwölf bis fünfzig (Oma und Opa Biestig lassen wir jetzt mal außen vor) und alle hatten ihr Vergnügen. Biestig entfalten eine für die Minimalbesetzung beachtliche Durchschlagskraft und wäre Farin Urlaub ein Mädchen und dreißig Jahre jünger, er hieße wohl Jule. Während Anne mit roten flecken im Gesicht hinterm Schlagzeug schuftet, gibt ihre Schwester die Platinblonde Rocktigerin und man muss kein Prophet sein um zu Prognostizieren, was hier auf die Männerwelt in ein paar Jahren zukommt. Starpotential ist also reichlich vorhanden und will man die Performance von Biestig auf den Punkt bringen, kann man sich eigentlich nur dem enthusiasmierten Mikro-Rufer vom Ende des Konzerts anschließen: „Ich finde sie geil!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achja, ich wurde - nicht nur vom Rock´n´Roll-Dad, sondern auch von Anne und Jule -, nicht ganz zu unrecht, kritisiert, den Rock´n´Roll-Dad in der Ankündigung zu sehr in den Vordergrund gerückt zu haben. Deshalb habe ich der Rock´n´Roll-Dad-Focussierung abgeschworen und den Rock´n´Roll-Dad in der Nachbesprechung jetzt nicht mehr erwähnt. Ich hoffe das geht so in Ordnung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-1921793277329863886?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/1921793277329863886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/afri-cola-floss-in-stromen-die-biestig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1921793277329863886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1921793277329863886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/afri-cola-floss-in-stromen-die-biestig.html' title='Afri-Cola floss in Strömen: die Biestig Record-Release-Party'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-6778603206664871202</id><published>2009-09-24T01:00:00.000-07:00</published><updated>2009-09-24T01:01:56.495-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzertepmpfehlung'/><title type='text'>Der Rock N´ Roll Dad</title><content type='html'>Was ist das Punkrock-Äquivalent zur Tennismutter? Der Rock´n´Roll-Dad. An Tagen, an denen seine zwei Mädels Anne und Jule als Girl Punk-Duo Biestig auf der Bühne stehen, hat Hackerei-Betreiber Plüschi keine Zeit für´s Moped-Fahren, ein Bier mit den Kumpels oder die Beantwortung von Presseanfragen. Engagiert fährt er dann Equipment durch die Gegend, nestelt nervös an Mischpulten in Jugendzentren oder beaufsichtigt bedeutungsvoll den Bühnenumbau in abgesifften Rockschuppen. Nicht zu vergessen die unermüdliche jahrelange musikalische Früherziehung mittels Ramones, Social Distortion, Adicts, Danko Jones und – vor allem – AC/DC.  Und dann gilt es ja auch den Nachwuchs zumindest vor den allertiefsten Abgründen des Rock´n´Roll-Lifestyle zu bewahren; die Kinder sollen es schließlich mal besser haben als man selbst. Aber hey, welcher musikbegeisterte Erzieher eines 16-jährigen Zwillingspaares würde dies alles nicht tun? Nun wurde der väterliche Einsatz belohnt: Die Töchterlein unterschrieben – mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten, versteht sich – einen Deal bei Rookie Records. Nebenan heißt das in kürze erscheinende Debüt, auf dem Biestig Drei-Akkorde-Punk mit etwas Ska, Hardcore und herzerwärmendem Schulmädchen-Charme kombinieren. Gesungen wird über lebensrelevante Themen wie Teenagerliebe, den doofen Freund oder den ätzenden Alltag (nix Gabbagabbahey, Fick den Staat und all so was). Das liest sich jetzt etwas flach, ist es aber nicht: Die Texte haben Esprit und auch live machen Biestig richtig Spaß. Uraufgeführt wird Nebenan natürlich in der gepflegten Punkrock-Bar vom Rock´n´Roll-Dad. Sa, 26.9., 20Uhr, Alte Hackerei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-6778603206664871202?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/6778603206664871202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/der-rock-n-roll-dad.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6778603206664871202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/6778603206664871202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/der-rock-n-roll-dad.html' title='Der Rock N´ Roll Dad'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-7961426846761705528</id><published>2009-09-16T03:27:00.000-07:00</published><updated>2009-09-16T03:28:14.098-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert-Review'/><title type='text'>Guts Pie Earshot im Jubez</title><content type='html'>Eines steht fest: Guts Pie Earshot sind nicht unoriginell: Die im Laufe der Jahre auf Duo-Größe geschrumpfte vormalige Punk-band aus Berlin und Münster spielt – ein Exempel für den mitunter bereichernden Ef-fekt personeller Reduzierung - „Punk ohne Gitarre“, „Techno ohne Sequencer“ und „Drum ’n’ Bass ohne Bass“. Letzteres trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf, denn Rizio spielt tatsächlich keinen Bass, sondern e-ben Cello. Konzeptionell klingt das recht überzeugend, entsprechend gut besucht für einen Dienstagabend ist das Jubez.&lt;br /&gt;Eingestimmt wird das Publikum mit flippigem Hardcore-Punk von Cloak/Dagger aus Rich-mond, Virginia – überzeugend vor allem Col-lin Barth an der Gitarre mit virtuosem X-Fuß-Posing. GPE beginnen dann eher dezent. Das Cello säuselt lieblich verzerrt vor sich hin, bis das Schlagzeug, zunächst vor sich hinklimpernd, schließlich die erste Brachial-Attacke einläutet. So geht es im dynamischen Wechsel munter fort. Dass GPE trotz minimalistischer Besetzung dabei gänzlich auf elektronische Stützen wie Sampler oder Laptop verzichten, ist bemer-kenswert und verlangt sicherlich die Ver-wendung von einigem Gehirnschmalz auf die musikalische Umsetzung. Ist man allerdings nicht in bierseeliger Tanzlaune, sind GPE zum Zuhören auf Dauer wieder Erwarten dann doch ein wenig eintönig. Schlagzeuger Scheng ist nun mal kein Marco Minnemann sondern ein etwas vielseitigerer Punkro-cker. Sein Beatspektrum bewegt sich zwi-schen Rammstein-Stampf und Highspeed-Polka. Der Cellosound wabert meist irgendwo zwi-schen sphärischem Gedröhn und orientalisch anmutenden Patchouli-Melodien - dass man mit etwas mehr Virtuosität und leicht er-weiterter Besetzung noch einiges mehr aus dem Genre rausholen kann, zeigen zum Bei-spiel E3 aus Spanien. Doch um musikalische Finesse geht es GPE ja auch gar nicht. Par-ty lautet das Motto und da lag man mit dem Einsatz der Zutaten Stampf und Patchouli ja noch nie ganz falsch: ersteres gefällt Alt-punks, Discogängern und Maschinenbau Stu-denten gleichermaßen, letzteres stellt die mitgebrachten Freundinnen ruhig und lässt alternde Hippie-Mädchen mit Sternen in den Augen einmal mehr dem Bauchtanz frönen. So kann man sich treiben lassen wie auf einer Techno Party, Pogen, wie auf einem Punk-Konzert oder sogar in Helikopter-Manier die Haarmatte kreisen lassen . Begeisterung auf ganzer Linie also? In bierseeliger Tanzlau-ne, ja.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-7961426846761705528?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/7961426846761705528/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/guts-pie-earshot-im-jubez_16.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7961426846761705528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/7961426846761705528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/guts-pie-earshot-im-jubez_16.html' title='Guts Pie Earshot im Jubez'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-9027228050444052151</id><published>2009-09-13T10:56:00.000-07:00</published><updated>2009-09-13T11:13:36.620-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='News'/><title type='text'>Und die SPD rockt doch</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: left;"&gt;Einen Wahlwerbespot des Karlsruher SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Jung, erstellt vom lokalen Video-Wunder Lord Ax Hooper, findet ihr &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=P36ECi_XlMk"&gt;hier&lt;/a&gt;. Der verwegene Typ am Steuer ist ein alter Kumpel des Autors und eine Koryphä&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=P36ECi_XlMk"&gt;&lt;/a&gt;e des Karlsruher Nachtlebens. Achja, und dann gibt´s noch Musik von den &lt;a href="http://www.dragstripper.de/"&gt;Lonesome Dragstrippers&lt;/a&gt;. Wenn das die jungen Erstwähler mal nicht in Scharen an die Urnen treibt!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-9027228050444052151?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/9027228050444052151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/und-die-spd-rockt-doch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9027228050444052151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9027228050444052151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/und-die-spd-rockt-doch.html' title='Und die SPD rockt doch'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-617910061946765090</id><published>2009-09-11T08:17:00.000-07:00</published><updated>2009-09-11T08:18:35.564-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bandbio'/><title type='text'>"Slash", das Buch zum Kerl</title><content type='html'>Ich hatte die Slash-Biographie schon eine ganze Weile im Regal stehen, aber irgendwie kam ich erst jetzt zum lesen. Hier mein Eindruck: Wer Bandbios nur wegen der Bums-, Bölk- und Badass-Geschichten liest, wird beim schmökern in „Slash“ (Harper) zwar fündig, aber nicht befriedigt werden. Klar, wenn es darum ging die Kerze von beiden Seiten anzuzünden, waren auch der Ex-Gunners-Gitarrist und seine Kumpane stets vorne mit dabei. Aber gegen die Hedonisten-Bibel schlechthin, Mötley Crües The Dirt, nimmt sich „Slash“ aus wie das Tagebuch eines pubertierenden Hauptschülers, wie ihn sich Leute wie von und zu Gutenberg vorstellen: Leerer doof, Arbeit doof,  Mädchen doof, aber irgendwo muss man ja abladen, Kumpels cool (außer Axel, obwohl der erstaunlich gut weg kommt), aber schon Asi, Alk und Drogen gut. Kein Wunder also, dass der Wälzer nicht ganz sooooo eingeschlagen hat. &lt;br /&gt;Wer seine üblichen Klischees aber nicht unbedingt übererfüllt haben muss und sich auch für den Musiker Slash interessiert, dem wird dieses Buch sehr viel geben. Denn eines wird völlig klar: Der Mann lebt nur für und durch seine Gitarre. Das erste Mal Black Sabbath oder Van Halen zu hören erschüttert ihn stärker als das erste Abspritzen oder der erste Schuss und sein erstes Solo zu meistern scheint ihm mehr Befriedigung verschafft zu haben als der Gigantismus zum Ende der  Guns N´ Roses-Ära. Trotz seines extremen Lebens und seines Reichtums vermittelt Slash glaubhaft den Eindruck, er sei immer er selbst und vor allem Fan geblieben - welcher Musik-Afficionado erinnert sich nicht exakt an den Augenblick, in dem er vom Spirit of Rock n´Roll beseelt wurde? Das ist mehr, als man von den meisten Rockbios behaupten kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-617910061946765090?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/617910061946765090/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/slash-das-buch-zum-kerl.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/617910061946765090'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/617910061946765090'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/slash-das-buch-zum-kerl.html' title='&quot;Slash&quot;, das Buch zum Kerl'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-8466140321736650102</id><published>2009-09-10T06:34:00.000-07:00</published><updated>2009-09-12T05:15:56.665-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Band-News'/><title type='text'>SGATS Podcast</title><content type='html'>Die Karlsruher No-Wave-Existentialisten shy guy at the show arbeiten gerade an einem Konzeptalbum, das auf Goethes Prometheus basiert (!). In ihrem neuen &lt;a href="http://podcast.shy-guy-at-the-show.de/index.html#Folge1_Edgar_Allan_Poe"&gt;Podcast&lt;/a&gt; gewährt die Band Einblicke in ihre Arbeitsweise und spricht über ihre wichtigsten Einflüsse. In der ersten Folge spricht Sänger Sebastian kluge Dinge über den Meister aller Grusel-Schriftsteller Edgar Allan Poe. Und man kann da wirklich noch was lernen, oder wusstet Ihr was ein unzuverlässiger Erzähler ist?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-8466140321736650102?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/8466140321736650102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/sgats-poscast.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8466140321736650102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8466140321736650102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/09/sgats-poscast.html' title='SGATS Podcast'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-5769574677860195283</id><published>2009-08-28T05:41:00.001-07:00</published><updated>2009-08-28T05:41:59.901-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Artist-Portrait'/><title type='text'>Florian Bronk - Hip Hop mal anders</title><content type='html'>Zugegeben: Er ist kein Rocker, er ist nicht cool und er ist nicht tough! Trotzdem möchte ich Euch heute einen Musiker vorstellen, der mich auf eine ganz besondere Weise berührt. Ich habe ihn schon des Öfteren mit Freuden gefeatured und so langsam scheinen sich seine Qualitäten auch überregional herumzusprechen: Florian Bronk, ein gewöhnlicher deutscher Name, doch damit hat es sich dann auch, was dieser Hip-Hop-Künstler an Profanität zu bieten hat. Florian (fkna Zimba) bedeutet: "Der Blühende" oder auch „der glänzend Ausgestattete“ und tatsächlich sind die Talente des 23Jährigen vielfältig: Seine Musik ist eine farbenfrohe Melange aus Hip Hop-, Reggae-, Singer/Songwriter-, World- und Jazzeinflüssen. Die aggressive Sprache der Berliner Schule ist ihm fremd, Florian ist ein origineller Geschichtenerzähler - wer bitte, von dubiosen end-sechziger Psychodelic Bands vielleicht einmal abgesehen,  schreibt schon ein zehnminütiges Epos über die Reise eines Sandkorns - , der sich nicht hinter Schädelmasken versteckt, sondern sein Herzblut offen vergießt. &lt;br /&gt;In Blumenau, Santa Catarina, Brasilien geboren und bei deutschen Eltern in Karlsruhe aufgewachsen, wurde Florian schon zu zweiten Mal Adoptiert: Bei der Aktion „Söhne gesucht“ der Söhne Mannheims (nicht dass ich die jetzt besonders toll finden würde) nahm ihn aus 600 Bewerbern Raggae-Man Marlon B. unter seine Fittiche. Nach drei Tagen „chillin´“ mit Xavier und Brüdern aber auch harter Arbeit befanden die Söhne Bronk “ für würdig, sie im Video zur aktuellen Single zu vertreten, und fähig, vor zehntausenden mit ihnen auf der Berliner Waldbühne zu stehen, die in grauer Vorzeit immerhin schon von den Stones - als sie zu sowas noch fähig waren – zünftig zerlegt wurde. Aber das ist eine andere Geschichte. Am Fr, 18.9., 20.30Uhr, ist Florian im Jubez zu sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-5769574677860195283?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/5769574677860195283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/florian-bronk-hip-hop-mal-anders.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5769574677860195283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5769574677860195283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/florian-bronk-hip-hop-mal-anders.html' title='Florian Bronk - Hip Hop mal anders'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2623156692621177098</id><published>2009-08-12T10:43:00.000-07:00</published><updated>2009-08-12T11:34:44.426-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Doxologie'/><title type='text'>Jack White endgültig rehabilitiert</title><content type='html'>Mit den White Stripes konnte ich nie wirklich etwas anfangen. Schon irgendwie spannend, ja, aber doch zuviel Rumpel-Pumpel und Larifari, was für Visions-Leser eben. Das zweite The Raconteurs-Album, Consolers of the Lonely, fand ich dann doch ziemlich überzeugend - konnte einen glatt über die gescheiterte Led Zeppelin-Reunion hinwegtrösten, auf die ich allerdings ohnehin nicht gerade mit kaltscheißigen Händen gewartet hatte. Jetzt kommt der gute Jack schon wieder mit einem neuen Projekt aus der Garage - oder dem Stall, jetzt wohnt er ja irgendwo in den Südstaaten: The Dead Weather. Am Debut Horehound kann man sich nun ziemlich festhören. Fettester Bluesrock, der oftmals an die ganz alten Heroen wie Cream oder James Gang denken lässt. Doch ich schweife ab. Jedenfalls entdecke ich beim rumsurfen auf Youtube dieses Video:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.youtube.com/watch?v=svx39gvd-0I&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Dead Weather covern Pentagrams "Forever My Queen". Wie geil ist das denn? &lt;br /&gt;Das Teil soll wohl auch als 7" erscheinen, womit sich White endgültig als genialer Eklektiker outet. Wer meine Begeisterung nicht versteht, und das werden die meisten unter dreißig, beginne seine Recherchen über diese wegweisende Band am besten hier:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;http://www.myspace.com/bobbydarlingpentagram&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß und Erkenntnis!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2623156692621177098?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2623156692621177098/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/jack-white-endgultig-rehabilitiert.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2623156692621177098'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2623156692621177098'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/jack-white-endgultig-rehabilitiert.html' title='Jack White endgültig rehabilitiert'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-9006102126734360151</id><published>2009-08-07T04:14:00.000-07:00</published><updated>2009-08-11T02:14:35.843-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert-Review'/><title type='text'>I know, it´s only Gore-Metal-Boogie-Bluegrass-Techno-Death-Jive-Gospel-Waltz-Fast-Bossa (But I Like It)</title><content type='html'>Brutal Polka, 6.8., Karlsruhe, Die Stadtmitte. Was haben ein schwuler Polizist, ein Hot-Dog, ein Ledermaskenmann, die Imperialen Sturmtruppen und Fred Feuerstein gemeinsam? Natürlich nichts, trotzdem spielen sie gemeinsam Brutal Polka. Die gleichnamige Band, deren Lineup so fetischistisch vielfältig kostümiert wie multikulturell zusammengesetzt ist - die Mitglieder leben in den USA, Israel und Speyer – bezeichnet sich selbst als eine "in der israelischen Punkrock-Szene verwurzelte Gore-Metal-Boogie-Bluegrass-Techno-Death-Jive-Gospel-Waltz-Fast-Bossa-Band, deren Anfänge in einem anonymen Proberaum, auf einem nicht näher genannten Schulgelände, einer gänzlich unbekannten Stadt in einem namenlosen Staat liegen, die antrat eine bedeutende gefeierte sehr berühmte Pop-Gruppe zu werden und die mit ihrem schwach besuchten Konzert im örtlichen Underground-Club ihren Karrierehöhepunkt erreicht, wie jede andere auch."&lt;br /&gt;Dem wäre an sich Nichts hinzuzufügen, denn Brutal Polka hätten ihren Stil nicht präziser beschreiben können - auch wenn der Gospel-Einfluss nicht überschätzt werden sollte – und die zahlende Kundschaft am Donnerstag im Club Die Stadtmitte beschränkte sich auf magere 35 Personen, aber der Unterhaltungswert war doch beträchtlich und rechtfertigt somit die Überlieferung des Ereignisses. Nicht unerwähnt bleiben sollen auch Dropkid aus Stuttgart, die mit melodischen Hardcore vor drei Leuten alles gaben. Dann geht´s los mit Brutal Polka und für deren Show gibt es nur ein Adjektiv: Durchgeknallt. Kramer E. Frog (schwuler Polizist), zuständig für Gesang und Keyboards, sieht aus wie er heißt, bewegt sich wie er heißt und singt wie er heißt. Außerdem steht nach dem dritten Song in der Unterhose da. Darüber hinaus hält er Avocados für Teufelswerk und wird von seiner Mutter auf Tour geschickt, damit er we-nigstens etwas Bewegung bekommt. IZ, der Klonkrieger Gitarrist, hält sich meist pogend im Publikum auf, es sei denn er hat gerade ins Mikrophon zu kreischen. Sein steinzeitlicher Widerpart, Double Boy, steht aufgrund seiner beträchtlichen Körpermasse meist dem Bass spie-lenden Hot Dog im Weg – die halbe Band ist obendrein blind wie die Grottenolme, weigert sich aber aus Imagegründen auf der Bühne Brille zu tragen –, das trotzdem „einfach nur begeistert“ ist. Latexmann Georgius Ceasar an den Drums ist einfach nur er selbst. &lt;br /&gt;An der Musik hätten Frank Zappa und Captain Beefheart genauso ihre Freude gehabt wie Mike Patton oder die Toy Dolls. Und wer Alben wie A Tribute to Mainstream und Politics Shmolitics mit Songs wie „Let's Send The Ku Klux Klan Into The Fire Pitts In The Depths Of Hell“, „When Did Fat Mike Become A Hippie?“ oder "Micropenis“ aufnimmt, der hat ohne jeden Zweifel noch eine große Zukunft vor sich. &lt;br /&gt;Auch in Sachen Konzertdramaturgie gehen Brutal Polka ganz neue Wege: Der letze Song heißt „Fuck The World“. Georgius Ceasar lässt ihn mit einem fünfminütigen „Drumsolo“ ausklingen, indem er den einen pfeilschnellen Beat bis zur völligen Rammdösigkeit immer weiterspielt. Für das Publikum eine Geduldsübung. Dann kommt die Band zurück und tanzt (!) mit allen im Saal Polka. Schließlich kippt Georgius Ceasar vom Hocker. Trotzdem gibt es eine Zugabe. Sie heißt „Love Me“. Abgang Band, Abgang Caesar: Man sieht, er trägt Gummihosen und schwere Kampfstiefel. I know, it´s only Gore-Metal-Boogie-Bluegrass-Techno-Death-Jive-Gospel-Waltz-Fast-Bossa (But I Like It).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-9006102126734360151?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/9006102126734360151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/i-know-its-only-gore-metal-boogie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9006102126734360151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/9006102126734360151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/i-know-its-only-gore-metal-boogie.html' title='I know, it´s only Gore-Metal-Boogie-Bluegrass-Techno-Death-Jive-Gospel-Waltz-Fast-Bossa (But I Like It)'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-1579934839486642777</id><published>2009-08-03T06:11:00.000-07:00</published><updated>2009-08-03T06:12:13.267-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert Review'/><title type='text'>Dave Wyndorf ist fett, doch Monster Magnet sind es auch</title><content type='html'>Monster Magnet, Karlsruhe, Substage, 17.06.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die schlechte Nachricht vorneweg: David Wyndorf der letzte Held des Psychodelic-Rock ist voll fett. Die gute Nachricht hinterher: seine Band Monster Magnet ist es auch; noch immer. Ok, beim Konzert Substage ging Dave „Schlangenbeschwörer“ Wyndorf vielleicht nur noch als „Häuptling Fette Schlange“ durch, aber dafür ist der Mann im Gegensatz zu vielen ande-ren im Drogenbereich ähnlich engagierten Kollegen noch am Leben. Muss man auch mal se-hen. Andererseits soll es (weibliche)Fans geben, die der Band  auf der gesamten Tour hinter-her reisen, nur um den Meister zur Weiterverfolgung seiner Drogenkarriere zu bewegen – was für einen Körper Heroin und etwas Sport meißeln können beweist Iggy Pop seit Jahrzehnten  , doch sollte man für Wyndorfs Standhaftigkeit eher dankbar sein, denn wie man im Substage sehen konnte: Jedes zusätzliche Gramm ist Charisma Pur. &lt;br /&gt;Daran konnte auch der  schlabberige Kapuzenpulli, den Wyndorf - wie schon letzten Sommer auf dem South-Side-Festival trotz gefühlter 85° und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit - während des gesamten Konzerts trug, konnte daran nichts ändern. Die Fans im seit Wochen ausver-kauften Substage gingen vom ersten Augenblick an voll mit. Kein Wunder, denn knapp zwei Jahrzehnte nach ihrer letzten Clubshow in Karlsruhe – die Band aus New Jersey spielte da-mals im Musikclub Katakombe - spulten Monster Magnet ein Best-Off-Programm runte, das (fast) keine Wünsche offen ließ: Es dominierten die 90er mit den Alben Powertrip, Dopes to Infinity und  Spine of God. Heraus stachen ein grandioses „Zodiac Lung“, nur mit Gesang und Gitarre,  der  Indie-Knaller  "Negasonic Teenage Warhead" und die Hits der kommerziell erfolgreichen Powertrip-Phase „Crop Circle“,  „Powertrip“ und „Space Lord”. Das Schwer-gewicht legte Schwergewicht Wyndorf also auf straighten Rock, die psychedelische Vergan-genheit blieb etwas außen vor. Der heimliche Greatest- Hit aller Bulldog-Jünger der ersten Stunde, „Nod Scene“, wurde übergangen (heul!). Trotzdem steht fest: Auch ein übergewichti-ger Wyndorf lässt uns live nicht verhungern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-1579934839486642777?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/1579934839486642777/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/dave-wyndorf-ist-fett-doch-monster.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1579934839486642777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/1579934839486642777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/dave-wyndorf-ist-fett-doch-monster.html' title='Dave Wyndorf ist fett, doch Monster Magnet sind es auch'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-8813301137003227400</id><published>2009-08-02T03:14:00.000-07:00</published><updated>2009-08-02T03:17:26.619-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Buch'/><title type='text'>Stefan Gaffory: Kreisklassenhölle</title><content type='html'>Mit Kreisklassenhölle (Pro Business Verlag) hat Stefan Gaffory so etwas wie einen negativen Bildungsroman vorgelegt und gebärdet sich dabei wie ein von Hass getriebener Heinz Strunk: Der Held entwickelt sich vom naiven Landei zum absoluten Psychopathen. Während seiner Degeneration gerät er, da sich seine Rachepläne gegenüber der feindlichen Umwelt mit schöner Regelmäßigkeit gegen ihn selbst richten, in immer wahnwitzigere Situationen und Konflikte. Erschreckender Weise haben wir diese, wenn auch in meist abgeschwächter Form, so oder ähnlich schon selbst erlebt, so dass sich zahlreiche Punkte angewiderter Identifikation ergeben. Gaffory schreibt Lebensnah, hält sich gerne auf wo´s weh tut, hat also reichlich Street Credibility. Nervig ist allein der Hang des Autors sich über tausende Zeichen in übermäßiger Misanthropie zu aalen, dafür wird man allerdings alle paar Seiten mit einem echten Brüller belohnt: Gafforys Sinn für Situationskomik ist grandios und allein die Story wie der Held im Drogenrausch ein Stück Gammelfleisch zur Idol seiner noch zu gründenden Sekte zu stilisieren versucht, sollte dem Leser 237 Seiten literarische Selbstkasteiung wert sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-8813301137003227400?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/8813301137003227400/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/stefan-gaffory-kreisklassenholle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8813301137003227400'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/8813301137003227400'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/stefan-gaffory-kreisklassenholle.html' title='Stefan Gaffory: Kreisklassenhölle'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2406651931447976998</id><published>2009-08-01T07:25:00.000-07:00</published><updated>2009-08-01T07:28:49.200-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert-Review'/><title type='text'>The Whip</title><content type='html'>Whip/Marcel Gein, So, 19.5., Jubez, Karlsruhe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abseits seiner Hauptband Timesbold widmet sich, Sänger und Gitarrist Jason Merritt, alias Whip, dem Spannungsfeld zwischen Singer/Songwriter-Musik, Folk und Country. Am Sonntag ließ Merritt im Jubez am Kronenplatz weniger die Polit-Peitschen knallen (Im angelsächsischen Raum bezeichnet man den Parlamentarischen Geschäftsführer oder „Einpeitscher“ einer Fraktion, der für ein einheitliches Abstimmungsverhalten der Fraktionsmitglieder sorgen soll, als Whip) als Bäche von Tränen fließen. Das Vorprogramm bestritt Marcel Gein, Leadsänger der  letztjährigen „New.Bands.Festival“-Siegerband Perry O’Parson. Solo gab sich der Windener weniger als Power-Folk-Maniac, denn als Generationengrenzen überwin-dender - allerdings mit etwas sperrigem Songmaterial ausgestatteter - Pontifex zwi-schen Donovan und Adam Green. &lt;br /&gt;Nach längerer Umbaupause, welche der Hauptattraktion des Abends hauptsächlich dazu diente vor dem Club ein halbes dutzend Selbstgedrehter zu konsumieren, be-quemt sich Merritt im arbeiterbewegten Folkie-Revoluzzer-Look mit Schwarzer Filzja-cke, braunen Hosen und grobem Schuhwerk, schließlich doch noch zu seinem Ar-beitsplatz, um sogleich ein Klagelied an eine verflossene Liebe anzustimmen, schön. Doch wo Merritts melancholischer Pathos bei seiner Hauptband Timesbold in den multiinstrumentellen Klanglandschaften seiner Mitspieler ein Gegengewicht erhält, trifft dieser den Hörer bei seinen Solokonzerten mit voller weinerlicher Wucht. Auf Dauer ist das etwas Mühsam. Merritt scheint das auch selbst zu ahnen und orchest-riert seine Lieder mit allerlei Samples und Effekten, singt in zwei Micros, eines ohne Hall und eines mit sehr viel davon. „Ich mag die Geschichten“, so hat der große Ray Charles einmal seine Liebe zur Country-Musik begründet, aber richtige Geschichten gibt es bei Merritt eigentlich kaum, dafür viel Hall und Rauch und Beben in der Stim-me, die Knöchel affektiert leidend nach innen gekrümmt. So etwas wie Country- oder Folk-Gemütlichkeit kommt zu keiner Zeit auf und schlimm wäre das nicht weiter - denn so was gab es bei Johnny Cash oder Nick Drake auch nicht – erschöpfte sich Merritts Poesie nicht in Betroffenheitslyrik. Doch wo Drake mit tiefgründigen Texten wahrhaft berührte, und Cash wie kein Zweiter in wenige Worte ganze Tragödien klei-den konnte, klischiert der Timesbold-Kopf im Künstlerhut mit irgendwie gesucht wir-kenden, teils Bizarren, Gefühls-Symphonien für vierzigjährige Esoterikinteressierte, den süß-schweren Duft später Blüten im Herbst und vertrockneter Rosen inklusive. Dann doch lieber eine gute Geschichte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2406651931447976998?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2406651931447976998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/whip.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2406651931447976998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2406651931447976998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/whip.html' title='The Whip'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-2444595232389393262</id><published>2009-08-01T05:49:00.001-07:00</published><updated>2009-08-01T05:49:35.485-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konzert Review'/><title type='text'>Blog Sabbath</title><content type='html'>Heaven &amp; Hell, Europahalle Karlsruhe: „Ronnie James Dio hat drei Eier“, sagt der kanadische auch in Indie-Kreisen erfolgreiche Rockmusiker und bekennende Heavy Metal-Fan Danko Jones. Damit könnte man es eigentlich bewenden lassen, doch das wäre ungerecht: Der amerikanische Sänger ist zwar spätestens seit seinem 1983 veröffentlichten Debüt-Solo-Platinalbum Holy Diver so etwas wie der Inbegriff des Heavy Metal - sorry Manowar -, doch denkbar ist diese Erfolgsgeschichte kaum ohne das Zwischenspiel bei der Band Black Sabbath (1979-82). Die britischen Finster-Rock-Väter hatten sich Ende der 70er endgültig mit ihrem  Frontmann Ozzy Osbourne entzweit und suchten verzweifelt nach einer Alternative. Dio hatte unter dem Banner Rainbow mit Ritchie Blackmore mehrere erfolgreiche Alben aufgenommen, doch zerbrach die Liaison an der zunehmenden Pop-Orientierung des Ex-Deap-Purple-Gitarristen. Dio packte die Gelegenheit beim Schopf, zog Sabbath am selbigen aus dem Drogensumpf und hauchte dem künstlerisch bankrotten Bandgefüge neues Leben ein. Das Ergebnis waren zwei Meilensteine  der Rockgeschichte: die Alben „Heaven and Hell“ und „Mob Rules“. Danach verkrachte man sich wegen Egomanie, fand sich in den 90ern noch einmal für die sträflich unterschätzte Platte Dehumanizer zusammen und pflegte ansonsten seine Animositäten. &lt;br /&gt;2007 begrub man diese zumindest soweit um eine gemeinsame Tour durchzuziehen und das gelang offenbar so gut, dass man sich sogar daran wagte wieder gemeinsam zu schreiben. Das Ergebnis nennt sich The Devil You Know und am Montag präsentierten sich Dio, Iommi und Co. unter dem Bandnamen Heaven and Hell in der Europahalle auch wieder live: Nach dem Intro  „E5150“, ging man mit den Klassikern „Mob Rules“ und „Children of the Sea“ auf Nummer sicher, doch zündete erst „I“ vom ersten Reunion-Album richtig. Überhaupt erwiesen sich  neue Songs wie „Bible Black“, „Fear” und „Follow the Tears“ als echte Highlights. Hits wie „Vodoo“ oder „Sign Of The Southern Cross“ fehlten dagegen, doch ist es für eine Band, die nie größere Ausfälle fabriziert hat, wahrscheinlich unmöglich, in Sachen Songauswahl jeden zufrieden zu stellen.&lt;br /&gt;Über jeden Zweifel erhaben waren dagegen die Musiker: Zwar hatte Dio zu Beginn trotz überdurchschnittlicher Hodenanzahl mit einigen Tönen zu kämpfen, doch wen interessiert das solange Toni Iommy seine Gibson SG bearbeitet? Der große alte Mann der Heavy Metal Gitarre ist für sein Genre dasselbe wie B.B. King für den Blues: der letzte puristische Meister seines Fachs. Doch nach spätestens drei Liedern singt Dio auch im geschätzten Furcht erregenden Alter von über achtzig derart überirdisch, dass man meinen möchte, er habe in den 30er Jahren gleich Blueslegende Robert Johnson im Austausch für seine Kunstfertigkeit seine Seele dem Teufel verkauft. Bassist Geezer Butler macht derweil, was er seit nunmehr  40 Jahren tut: stoisch vor sich hin spielen, wobei sein symbiotisches Zusammenspiel  mit Iommi seinesgleichen sucht. Bleibt noch Schlagzeuger Vinnie Appice: dessen Drumsolo sei etwas anachronistisch, meint ein Zuhörer. Ok, aber was an dieser Band und ihrem Publikum ist bitte zeitgemäß? “Die Young”, heißt der letzte Song des regulären Sets, doch  diesen Zug haben die Band und der grossteil des Publikums gleichermaßen verpasst. Doch wen stört dass, solange er drei Eier hat?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-2444595232389393262?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/2444595232389393262/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/blog-sabbath_3411.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2444595232389393262'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/2444595232389393262'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/blog-sabbath_3411.html' title='Blog Sabbath'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-359747327015431924</id><published>2009-08-01T05:40:00.000-07:00</published><updated>2009-08-01T05:41:50.138-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='CD-Review'/><title type='text'>Starbax: "Hits To Go"</title><content type='html'>Mit Hits To Go haben Starbax ein frisches US-Pop-Punk-Album vorgelegt. Die Jungs können spielen, das Songwriting ist abwechslungsreich und auch der Sound geht in Ordnung. Hits To Go wäre also durchaus ein Treffer, läge man gesanglich nicht durchschnittlich einen Viertelton daneben, was den Hörspaß leider deutlich mindert. Ist bei Punkrock doch egal, könnte man einwenden, nur: Bei den US-Kollegen von Blink182, Green Day oder Sum41, auf die man sich unverblümt beruft, stimmt´s halt einfach. OK, die haben mehr Kohle für Autotune und all so was, aber man kann sich ja auch auf natürlichem Wege behelfen: Gesangsunterricht ist keine Schande, auch für echte Punkrocker.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-359747327015431924?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/359747327015431924/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/starbax-hits-to-go.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/359747327015431924'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/359747327015431924'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/starbax-hits-to-go.html' title='Starbax: &quot;Hits To Go&quot;'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3894810545829548820.post-5505565545270190920</id><published>2009-08-01T05:34:00.000-07:00</published><updated>2009-08-01T05:36:23.197-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='CD-Review'/><title type='text'>Perry O' Parson: "In Our Time Of Need"</title><content type='html'>In Our Time Of Need heißt die neue CD der Karlsruher Neo-Folk-Band Perry O´Parson. Und was soll man sagen: Die Gewinner des new.bands.festivals 2008 tragen ihre Emotionalität ganz ohne ein Quäntchen dieser widerwärtigen Indie-Affektiertheit, ohne die das ganze alternative Musikmagazin-Pack heute nicht mehr auszukommen meint, völlig vergessend, dass es nicht zwangsläufig von einem komplexen Innenleben zeugt, fünfzehjährigen Emogören einen vorzuheulen. Sänger Marcel Gein hat zwar offenbar auch ´ne schwere Kindheit und für einen Anfang-Zwanziger viele überaus erschütternde Beziehungsdramen hinter sich, aber ihm gelingt es zumindest das stimmlich glaubhaft zu untermauern. Find´ich gut, die Platte. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3894810545829548820-5505565545270190920?l=thebigrockblog.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/feeds/5505565545270190920/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/perry-o-parson-in-our-time-of-need.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5505565545270190920'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3894810545829548820/posts/default/5505565545270190920'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thebigrockblog.blogspot.com/2009/08/perry-o-parson-in-our-time-of-need.html' title='Perry O&apos; Parson: &quot;In Our Time Of Need&quot;'/><author><name>P.B.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18261869731956984419</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
