Freitag, 21. Juni 2013

Lemmy bekommt Defibrillatör eingepflanzt

Dass er erst zurückstecken würde, sobald ihn der Tod persönlich ins Jenseits befördert habe, hatte Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister ja schon vor geraumer Zeit angekündigt. Genauer gesagt 1984 als die Band mit „Killed by Death“ auf Platz 51 der UK Singles Chart kletterte. Dass der unverwüstliche Slawenhaken-Enthusiast einen nicht gerade asketischen Lebenswandel pflegt, ist allerdings auch kein Geheimnis: „Ich bin toxisch. Wer mein Blut bekommt, fällt um.“ Damit Lemmy so bald nicht aus den weißen Pantinen kippt, wird die mit reichlich Whiskey und Amphetaminen angereicherte Giftbrühe nun mit technischer Hilfe durch seine Adern gepumpt.
Wie die Sprecherin der Band dem Big Rock Blog bestätigte, bekam der 67-Jährige in seiner Wahlheimat L.A. bereits im März einen Defibrillatör eingesetzt. Der Apparat dient sozusagen als Notstarter, sollte das Herz einmal aussetzen. Der Eingriff erfolgte, nachdem während Lemmys alljährlichem Diabetes-Check-up Herzprobleme erkannt worden waren.
Einen Infarkt habe der Musiker aber definitiv nicht erlitten. Das Krankenhaus habe er schon nach wenigen Tagen wieder verlassen und die Aufnahmen zum für September angekündigten neuen Album "Aftershock" fortsetzen können. „Lemmy geht es gut, er hat sich zu dem Schritt entschieden, da er ganz sicher noch einige Jahre touren will“, sagte sie.
Insgesamt keine große Sache also? Lemmys gewohnt bissiger Kommentar zur überstandenen OP: “Normalerweise hätte ich das während Mikkey´s Drum-Solo gemacht. Aber ich bin kein junger Hüpfer mehr und mit zunehmendem Alter nicht mehr so beweglich. Noch vor zehn Jahren hätte ich mich der Prozedur während MEINES Bass-Solos unterzogen.“
Vor und nach dem erfolgreichen Eingriff habe der Sänger sich mit seinem Kumpel Slash ausgetauscht. Der wesentlich jüngere Ex-Guns´N´Roses Gitarrist hat bereits seit 12 Jahren ein solches Gerät in der Brust. Vergleiche, wer nun den Längeren [Reißverschluss zwischen den Brustwarzen] habe, seien aber nicht angestellt worden. Lemmy sei außerdem zuversichtlich, im Gegensatz zum mittlerweile abstinenten Zylinderträger, nicht auf Liebgewonnene (Trink)Gewohnheiten verzichten zu müssen. Er habe schließlich das neuere technisch ausgereiftere Modell.

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