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Sonntag, 28. August 2016

Exodus: Eine Lektion in Heftigkeit

Rückkehrer in Top-Form: Steve "Zetro" Souze. Foto: Serguei Trouchelle
Für alle die es nicht wissen: Exodus sind die Band, bei denen sich Metallica seiner Zeit abgeguckt haben, wie´s richtig geht. Der Beweis: Einige frühe Metallica-Hits wie „Creeping  Death“ oder „Trapped under Ice“ basieren auf Riffs der Kalifornier. Weil die Thrash-Pioniere aber vergaßen, rechtzeitig eine Platte herauszubringen, hatten  James Hetfield und Co schon zwei Alben draußen, als ihre einstigen Vorbilder endlich mit ihrem Debut um die Ecke kamen.
Egal, „Bonded by Blood“ wurde das vielleicht einflussreichste Thrash-Album aller Zeiten und mit den beiden Nachfolgern Pleasures of the Flesh (1987) und Faboulous Disaster (1989) gelang Exodus ein Metal-Hattrick, der bis heute unübertroffen ist. Und: Im Gegensatz zu ihren kommerziell ungleich erfolgreicheren Kollegen, haben sie nie vergessen, was eine richtige Harke ist – weshalb nicht wenige Fans der Auffassung sind, dass der San-Francisco-Fünfer eigentlich die besseren Metallica sind.
Dass dieser Standpunkt nicht ganz abseitig ist, konnte man beim Konzert am Montag, 15.8., im Substage erleben: Exodus trugen nicht nur „Fuck-Isis-T-Shirts“, sondern auch armlange Schweißbänder. Und die brauchten sie auch. Denn mit den doppelläufigen Gitarren-Soli, Stuka-Riffs und knatternden Drums, von denen Genre-Klassiker wie „And Then There Were None", „War Is My Shepherd“  oder „A Lesson in Violence“ nur so strotzen, erzeugen Exodus genug Feuerkraft, um den ganzen sogenannten islamischen Staat bei Kapstadt ins Meer zu treiben.
In Abwesenheit von Gitarrist und Bandkopf Gary Holt, der vermutlich irgendwo seinem lukrativen Nebenjob als Aushilfsgitarrist  von Slayer nachgeht, musste der zurückgekehrte Steve „Zetro“ Souza am Mikro die Show alleine schmeißen. Schwer fällt das diesem trotz seiner mittlerweile 52 Jahre nicht. Zum ersten ist seine Charakteristische Brian-Johnson-Röhre noch voll Intakt, zum zweiten ist Souza ein begabter Entertainer, der es versteht, ein Publikum mit anfeuernden Gesten und flotten Sprüchen („Let´s fuck something up!“) in Wallung zu bringen.
Doch vermutlich könnte man statt ihm auch einen Wischmopp auf die Bühne stellen, denn Evergreens wie „Pleasures Of The Flesh“, „Bondes by Blood“ oder „The Toxic Waltz“ repräsentieren den Thrash-Metal in seiner ganzen unverblümten High-Speed-Herrlichkeit und können einfach keinen Fan kalt lassen. Es sei denn, sein Kopf wäre am Hallenboden festgenagelt. Aber jetzt mal ehrlich: Wie oft kommt sowas schon vor?

Sonntag, 20. März 2016

Lemmy hat mich beinahe umgebracht! - Anthrax-Gitarrist Scott Ian im Interview


Der Mann, der noch schneller spricht als er spielt: Scott Ian mit Anthrax live 2012. Foto: Jonas Rogowski
Neben Exodus, Slayer und Metallica gehören Anthrax ohne Zweifel zu den Mitbegründern des Thrash Metal Genres. Jener Spielart extremer Musik, mit der einige Aufrührer dem in heroischer Pose erstarrenden klassischen Metal zu Beginn der 80er bewaffnet mit Kettensägen-Riffs und Presslufthammer-Drums zu aufgedunsenem Leibe rückte. Die Songs wurden kürzer und brutaler. Und statt von Verliesen und Drachen zu singen, schrien die jungen Wilden düstere Endzeitvisionen voller Tod und Gemetzel in die von der atomaren Bedrohung überschattete Welt hinaus.  Doch selbst neben diesen Aufwieglern wirkten Anthrax irgendwie anders: Während sich die Bands von der Westküste mit Killer-Nieten behängten und albtraumhafte Kreaturen oder Pentagramme auf ihre Plattenhüllen drucken ließen, wählten sich die New Yorker den pfannkuchengesichtigen Grinsekopf „Not Man“ zum Maskottchen und ließen sich mit Skateboards ablichten. Ende Februar erschien ihr jüngstes Album „For All Kings“ (Nuclear Blast/Warner Music). Es ist ihr 11. in 35 Jahren Bandgeschichte. Während all dieser Zeit blieb Scott Ian die einzige Konstante. Wie sich beim Interview herausstellt, spricht der 52-Jährige Ziegenbartträger genauso schnell und pointiert wie er Gitarre spielt.   
The Big rock Blog: Nach einem Niedergang Mitte der 90er Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends erlebt der Thrash Metal gerade wieder eine Renaissance. Alte Bands wie Slayer oder Megadeth segeln vor frischem Wind und auch junge Fans und Musiker interessieren sich wieder für das Genre. Erlebst du das auch so?
Scott Ian: Hm, darüber habe ich ehrlich gesagt noch nicht nachgedacht. Ich gehe einfach jeden Tag zur Arbeit bei der Anthrax AG. Das ist ein wenig, wie in einer Seifenblase zu leben. Ob in den 90ern irgendetwas relevant war oder heute wieder relevant ist, darauf habe ich nie geachtet. Wir waren immer gut im Geschäft, wenn das Ihre Frage beantwortet.
Anthrax waren als Band also immer gleich stark gefragt?
Nun ja, von 1997 bis 2000 war die Lage kommerziell gesehen nicht so rosig wie zuvor. Aber ich denke, solche Schwankungen sind normal, wenn man so lange dabei ist wie wir – das gilt wohl für jede Branche.
Seine Geburtsstunde und erste Blüte erlebte Thrash Metal in den 80er Jahren. Damals war die Bedrohung eines Nuklearkrieges sehr real und allgegenwertig. Heute fürchten wir den Terrorismus. Sind bedrückende Zeiten gute Zeiten für aggressive Musik?
Puh, auch darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber ich kann mir vorstellen, dass man diese Theorie beweisen könnte. Als wir anfingen in den 80ern war Reagan Präsident, das waren definitiv gruselige Zeiten…
Anthrax Gründungsbassist Dan Lilker, mit dem du später noch bei den Crossover-Pionieren S.O.D. spieltest, nannte nach seinem Abgang seine neue Band sogar Nuclear Assault.
Ja, es herrschte eine beklemmende Stimmung und Thrash Metal wurde geboren. Dann passierten die Anschläge vom 11. September 2001 und Thrash wurde größer und größer. Verrückterweise ist diese Musik heute kommerziell erfolgreicher als sie es in den 80er Jahren jemals war. Ja, es scheint so zu sein: Je schlimmer die Dinge auf unserem Planeten stehen, desto bedeutender wird Thrash Metal (lacht).
Indessen scheinen heute viele Leute vergessen zu haben, was für eine beklemmende Stimmung in den 80ern herrschte. Ich kenne die Verbrechensstatistik von New York, wo du aufgewachsen bist, aus diesen Jahren nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass dort damals pro Jahr mehr Leute erschossen und abgestochen wurden, als die knapp 3000 Menschen, die beim Anschlag auf das World Trade Center umgekommen sind.
Oh ja, die Verbrechensrate war viel höher. Allerdings war das New York der späten 70er und frühen 80er, in dem ich aufgewachsen bin, eine völlig andere Welt. Als 13-Jähriger war es das absolut größte für mich, in die Stadt zu gehen und in den Plattenläden von Greenwich Village abzuhängen. Es war viel gefährlicher, aber trotzdem auch irgendwie unschuldiger. Vielleicht war auch nur ich unschuldiger. Ich war ein Teenager, aber ich nahm keine Drogen und beging keine Verbrechen. Ich wusste, dass es diese Dinge gab und wo, aber ich hielt mich fern davon. Gut, ich habe mir mal einen gefälschten Ausweis gekauft, um in Clubs reinzukommen. Und einmal hat mich auf dem Times Square einer mit dem Messer bedroht. Ich habe dem Typen meine 15 Dollar gegeben und hatte natürlich auch Angst, aber ich dachte nicht, dass ich jetzt sterbe. Heute dagegen muss man, egal wo man ist, damit rechnen, sein Leben zu verlieren. Egal, ob durch religiöse Fanatiker oder auch nur irgendeinen verdammten Irren mit einer Knarre, der entscheidet, dass er heute in einer Schule rumballern muss. Nehmen Sie nur den Angriff aus den Musikclub Bataclan in Paris, wo gerade die Eagles Of Death Metal spielten. Wobei man einräumen muss, dass zumindest hier in Amerika, der einheimische Terrorismus ein ernsteres Problem darstellt als der von außen kommende. Es gibt mehr Amerikaner, die Amerikaner töten als religiöse Extremisten, die Attentate begehen.
In den 80ern war Terrorismus etwas, das anderswo passierte, in Nordirland zum Beispiel…
…genau, oder im Mittleren Osten, in Palästina. Jedenfalls war Terrorismus damals nicht Teil meines Lebens. Heute muss ich mich, da ich auf dieser Erde lebe, zwangsläufig damit auseinandersetzen. Als Kid in den 80ern habe ich mir nicht ständig Sorgen gemacht, dass wir uns als Spezies mit Atombomben auslöschen könnten. Wenn ich aber jetzt einen Bahnhof betrete, geht es mir durch den Kopf, dass jeden Augenblick einer mit einem Bombengürtel um den Bauch auf den Bahnsteig rennen könnte. Im Dezember war ich bei der Premiere von Star Wars – mit meiner Familie. Es ist ein großes Ereignis und es sind jede Menge Leute da und in mir steigt der Gedanke auf, „was, wenn jetzt einer losballert?“.  Das ist die Welt in der wir heute leben!
Reden wir von erfreulicheren Dingen. Ihr habt eine neue Platte aufgenommen, darauf sind wieder ein paar richtige Ohrwürmer. Gibt es einen Grund dafür, dass die Thrash Bands von der Ostküste wie Anthrax oder Overkill schon immer etwas melodischer waren als die Westküstenbands wie Exodus  oder Slayer?
Darüber denke ich nicht nach. Wir planen nicht, was für Lieder wir schreiben. Wir gehen zu dritt in den Proberaum und legen los. Wir versuchen Musik zu machen, die uns die Haare schütteln lässt und Songs zu komponieren, die wir nirgendwo anders hören können. So halten wir es seit 1981.
„For all Kings“ ist ein für manche überraschend starkes Album geworden. Es ist das erste seit „Worship Music“ von 2011, das gemischte Reaktionen erntete. Davor gab es acht Jahre lang keine neuen Aufnahmen, sondern Querelen in der Band, die mit zahlreichen Besetzungswechseln einhergingen. Hattet ihr etwas zu beweisen?
Nein, die Meinung von anderen ist mir egal – abgesehen von den Jungs in der Band.
Wenn du an neuen Songs arbeitest, bist du eher ein  Hamsterer, der erst tausende von Riffs hortet und dann das meiste verwirft oder schreibst du eher wenig und nimmst das dann auch alles?
Es ist eher so, dass ich die eine oder andere Idee, die mir in den Sinn kommt, wenn ich die Gitarre zur Hand nehme, mit dem Telefon aufnehme. Wenn wir dann in der Band an Songs arbeiten und es würde passen, krame ich sie dann wieder hervor. Ich bin also kein Hamsterer. Mir kommen die besten Ideen, wenn ich mit Charlie (Benante) und Frankie (Bello) unserem Bassist gemeinsam zocke.
Nochmal zurück in die 80er. Anthrax waren nicht nur Mitbegründer der Thrash Metal-Szene. Sie waren mit ihrem Nebenprojekt S.O.D. (1985), Anthrax- Songs wie „I´m the Man“ (1987) und einer Kollaboration mit Public Enemy („Bring the Noise“, 1991) auch stilbildend für das Crossover Genre, in dem sich Elemente von Hip Hop, Hardcore und Metal verbanden. Was später sehr erfolgreiche Bands wie Korn oder Limp Bizkit inspirierte.
Ja, stimmt.
Heute läuft zwischen der Metal- und der  Hip Hop-Szene so gut wie nichts mehr. Was ist passiert?
Keine Ahnung. Wahrscheinlich hat keiner mehr eine gute Idee für sowas gehabt, ich jedenfalls hatte keine mehr seit der Sache mit Public Enemy (lacht).
Ihr wart damals mit denen auf Tour. Sind da zwei Welten aufeinander geprallt? Chuck D hat mal gesagt, einige der Shows auf dieser Konzertreise wären mit das härteste gewesen, was er je mitgemacht habe.
Nein, wir waren einfach ein Haufen New Yorker, die gemeinsam etwas völlig Neues, Einmaliges auf die Beine gestellt haben. Eine Metal Band und eine Rap Band, die gemeinsam auf Tour gingen, das hatte es nie zuvor gegeben. Es war ein fantastisches Erlebnis. Wobei wir – das muss ich ehrlich sagen – auch an viele Orte gekommen sind, wo die Leute für so etwas noch nicht bereit waren. Aber wir hatten wie gesagt eine Menge Spaß, weil wir so sehr liebten, was wir taten.
Ende vergangenen Jahres ist Szene-Übervater Lemmy Kilmister gestorben. In dem Rockumentarfilm "49% motherfucker. 51% son of a bitch" von 2010 über ihn hast du einen Auftritt und erzählst diese urkomische Story, wie sie mit seiner Band Motörhead im selben Studiokomplex aufnahmen und dir der frisch ins sonnige Kalifornien umgezogene Lemmy täglich in diesen Hot Pants-artigen ultrakurzen Hosen über den Weg gelaufen sei, die tiefer blicken ließen als dir lieb war. Lemmy, von ihnen darauf angesprochen, meinte mit Blick auf eure knielangen Beinkleider nur ganz trocken: „Es ist warm draußen, deshalb trage ich Shorts und habe es kühl. Das hingegen sind lange Hosen“.  Das ist eine meiner Lieblingsstellen im Film…
…oh, danke schön…
…hast du vielleicht nochso eine gute Geschichte über ihn?
Keine, für die ich nicht eine halbe Stunde brauchte, um sie zu erzählen (lacht). Das erste Mal habe ich Lemmy 1985 in einer Bar in London getroffen. Und ich versuchte mit ihm mitzuhalten beim Trinken, denn er war ja mein Held. Das war aber ein verdammt schwerer Fehler. Um es kurz zu machen: Zwei Tage später kam ich in einem Münchner Hotelzimmer wieder zu mir während ein Arzt mir eine Spritze verpassen wollte, weil ich eine üble Alkoholvergiftung hatte und mich ständig erbrach Ich wehrte mich mit Händen und Füßen, weil ich überzeugt war, er sei der Nazi-Doktor aus dem Film „Marathon Man“. Es war eine der schlimmsten Erfahrungen meines Lebens. Ich kann also von mir sagen, Lemmy hat mich 1985 beinahe umgebracht.  Ziemlich verrückt, was?
Diese Geschichte erzählst du ebenfalls in deinem Spoken-Word-Programm, mit dem du auch schon auf Festivals wie dem Wacken Open Air aufgetreten bist. Machst du das noch gelegentlich?
Wenn ich die Zeit habe. Es ist aber schwierig ein Zeitfenster dafür zu finden, weil Anthrax ständig spielen. Aber Lust hätte ich schon.
Was macht den Reiz daran aus, Leuten Geschichten über Heavy Metal zu erzählen, wenn man stattdessen selbst mit der eigenen Heavy Metal Band auf der Bühne stehen könnte?
Wenn ich keine Gitarre umhängen habe und nicht mit der Band spiele, habe ich die alleinige Verantwortung. Es gibt nur mich und das Mikrofon und die Leute, die von mir unterhalten werden möchte. Das gefällt mir daran.
Ein weiteres Hobby von dir ist Poker. Ein Online-Poker-Anbieter hat dich sogar mal als Profi unter Vertrag genommen. Du musst also ziemlich gut sein. Was ist das faszinierende an dem Spiel?
Das war mal. Ich habe schon seit fünf Jahren nicht mehr ernsthaft gespielt. Online-Poker ist in den U.S.A seit 2011 verboten. Das war so ziemlich das Ende meiner Spieler-Laufbahn.
Von der Band oder der Crew will niemand mit dir spielen?
Nein, keiner von meinen Freunden spielt noch Poker mit mir. Nicht einmal, wenn ich verspreche, es langsam angehen zu lassen.
Noch mal zurück zur Musik. Du hast mal gesagt, dass Accept einer deiner Haupteinflüsse als Gitarrist waren. Wann und wie hast du die Deutschen Metal-Pioniere entdeckt?
In den frühen 80ern waren meine Freunde und ich ständig auf der Jagd nach der nächsten härtesten Band der Welt. Irgendjemand kam dann mit „Breaker“ (drittes Accept Album, erschienen 1982) an und wir sind total auf die Scheibe abgefahren. Für mich war das die härteste Platte aller Zeiten – bis (der Nachfolger) „Restless and Wild“ herauskam. Von 1982 bis ´84 haben wir kaum was anderes gehört, nichts war so heftig wie Accept. Sie waren die metallischste Metal Band, die es gab.
Hast du sie auch live erlebt?
Sie kamen nach New York im Vorprogramm von Kiss. Wir kauften uns natürlich Tickets für die Show in der Radio City Music Hall. Aber am Tag zuvor spielten sie im The Mid-Hudson Civic Center in Poughkeepsie im Staat New Xork, etwa 80 Meilen nördlich von New York City. Wir fuhren hin, denn wir wollten unbedingt die ersten sein, die Accept sehen – Den Auftritt Kiss haben wir nicht mal abgewartet. So konnten wir unseren anderen Freunden am nächsten Tag erzählen, wir haben Accept schon gestern Abend gesehen und sie waren unglaublich. Dann haben wir Kiss wieder nicht angeschaut, sondern sind nach Brooklyn gefahren, weil Accept dort nachts um eins noch eine zweite Show in einem Club spielten. Dort war die Hölle los. Der Laden war vielleicht für 1200 oder 1500 Besucher ausgelegt, aber es waren bestimmt mehr als 2000 da, die komplett ausgerastet sind. Es war ein verdammt geiles Konzert.
War das nicht ein großes Opfer für dich, zweimal auf Kiss zu verzichten für Accept? Ich dachte, du wärst auch ein ziemlich fanatischer Fan von denen.
Stimmt, aber Kiss-Fan war ich nur von 1975 bis 1978. Nach „Alive II“ waren sie mir herzlich egal.

 

Montag, 22. Februar 2016

Königlicher Thrash-Genuss - Anthrax veröffentlichen "For All Kings"


Vor der endgültigen Rückkehr von Sänger Joey Belladonna 2010 hatte es schon verflixte sieben Jahre lang keine neue Musik von Anthrax zu Kaufen gegeben. Stattdessen hatten die New Yorker mit bandinternen Querelen und kaum nachvollziehbaren Besetzungswechseln viel Kredit bei den Fans verspielt. Das 2011er Comeback-Album „Worship Music“ hatte dann lediglich durchwachsene Reaktionen geerntet. Die Big-Four-Thrash-Veteranen hatten mit ihrem neuen Langspieler, der am Freitag, 26. Februar, erscheint also durchaus etwas zu beweisen. Und? „For All Kings“ (Nuclear Blast/Warner Music) ist der erhoffte Befreiungsschlag geworden! Zwar greifen einen Anthrax mit diesem Album nicht unmittelbar am Nacken und schütteln einem rüde die Birne durch wie man das aus früheren Zeiten gewohnt war. Aber nach einigen Durchläufen entfaltet „For All Kings“ seine Kraft: Schon der Opener „You Gotta Believe“ ist eine rhythmisch ausgefeilte Achterbahnfahrt von einem Song. Daneben gibt es progressiv angehauchte Epen wie „Blood Eagle Wings“, verzwirbelte  Riffomanien wie „Evil Twin“ und klassische Mosh-Pit-Kracher wie „Suzerain“ oder „Zero Tolerance“. Die Klammer, die dieses äußerst variable Songmaterial zusammenhält, ist die Stimme von Joey Belladonna, dessen Gesangsarbeit beim majestätischen Titeltrack selbst Ronnie James Dio nicht hätte peinlich sein müssen. „For All Kings“ trägt seinen Namen zu Recht. Dieses Album ist ein königlicher Genuss für Thrash-Fans. 
Melden sich lautstark zurück: Anthrax Foto: Stephanie Cabral
  



Mittwoch, 8. Juli 2015

Bier und Bonanza-Räder - Hellyeah sind die Pantera für Sitzenbleiber


Hellyeah firmieren offiziell als Band, aber in Wirklichkeit ist die Southern-Thrash-Truppe vor allem eines: Ein Vehikel damit Vinnie Paul Abbot seinem liebsten Hobby Schlagzeugspielen nicht allein im heimischen Probekeller nachgehen muss.  Denn während der Texaner  mit seiner Ex-Band Pantera in den frühen 90ern den Metal revolutionierte und die größten Hallen füllte, verirren sich an diesem Dienstag im Juni gerade einmal etwa hundert Hartgesottene ins Substage. Von Enttäuschung ist bei Vinnie Paul indessen dennoch keine Spur. Wenn der 51-Jährige hinter seinem gigantischen Set sitzt, lächelt er so  selig wie der kleine dicke Junge, als der er einst auf seinem roten Bonanza-Rad durch die sonnenbeschienen Straßen von Abilene cruiste.
Gut 40 Jahre später, nach der Veröffentlichung drei unsterblicher Klassiker Alben (Cowboys From Hell, Vulgar Display Of Power, Far Beyond Driven), von denen Pantera zwischen dem Durchbruch 1990 und ihrer Demission 2003 mehrere Millionen absetzen konnten, der Fehde mit dem genialen aber unberechenbaren Frontmanns Phil Anselmo sowie der Ermordung seines Bruders und Bandpartners, Gitarrist Dimebag Darrel, lässt Vinnie Paul breit grinsend das Groovemonster von der Kette. Mit der Präzision eines Kunstbullenpeitschenschwingers und der Kraft eines Bärentöters bearbeitet Abbot sein Set. Unter den Schlägen seiner schwarzbehandschuhten Fäuste grollt, rollt und faucht das große schwarze Biest, als führe es ein Eigenleben.
Doch während es Pantera verstanden hatten, ihre unbändige Aggression in gleichsam einprägsame und  abwechslungsreiche Songs zu kanalisieren, ist der südstaatenrockinfizierte Thrash-Metal von Hellyeah vor allem eines: ziemlich langweilig. Zu eintönig ist das unentwegte  Riff- und Groove-Gewitter. „Yeah, yeaher, hellyeah“, scheint sich die Band zu denken. Doch ein Kopftreffer mit dem Vorschlaghammer ist eben nur beim  ersten Mal ein eindrückliches  Erlebnis, beim zweiten und dritten Mal ist hingegen selbst der nehmerfreudigste Empfänger bedient, sprich ausgeknockt.  Und auch wenn feuchtfröhliche Dumpfbacken-Hymnen wie „Drink Drank Drunk“ durchaus von Humor zeugen, wirkt die ewige Titten, Theken, Flatulenzen-Bierschaumschlägerei auf Dauer dann doch etwas abgestanden.
Die konzeptionellen Mängel suchen Hellyeah mit persönlichem Engagement auszugleichen: Vinnie Pauls Fähigkeiten wurden bereits gepriesen. Sänger Chad Gray von den US-Millionensellern Mudvayne bringt ebenfalls vollen Einsatz. Mit seinem roten struppigen  Irokesenschnitt sieht der spindeldürre 43-Jährige zwar aus wie ein ziemlich gerupfter Hahn, krähen kann er aber noch immer ziemlich durchdringend. Besonders fleißig ist außerdem Axtmann Chris Brady, der die Arbeit für seinen Kollegen Tom Maxwell, der sich den Fuß gebrochen hat, mitverrichten muss. Was die ganze  Sache allerdings auch nicht vielschichtiger macht.
Mit fünf Bier im Kopp mögen Hellyeah ihrem Namen gerecht werden, beim nüchternen Betrachter bleibt die Partystimmung hingegen aus.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Taufrisch duftender Tod - Death Angel

„Taufrisch duftend“ – das bedeutet der aus einem Gedicht von Edgar Allen Poe abgeleitete Name Dew-Scented –  ist Leif Jensen als einziges nach 23 Jahren verbliebenes Urmitglied vielleicht nicht mehr, musikalisch präsentierten sich die Musterschüler der zweiten Teutonen-Thrash-Generation bei ihrem Gastspiel im Vorprogramm der Bay Area-Legenden Death Angel am Freitag im Substage gleichwohl wie eine frische Brezel: dampfendheiß und knusprig. Allerdings hatten offenbar nicht allzu viele Fans Lust auf ofenwarme Thrash-Kost, der Laden war nur halb voll.
Vielleicht lag das am Wochentag. Oder vielleicht auch daran, dass man heute im Club keinen der bis über beide gepiercten Ohren tätowierten Jungtürken erblickte, die sich üblicherweise sonst auf Extremmusik-Konzerten tummeln. Jungs, würdet ihr gelegentlich mal die Pflöcke aus den Ohrwascheln nehmen, hättet ihr vielleicht schon mal davon gehört, dass auch Heaven Shall Burn nicht vom Himmel gefallen sind, sondern auf ganze Generationen von Wegbereitern folgten, denen man ruhig mal die Ehre erweisen kann!  An ICE-Fußtrommel-getriebenen Schnelltod-Granaten wie „New Found Pain“, messerscharf berifften Metzeleien wie „Soul Poison“ oder klassischer Prügelsuppe à la Sodom wie „Never To Return“ hättet ihr jedenfalls auch Geschmack gefunden.
Thrash als schöne Kunst: Death Angel. Foto:promo
Wem Dew-Scented schon schwer im Magen lagen, dem sollte der Hauptgang den Rest geben. Denn Death Angel legten noch mal eine ganze Kelle drauf: Was die San Francisco-Boys leisteten war nichts weniger als eine Meldodic-Thrash-Masterclass. Dabei stand die  1982 gegründete Combo vor ein paar Jahren vor dem Aus. Als Rob Cavestany (Gitarre) und Mark Osegueda (Gesang) plötzlich alleine im Boot saßen, waren der Stimmen nicht wenige, die forderten, das einst stolze Schlachtschiff Death Angel besser abzuwracken. Doch die beiden machten den Kahn mit neuer Mannschaft wieder flott. Wie flott, war unter anderem daran zu bemessen, dass alte Shanties wie „Shores Of Sin“ zwar unerreicht, aber die Songs vom aktuellen Album „The Dream Calls For Blood“ ebenfalls nicht von schlechten Engeln sind (und ganz nebenbei besser als alles, was die satten, sogenannten „Big Four“, Slayer, Metallica, Anthrax und Megadeth, in der letzten Dekade veröffentlicht haben). 
Quadratisch, praktisch, hart und besser als alles von den "Big Four" der letzten Dekade: die neue Death Angel.
 Und überhaupt: Sollte man einem Unbedarften verständlich machen wollen, was eine „tighte Band“ ist, das US-Sextett wäre das Paradebeispiel. Die Gitarrenachse Cavestany/Ted Aguilar macht beim Sägen Späne für ein ganzes Holzfällercamp, Bartserker Will Carroll am Schlagzeug (schwitz der Mann denn nicht unter seiner Gesichtsbehaarung?) liefert schickige Breaks und verquere Rhythmuswechsel en gros. Osegueda besticht mit spitzen Bombay Sapphire Gin-geölten Schreien sowie gekonnter Mikroständerakrobatik  und Damien Sisson am Bass sieht aus wie der selige Cliff Burton. Mehr kann niemand verlangen!
Sollte man es vergessen haben, dieser Abend hat es in Erinnerung gerufen: Thrash-Metal ist einfach die beste Musik die es gibt!

Freitag, 30. August 2013

"Ruhrpott, Zerstörung!" - Kreator veröffentlichen "Dying Alive"




Mit ihrer Live-DVD/Blu-ray/Doppel-CD (auch als Ohrbuch erhältlich) "Dying Alive" (Nuclear Blast/Warner), die seit heute  in den Läden steht, hat Europas größte und beste Thrash-Band eine Werk- und Leistungsschau abgeliefert, wie sie wertiger nicht sein könnte. Nach 45 Dates in Folge läuft die Kreator-Maschinerie am 22. Dezember 2012 beim Konzert in der Oberhausener Turbinenhalle wie mit Ochsenblut geschmiert. 
 Mille brüllt,  „Ruuuhhhhaaaaaapott, Zerstöööhrung“, und dann geht das los: Anderthalb Lehrstunden in akkurater Thrash-Demontage. Klassiker wie „Exreme Aggression“ oder „Endless Pain“, Songs aus der mittleren Periode („Phobia“) und neue Werke wie „Civilisation Collapse“ entfalten dabei gleichermaßen ihre von der Zeit scheinbar unverminderten zerstörerischen Kräfte. Es wird deutlich: Trotz einiger kurzer Schwächephasen, waren Kreator in jeder Phase ihrer Geschichte in der Lage, erstklassig verarbeitetes Edelmetall abzuliefern.
Bei allem Gemetzel und Geschrote sind die einzelnen Bauteile dank des glasklaren Sounds stets unterscheidbar. Die Gitarren sind schön kroß wie ein Mundvoll Metallspäne, der Bass crunchy wie ein in Bierteig frittiertes Winkeleisen und die Drums so knackig wie ein Essig eingelegter säurefester Stahlträger.
All das wird noch überragt von Sami Yli-Sirniös exquisitem Gitarrenspiel: Seine melodischen Licks und Soli bilden den perfekten Widerpart für Milles maliziöses Geschredder. Das Zusammenspiel der beiden gipfelt in einfach nur geilen Double-Lead-Gitarrenparts, die noch einmal Unterstreichen, was für ein Glücksgriff der Finne nach dem Abgang von Tommy Vetterli für die Band war.
Aber auch die übrige Mannschaft versieht ihren Dienst vorbildlich: Ventor schlägt drein wie ein Brauereigaul und verleiht jedem noch so einfachen Bumm-Bumm-Tschack mehr Heavyness als ein ganzer Stall voll hochgezüchteter Blast-Beat-Frickel-Stuten zu erzeugen in der Lage ist. Während Basser Christian Giesler gewohnt souverän den Rhythmus-Teppich unterfüttert. 
Mille selbst ist bestens bei Stimme und spritzt dermaßen Gift und Galle, dass selbst supertoxische Viecher wie Würfelqualle und Kegelschnecke neidisch werden. Dazu gibt es diese herrlichen typischen Mille-Ansagen („Jedes Mal, wenn wir in den Ruhrpott kommen, habe ich das Gefühl, im Publikum herrscht eine totale Aggression.“ „Beim nächsten Song möchte ich mehr Gewalt und Brutalität im Moshpit sehen“), von denen man nie wirklich weiß, ob sie jetzt selbstironisch sind oder doch einen gewissen Ernst in sich bergen. Faszinierend ist und bleibt allerdings immer wieder, dass jemand, der so schön kreischen kann wie Mille, dermaßen schlecht singt. Aber wer ist schon perfekt?
Ein Wehrmutstropfen ist auch die hypernervöse Schnittfolge der DVD. Das ewige Herumgehoppse zwischen Gitarrengurt-, Frettboard-, Moshpit-, Hallendach-, Ventors-Hinterkopf- und was sonst noch für Kameras ist einfach nervig. Zwar beruhigt sich das Ganze nach und nach ein wenig, trotzdem bekommt der Zuschauer vor lauter Hektik nur selten mit, was die einzelnen Akteure eigentlich an ihren Instrumenten machen. Das ist schade, denn gerade wer selbst in die Saiten haut oder die Stöcke schwingt, schaut sich bei derlei Gelegenheiten doch gerne den ein oder anderen Kniff ab, wofür bei Konzerten dieser Größe vom Zuschauerraum aus ja kaum Gelegenheit besteht. Aber das mag Geschmackssache sein.
Das Bonusmaterial allerdings bleibt tatsächlich ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Schön, man erfährt vom Soundingenieur, dass die Musiker mit In-Ear-Monitoring nix von der Show mitbekommen und er deshalb Publikumsreaktionen zumischt. Sowie vom Drum-Techniker, dass Ventors Snaerdrum auf der Bühne das lauteste Instrument ist (da wäre man allerdings auch alleine drauf gekommen). Auch dass Kreator in Polen schon einmal morgens um vier aufgetreten sind, weil sie wegen Problemen an der Grenze Verspätung hatten, aber  die Show nicht absagen wollten. Bilder davon gibt es allerdings nicht. Eine ausführlichere Tourdoku wäre halt schön gewesen. Herrlich dagegen das Interview-Snippet mit dem polnischen Chirurg, der während OPs mit seinem Team Kreator hört.
Trotz kleinerer Mankos bietet „Dying Alive“ nicht nur einen Top-Gegenwert für´s Geld, sondern ist auch eindrückliches Dokument dafür, dass Kreator ihre Wut auch im 30. Jahr ihres Bestehens noch immer nicht im Griff haben. Oder um es mit den Worten eines im Bonus-Teil interviewten, leicht angesäuselten Ruhrpott-Thrashers der ersten Stunde zu sagen: „Hävvy Mäddl is se law, all assas must die!“ So sieht´s aus, Freunde!

Die Würfelqualle des Thrash: Mille Petrozza

Freitag, 19. Juli 2013

Musikalische Brandrodung - Soulfly machen im Substage ein paar Quadtratkilometer Regenwald zu Kleinholz

Seit seinem Abgang bei den Thrash-Ikonen Sepultura hatte sich Max Cavalera die Versöhnung von extremem Metal und Weltmusik zur Lebensaufgabe gemacht. Seit dem 2012er Album “Enslaved” gebärdet sich seine Soloband Soulfly wieder etwas gradliniger und brutaler. Bei seinem Auftritt im Substage am Mittwoch kann der Brasilianer die gut vierhundert eingerückten Fans voll überzeugen. Doch die Schatten der Vergangenheit reichen weit.
Soulfly haben den Faden aufgenommen, wo Sepultura ihn Mitte der 90er mit „Roots“ haben fallenlassen: Vom Einfall der Zivilisation in ihre Jagdgebiete erboste Yanomami rühren die Dung-dugga-dung-Tribal-Drums. Abgehackte Wacke-chi-wacke-chi-Riffs brechen breite Schneisen in den Palisander-Bestand. Max Cavalera –in der Tradition südamerikanischer Guerilleros und Udo Dirkschneiders angetan mit tarngrünem Kampfanzug  – schwingt unermüdlich die dicken verfilzten Haarwürste.  Seinem inneren Brüllaffen lässt er derart freien Lauf, als trage er einen Blätterhandschuh voller Riesenameisen, wie er bei den schmerzhaften Initiationsritualen junger Sateré-Mawé-Indianer üblich ist. Da nimmt der Tapir verängstigt Reißaus und die bunten Aras verstreuen sich schimpfend in alle Winde. Alles Saufen im Dienste des "Regenwald Projekts" einer bekannten Bierfirma – in wenigen Augenblicken zunichte gemacht.
Cavaleras musikalische Brandrodung ist effektiv – alles springt und versucht mit hochgereckten Armen die Hallendecke anzuheben. Aber dennoch:  die ewigen Huppla-huppla-Refrains, die meist aus den mehr oder minder originell kombinierten Bauteilen „Un, dos, tres“, „Here weg go“ oder „Jump, jump“ zusammengesetzt sind und offenbar animierend wirken sollen, rufen eher Langeweile hervor. Dagegen macht der Ausflug in alte Sepultura- Tage mit dem Arise-Opener „Dead Embryonic Cells“ richtig munter. Nach all dem groovigen Midtempo-Gecruise wird das Gaspedal endlich mal bis zum Anschlag durchgetreten. Mit solcher Wucht zischen einem die 100 Dezibel in die Fresse, dass die nächste Zahnsteinentfernung getrost auf nächstes Jahr verschoben werden kann. Während „Territory“ fahren dann Startfahrzeuge mit einschüchternd aufgepflanzten Jericho-2 Mittelstreckenraketen vor dem geistigen Auge vorbei und „Refuse/Resist“ ist noch immer einer der kompromißlosesten Kracher der Thrash-Geschichte.
Apropos: Man soll ja nicht immer sagen, dass früher alles besser war, aber manchmal muss der Zeitzeuge doch den Käpt´n Blaubär machen: 1994. Obituary, Rollins Band und Sepultura prügeln sich im Verein durch Europa. Mit „Cause Of Death“, „Weight“ und natürlich „Chaos A.D.“ haben alle drei Bands soeben absolute Hyper-Klassiker vorgelegt und hinterlassen an Kampfabenden – der Ausdruck Konzert beschreibt das Geschehen nur ungenügend – ganze Turnhallen voll zerschmetterter Leiber. Dagegen ist das hier, sorry Nax, nur ein Spaziergang im Park. Na schön, im Amazonas-Dschungel.